Hauskauf bei Ehepartner bei wem steuerrechtlich beraten lassen?

9 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Euer Ansprechpartner ist der Steuerberater. Und für rechtliche Fragen der Notar, den man ja für den Kaufvertrag eh braucht.

Für den Kauf spielen die steuerlichen Dinge aber keine Rolle. Dabei seid ihr einfach gemeinsame Eigentümer, die auch so ins Grundbuch eingetragen werden. Alternativ könnt ihr aber auch die Wohnungen getrennt erwerben, also z.b. jeder von euch 2 Wohnungen. Dann wird jeder für diese jeweilige Wohnung als Eigentümer eingetragen. Hierfür müßte dann aber beim Notar auch eine Teilungserklärung gemacht werden sofern noch nicht vorhanden.

Das hat jetzt wie gesagt mit dem Kauf selber nichts zu tun. Aber beim Steuerberater könnte man prüfen lassen, ob ihr zusammen mit den Mieteinnahmen nicht evtl. besser gestellt seid, wenn man künftig eine getrennte Veranlagung der Steuer macht. In diesem Fall könnte man auch in einer Vereinbarung festlegen, dass der Gewinn nicht wie sonst üblich 50:50 aufgeteilt wird, sondern in einem anderen Verhältnis. Für das Finanzamt wärt ihr wie eine GbR, die das entsprechend festlegen darf.

Noch ein Hinweis zur Eigennutzung der Wohnung. Falls ihr das Haus als Gemeinschaft kauft und die Wohnung, die zur Eigennutzung bestimmt ist, noch vermietet ist und der Mieter gekündigt werden muss, dann hat der Mieter einen Kündigungsschutz von mind. 3 Jahren oder auch länger. Dies ist eine Sonderregelung gemäß §577a Abs.1a BGB, wenn man als Personengemeinschaft wegen Eigenbedarf kündigt.

Danke für den Hinweis bzgl. Eigenneutzung. Kann ich ich irgendwie nicht verstehen, warum man hier unterscheidet. D.h., wenn man zwar verheiratet ist, aber nur eine Person das Haus kauft, dann ist der Kündigungsschutz kürzer?

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@micholee
Kann ich ich irgendwie nicht verstehen, warum man hier unterscheidet.

Das kann ich dir erklären. Der ursprüngliche Sinn des 577a war, dass ein Kündigungsschutz bestehen sollte, wenn ein Haus, das einem Eigentümer gehörte, in Eigentumswohnungen umgewandelt wurde und diese dann einzeln an verschiedene Eigentümer verkauft wurden.

Dies jedoch barg eine Lücke. Denn dann wurde das Haus einfach von einer Gemeinschaft von Eigentümern gekauft. Dadurch bestand dann der Kündigungsschutz nicht. Die Gemeinschaft hat dann für eines ihrer Mitglieder sofort Eigenbedarf anmelden können. Der Kundigungsschutz wurde somit umgangen. Diese Gesetzeslücke wurde mit dem Absatz 1a geschlossen.

Ja, wenn die Wohnung einer einzelnen Person gehört, ist die Kündigungsfrist regulär 3, 6 oder 9 Monate je nach Dauer des Mietverhältnisses.

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In der Regel kann dir ein Steuerberater komplett weiter helfen. Auch wenn er dich rechtlich ggf nicht vollumfänglich beraten wird/kann.

Aber die steuerliche Folgen deiner verschiedenen Ideen kann er dir schildern und mit dir die beste vorgehensweise erarbeiten. Die logischen Folgen daraus können dann über Notar/Anwalt geregelt werden. Wobei ich nicht so viele Mandanten kennen die noch ein Anwalt neben den Steuerberater beauftragen .. gerne ists nichtmal der Steuerberater leider. Meist ists eher .. "hier schau mal hab ich gekauft" :D

was man kann beim Hauskauf, ist den Anteil anders als 50:50 regeln. Man kann auch die Immobilie in Teileigentum aufteilen lassen, und die Wohnungen dann einzeln ihr oder ihm zuordnen .. dann könnte man auch besser verkaufen oder bei einer Scheidung müsste man gar nichts mehr machen.

