Hauskauf - übliches Verhalten

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Es gibt kein "üblich" oder "unüblich". Es besteht Vertragsfreiheit. Das heißt, die Vertragspartner können sich darauf einigen, in welchem Zustand die Immobilie übergeben wird (sprich: wer irgendwelche Renovierungsarbeiten durchführt). Sie können auch bestimmte Eigenschaften als Vertragsbestandteil vereinbaren, und idealerweise - wenn keine Partei das das vorher fachlich klären lassen will - auch die Konsequenzen vereinbaren, wenn die zugesicherte Eigenschaft nicht erfüllt ist.

Also ins Unreine gesprochen: "Die E-Installation in der Küche /Stromkreis xy/ Steckdose xy / Herdanschluss xy ist für 16 A ausgelegt und mit 16 A abgesichert. Sollte dies nicht der Fall sein, verpflichtet sich der Verkäuferin, die Kosten für die entsprechende Umrüstung zu übernehmen" oder "...haben die Käufer das Recht, den Kaufvertrag rückgängig zu machen, wobei sämtliche angefallenen Kaufnebenkosten die Verkäuferin erstattet.". Oder was auch immer. Wichtig ist, das Vereinbarte auch schriftlich im notariellen Kaufvertrag festzuhalten.

Wobei die Wandlung wohl etwas übertrieben ist - von der 16A-Frage würdet Ihr jawohl nicht den Hauskauf abhängig machen, oder?

Und was die Informations"pflicht" betrifft: Habt Ihr denn mit der Vertrauensperson vereinbart, dass sie den technischen Status klärt (nötigenfalls mit Expertenhilfe) und Euch informiert? Ihr scheint den Punkt nicht klar vereinbart zu haben.

Ja, die Vertrauensperson hatte sich verpflichtet dies zu klären (sehr selbstbewusst und ohne einen Gedanken, dazu sei professionelle Hilfe erforderlich). Bei dieser Verpflichtung war der Makler und die Eigentümerin anwesend

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@desperada

Offen gestanden würde ich bei einem vermutet sechstellige Kaufpreis auf eigene, belastbare Untersuchungen größten Wert legen und mich keinesfalls auf Fremdaussagen verlassen wollen.

Aber ich trage dein Risko - zumal bei erwartbar weitestgehendem notariell gegeltem Haftungsausschluss - auch nicht.

G imager761

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@imager761

ja, das stimmt schon, dein Argument ist nicht von der Hand zu weisen Ich ärgere mich nur sehr über diese Verfahrensweise, bin doch fest davon ausgegangen, hier Käufer, da Verkäufer, dort Vermittler, der dafür bezahlt wird. ALles geht nach einer Vereinbarung seinen geregelten Gang, ich werde informiert, wenn der Makler aus seinem Urlaub zurück ist. Wir haben ja schon einge Tage darauf gewartet, hatten in Erinnerung, der Makler wäre nur ein paar Tage weg. Und dann so etwas.

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Dann fragt doch einfach nach? Ruft sie an und fragt was nun Sache ist. Wobei ich persönlich da lieber mit meinen Handwerkern rein gehe und mich nicht auf eine Aussage eines Laien verlasse. Wenn es nämlich nicht noch schriftlich festgehalten wird wie oben beschrieben, nützt es euch am Ende nichts wenn ihr feststellt dass ihre Aussage falsch war. Sich dann wegen sowas ewig rumstreiten kostet nur Nerven. Lasst einen Experten drauf schauen und ihr wisst was Sache ist.

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@Dunno2010

okay, wir waren verärgert, als wir den Brief lasen, riefen heute beim Makler an und als wir hörten, der war nur einen Tag in der vergangenen Woche nicht im Haus, hat sich aber nicht gemeldet, wurden wir noch ärgerlicher! Wir haben schließlich in seinem Beisein eine Vereinbarung getroffen und gingen davon aus, wir werden wieder kontaktiert! Er verdient Geld durch uns und hätte uns doch auch wegen schriftlicher Vertragsvereinbarung wieder kontaktieren müssen

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Ja das ist so üblich! Die Eigentümerin ist nicht verpflichtet die Elektrik überprüfen zu lassen. Wenn ihr da auf Nummer sicher gehen wollt könnt ihr mit einem Elektriker oder wem auch immer nach Terminabsprache rein und das prüfen lassen. Das müsst natürlich ihr bezahlen. Also ja das ist so üblich. Der Eigentümer muss nicht alle Fragen beantworten können, er kann ja nicht jetzt einen Elektriker kommen lassen, die nächsten Interessenten möchten dann Gewissheit ob zB die Kamineinfassung dicht ist usw. Und der Makler hat damit nicht viel zu tun, der wartet jetzt darauf dass ihr das überprüft und dann entscheidet ob ihr es wollt oder nicht (bzw nicht zu dem Preis).

Die Vertrauensperson der Eigentümerin hatte sich verpflichtet nachzusehen. So waren wir verblieben. Es geht nicht darum, die Eigentümerin zu bitten, Handwerker kommen zu lassen. Mich interessiert, ob der Eigentümer verpflichtet ist, Fragen wie: Wann wurden die Fenster erneuert, die Heizungstanks, die Wasserrohre, zu beantworten oder sich der Beantwortung durch den Hinweis auf mögliche Handwerker zu entziehen

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Zusätzliche Tipps:

Auszug aus dem Grundbuch anfordern, um Kenntnis über offene Kreditforderungen zu erlangen.

Energieausweispflicht

Seit dem 01.01.2009 gilt die Energieausweichpflicht für alle Wohnimmobilien, die vermietet oder verkauft werden sollen. Er Informiert über den Energieverbrauch bzw. Energiebedarf einer Immobilie. Es gibt zwei Arten: der verbrauchsorientierte Energieausweis weist den tatsächlichen Energieverbrauch der Vorjahre aus. der bedarfsorientierte Ausweis erfasst den Gebäudezustand und dokumentiert den prognostizierten Energiebedarf. Er wird immer nur für das ganze Gebäude ausgestellt, nicht für einzelne Wohnungen. Verbrauchsorientierte Energieausweise gibt es zum Beispiel beim TÜV. Wohnungseigentümer können über ihren Hausverwalter auch bei dem Unternehmen anfragen, das die Heizkostenabrechnung erstellt.

Quelle: Pro-Wohnen.de

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