Hauskauf: ist Baugenehmigung Vertragsbestandteil?

9 Antworten

Es gibt böse Menschen die verkaufen Häuser, für die es gar keine Baugenehmigung gibt.

Oder Häuser mit Wohnflächen, die laut Baugenehmigung einen Dachboden darstellen und ohne weiteres gar nicht als "zum dauernden Aufenthalt für Menschen" zulässig sind.

Da würde ich mich immer persönlich vergewissern. Sprich, die Baugenehmigung will ich sehen.

Sonst ist es beim Hauskauf: "Gekauft wie gesehen."

Den Prozess verlierst Du sonst womöglich - Warschau.

Gruß

PS

Haustechnik (vor allem Heizung) sind funktionsfähig.

Das ist ein kreativer Satz, der aber wenig hilft wenn die Technik zwei Monaten nach Vertragsabschluss die Grätsche macht.

Ein Haus, für das es keine Baugenehmigung gibt, hat einen Mangel (nämlich einen Rechtsmangel). §433 Absatz 1 sagt aus:

Durch den Kaufvertrag wird der Verkäufer einer Sache verpflichtet, dem Käufer die Sache zu übergeben und das Eigentum an der Sache zu verschaffen. Der Verkäufer hat dem Käufer die Sache frei von Sach- und Rechtsmängeln zu verschaffen.

Ansonsten kann man nicht nur über den Kaufpreis verhandeln, sondern auch über den Inhalt des Kaufvertrags. Wenn Ihr Bedenken wegen möglicher Mängel habt, lasst Euch ausdrücklich versichern, dass dieser oder jener Mangel nicht besteht.

Wurde das Haus schwarz gebaut, ist das ein Mangel, der zum Rücktritt vom Kaufvertrag berechtigt.

Wenn das Geld einmal auf dem Konto des Verkäufers ist, und der nach Australien auswandert, nützt einem diese ganze "Rechtssicherheit" recht wenig

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Auch von meiner Seite:

Alles VOR dem Notartermin erledigen.

Der Verkäufer soll Dir zudem im Vorfeld eine Kopie der Baugenehmigung geben. Dort könnten auch noch Auflagen stehen (z.B. Begrünung Dächer), die baulich gerne auch erst später gemacht werden oder es gibt u.U. Befreiungen zum Bebauungsplan, die bei einen späteren Umbau beachtet werden müssten. Die Auflagen übernimmst Du beim Kauf und die können kostenrelevant werden. Also prüfen und beim Baurechtsamt nachforschen => ggfs. Einfluss auf Kaufpreis/-verhandlung.

Der Satz "weist keine bekannten Mängel auf" wird Dir praktisch nichts bringen. Ein mangelfreies Gebäude, zumal gebraucht - habe ich noch nie gesehen. Dann streitet man sich auch noch neben der Beweislast darum, welche Normen auf den Mangel anzuwenden sind. Falls Du dabei Sorgen hast, mache ggfs. eine Fotodokumentation als Anlage, wenn Du keinen Fachmann/Gutachter nutzen willst.

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Schwiegereltern erbten ein älteres Einfamilienhaus. Wenn man von der Hofseite dasHaus betritt, steht man sofort in der Küche. Sie möchten nun einen Anbau vor diese Tür bauen. Dieser soll sogleich als Essplatz für die Küche dienen. Der Anbau soll in Fertigteilbauweise und Pultdach erfolgen. Somit ist keine Änderung des Hausdaches nötig. Es ist keine Grenzbebauung, es befindet sich auch kein Nachbar links und rechts des Hauses. der Anbau wäre auch von der Straße nicht zu sehen. Ist hierfür eine Baugenehmigung notwendig?

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