Den Güterstand (normalerweise Zugewinngemeinschaft) kann man nur in einem Ehe und Erbvertrag ändern, das hat auch nichts mit dem Zugewinnausgleich zu tuen, an den man bei Zugewinngemeinschaft denkt. Die Zugewinngemeinschaft ist eine Gütertrennung, alles gehört dem, der eingetragen ist als Eigentümer. Nur im Falle der Scheidung kann ein Ehepartner den Zugewinnausgleich beanspruchen. Dann wird gezählt, was in der Ehe an Vermögen neu entstanden ist. Also abzüglich bei Eheschliessung vorhandenem Vermögen und auch abzüglich von Erbschaften. Dieser Mehrwert muss dann ausgeglichen werden, bei Haus, egal wie es im Grundbuch eingetragen ist. Gütermeinschaft gibts fast gar nicht, das würde die Geschäftsfähigkeit des einzelnen stark einschränken. Möglich ist beim Ehevertrag die modifizierte Zugewinngemeinschaft zu wählen, dann verzichten beide auf den Ausgleich bei Scheidung, steuerlich bleibt es aber eine Zugewinngemeinschaft, was für eine Erbschaft vorteilhaft sein kann.

Eigentum/Gütertrennung bei einem Haus bei Hochzeit und anschl. Scheidung - Ehevertrag nötig?

Ich versuche es möglichst kurz und prägnant zu fassen.

Ich besitze eine Immobilie die ich 2 Jahre vor der Ehe gekauft habe. Kaufpreis sagen wir 200.000€. 100.000€ aus meinem Eigenkapital bezahlt, 100.000€ Schulden sind noch drauf. Im Grundbuch bin nur ich eingetragen. Rate an die Bank zahle nur ich.

Lebensgefährtin wohnt mit im Haus und trägt die Nebenkosten(400€ im Monat was in etwas einer Miete entsprechen würde).

Aussage/Stand heute : Ich hab das Haus + das finanzielle Risiko zu tragen und Sie zahlt nur Miete hat dafür aber auch nicht das Risiko aber auch nie Eigentum.

Gehen wir davon aus wir heiraten nun in 2014 und da es nicht so läuft wie geplant (was ich nichth offen will) lassen wir uns 2021 wieder scheiden.

Da sich dann an die mündliche Aussage von oben natürlich keiner mehr erinnert meine Frage ob Sie etwas einklagen/erwirken kann ,z.B. 50% der abgetragenen Schulden in den 7 Jahren (weil es ja eine Zugewinngesmeinschaft wäre). Oder wäre Sie da "aussen vor" da ich ja als einziger im Grundbuch eingetragen bin, alleine den Kaufvertrag unterschrieben habe, alleine den Kredit abbezahlt habe und das Risiko getragen habe und sie "nur Miete" gezahlt hat ?

Oder wenn dem nicht so ist, könnte man so etwas vorab über einen Ehevertrag regeln ? Das bei einer Scheidung klar ist, dass die Immobilie mir gehört und alles was in den x Jahren Ehe abbezahlt wurde auch meins ist ? Bei "anderen" Gütern also Fernseher, Küche, Auto etc. wäre mir das ziemlich egal aber die Immobilie wäre meine Altersvorsorge und hätte für mich allerhöchste Wichtigkeit.

Hoffe auf eine hilfreiche Antwort ! DANKE!

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Themen

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- Zuständiges Finanzamt bei gemeinsam veranlagten Ehegatten mit verschiedenen Hauptwohnsitzen

Bisherige Situation

Ehegatten, gemeinsam veranlagt, Hauptwohnsitz in A, Kind geht in Kita in A

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Neue Situation durch geplanten Umzug:

Das Ehepaar wird nach B innerhalb eines Jahres umziehen. Es gibt einen Kitaplatz in B, der bereits vor Umzug nach B in Anspruch genommen werden soll. Da die Mutter in B studiert, kann sie ihren Hauptwohnsitz in B anmelden und so unter der Woche in B leben. Mit dem Hauptwohnsitz kann die Mutter das Kind auch erst in B in die Kita anmelden.

Das Wochenende verbringen die Eheleute in A, wo der Vater aus privaten Gründenen seinen Hauptwohnsitz behält.

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Der Vater wird aus privaten und beruflichen Gründen in A wohnen bleiben. Die Wochenenden werden gemeinsam verbracht, hauptsächlich in A. Die Mutter würde ihren Hauptwohnsitz in einem Zimmer (WG) in B beziehen, das Kind geht in B zur Kita.

Fragen

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c) Muss sich die Ehefrau beim Finanzamt in B anmelden oder kann alles beim Finanzamt in A bleiben?

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Ehemann will hälftig Haus verkaufen bzw. zwangsversteigern lassen

Zur Wendezeit überschrieb meine Schwester uns als Ehepaar mein Elternhaus, in das wir ca. 1996 gemeinsam eingezogen sind. Seit einigen Jahren funktioniert unsere Ehe so gut wie nicht mehr. Obwohl wir nicht geschieden sind, z.Z auch noch nicht wieder getrenntlebend, will nun mein Mann seine Hälfte des Hauses, welches mein Elternhaus ist, verkaufen oder zwangsversteigern lassen und dann ausziehen. Im Grundbuch stehen noch Grundschulden - einmal von einem noch laufenden gemeinsamen Darlehen und einmal als Sicherheit für eine Bürgschaft aus Darlehensschuld für seinen Sohn aus erster Ehe. Wir haben ein gemeinsames Kind (34 Jahre) er noch 3 Kinder aus 1. Ehe und ich 2 Kinder aus meiner 1. Ehe. Ursprünglich sollte einmal unsere gemeinsame Tochter das Haus erben. Nachdem der Sohn aus 1. Ehe schon 3 Häuser auf Pump gekauft hat, befürchte ich hier, dass er sich eventuell in diese Hälfte einkaufen wird wollen. Geht das überhaupt, dass mein Ehemann eine Hälfte ohne meine Zustimmung verkaufen oder zwangsversteigern kann? Ich selbst werde im Falle eines hälftigen Verkaufs nicht kaufen können, da ich die Finanzen nicht habe. Ab Februar 2013 bin ich arbeitslos und bekomme da auch keinen Kredit mehr. Muss ich mir tatsächlich meine eigenes Elternhaus erneut teils einkaufen müssen, wenn ich das Erbe meiner Tochter erhalten will? Seit Jahren zahlen wir eine Miete auf ein Hauskonto, um die Bankschulden tilgen zu können (hälftig). Bis er auszieht will er ab jetzt keine Miete mehr zahlen, nur noch anteilig Betriebskosten, obwohl auch er im Darlehensvertrag Mitschuldner ist. Was ist mit seinen privaten Schulden, die im Haus-Bankdarlehen zusätzlich mit eingebunden sind und die er auch nicht mehr bezahlen will? Hierzu die Ergänzung: Darlehen für Heizung mit Aufstockung für Umschuldung Privatkredit Ehemann während des ersten Getrenntleben ca. 2003 seinerseits und Privatkreditanteil meinerseits, für die wir zusätzlich jeder von unserem Einkommen (die von der Bankberaterin ihrerseits errechneten Monatsraten-Anteile des Gesamtdarlehens ausmachten) auf das Hauskonto eingezahlt haben. Durch Sondertilgungen vom Hauskonto wurde dieser Kredit vorzeitig im August 2012 abgelöst. Hier will er seine Privatschuld aber nicht weiter abzahlen, obwohl die Sondertilgungen 100% Geld vom Hauskonto waren. Ich weiß, ist bisschen verzwickt, aber diese Privatschulden müssten bis zum regulären ursprünglichen Abzahlungsplan der BHW doch weiter auf das Hauskonto eingezahlt werden. Bei Trennung erst recht. Ich möchte mein Elternhaus behalten und auch das Erbe für unser gemeinsames Kind erhalten. Kann sich einfach so ein fremder Mensch in das Erbe meiner Tochter hälftig einkaufen? Über Tipps würde ich mich freuen, was geht und was kann ich nicht verhindern. Einen Rechtsanwalt nehmen zu müssen ist mir ziemlich klar, trotzdem danke mal vorab für Infos. Saryn52

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