Hauskäufer hat nicht gezahlt, welche Rückforderungen?

6 Antworten

Also diese Frage richtet sich eindeutig an einen Anwalt.

Es mag sein, dass dich das stellen der Frage nur wenige Minuten gekostet hat. Die Frage zu - juristisch begründet - beantworten dauert weit aus länger und die aufgewendete Zeit wird nicht vergütet.

Oder dir reicht die Antwort. Du hattest Anspruch auf Kaufpreiszahlung und Verzugszinsen in nicht unbeachtlicher Höhe.

Aber nun beginnen schon die Probleme, bist du vom Kaufvertrag zurückgetreten? Sollte gemacht sein sonst wäre ein weiterer Verkauf problematisch. Ja es stehen dann Schadensersatzansprüche gegen den alten Käufer zu, höhe richtet sich nach dem Schaden.

Für den Rest: Anwalt! Klingt nämlich jetzt schon nach einer kleinen Katastrophe, dass nicht früher Rechtsrat eingeholt wurde. Geiz an falscher Stelle, die Kosten trägst du warscheinlich jetzt schon.

Woher ich das weiß:
Berufserfahrung
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Rücktritt fristgemäß erfolgt, seitdem auch Anwalt eingeschaltet über Rechtsschutz. Klage erst immer nach erneutem Verkauf möglich, wg. der Klageendsumme. Das Gericht braucht eine Summe.

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@tast8856

Ja dann hast du doch einen Ansprechpartner. Zumal der doch ohnehin schon bezahlt wird, ob nun von dir oder auch als Verzugsschaden vom Anspruchsgegner ist ja erstmal egal. Wichtig ist nur, dass du jemanden hast dem du diese Fragen stellen kannst.

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Anwalt hat die entgangenen Mieteinnahmen aus unserer Auflistung gestrichen. Zinsen 5% sind noch gar nicht in dieser Aufstellung mit drin. Folgender Satz im Notarvertrag: "Der Notar hat darauf hingewiesen, daß der gesetzliche Verzugssinssatz für das Jahr 5% punkte über dem Basiszinssatz beträgt". Was ist damit gemeint mit dem Wort Verzug? Es wurde ja nie gezahlt. Welche Zeitspanne ist damit gemeint (Schlüsselübergabetermin bis Rücktrittserklärung oder bis erneutem Hausverkauf) ?

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@tast8856

Ja entgangene Mieteinahmen sind auch kein entstandener Schaden kausal aus der verspäteten bzw. noch gar nicht gezahlten Kaufpreisforderung.

Verzug meint, wenn nicht rechtzeitig gezahlt wird. Wann die Leistung fällig ist, hängt vom Vertrag ab.

Die Zeitspanne ist also die, solange der Käufer in Verzug war. Hier bis zum Rücktritt. Heißt aber nicht, dass nicht auch noch Schadensersatzansprüche nach dem Rücktritt zustehen.

Das kommte eben auf viele Details an, die hat der Anwalt. Hier kann man nur so Worthülsen fallen lassen, aber wirklich helfen geht nicht. Oder es würde eben massig Zeit in Anspruch nehmen und das würde ich persönlich nicht ohne Bezahlung tun.

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@tast8856

die Zahlung ist im Notarvertrag mit Termin geregelt. In der Regel wird nach Eintragung der Auflassung gezahlt. Da die Zahlung nie erfolgt ist, ist der Käufer bis zum endgültigen Verkauf und Eingang der Kaufpreiszahlung durch den weiteren Käufer in Verzug.

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Glaube, wir müssen das dem Anwalt nochmal so richtig verdeutlichen !!!

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@tast8856

Ich bin mir ziemlich sicher, dass der das beachtet hat. Ich mein man kann es anmerken, aber aus meiner Erfahrung sind die meisten Briefe an Anwälte, wie er seinen Job zu machen habe, einfach eine Quelle illustrer Komödie.

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@tast8856

Die entgangenen 4,12% bis Rücktritt gehen in die Auflistung mit ein.

Den Rest müssen wir dann nochmal erfragen., ob er das nochmal prüfen köönte.

Danke!

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Üblicherweise wird im Notarvertrag doch auch vereinbart, welcher Zinssatz bei Zahlungsverzug auf den Kaufpreis zu entrichten ist. Den kannst Du geltend machen. Daneben auch noch entgangene Mieteinnahmen geltend zu machen ist nicht möglich, denn Dir hätte ja nicht Haus und Kaufpreis gleichzeitig zu Anlagezwecken zur Verfügung gestanden. Im übrigen dürften die Verzugszinsen mit hoher Wahrscheinlichkeit auch höher sein als der aus Vermietung erzielbare Nettoertrag.

PS: Hoffentlich hast Du den Rücktritt vom Kaufvertrag wegen des Zahlungsverzugs erklärt. Ansonsten hättest Du das Haus gleich zwei Mal verkauft.

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Im übrigen dürften die Verzugszinsen mit hoher Wahrscheinlichkeit auch höher sein als der aus Vermietung erzielbare Nettoertrag.

-- Ganz bestimmt sogar. ;-) 5% über Basiszinssatz, also aktuell 4,12 %

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@Hobbyjurist18

Das ist die Untergrenze. Ich kenne Notarverträge in denen Verzugszinsen ganz erheblich über dem gesetzlichen Verzugszins vereinbart wurden. Aber auch die 4,12% sind durch Vermietung nicht erreichbar.

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Wieso sollte er euch entgangene Miete erstatten müssen? Wäre das Haus ordnungsgemäß verkauft worden hättet ihr es ja auch nicht vermieten können, ergo ist euch auch keine Miete entgangen. Vielmehr müsstet ihr Miete, die ihr in dem Jahr erhalten hättet, von euren Schadenersatzansprüchen abziehen.

Euer Schaden sind die laufenden Kosten, die Verzugszinsen und die Kaufpreisdifferenz.

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Warum sollte die fiktive Miete abzugsfähig sein?

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@SirKermit

die Antwort ist vollkommen richtig, keine fiktive Miete sondern nur eine, die erzielt worden wäre. Aber das ist ja nicht der Fall. Miete spielt hier keine Rolle. Man darf aus der Situation keinen Nutzen ziehen. Deshalb heißt es ja auch Schadenersatz.

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@korruptepolitik

Der Satz, auf den ich mich bezog: "Vielmehr müsstet ihr Miete, die ihr in dem Jahr erhalten hättet, von euren Schadenersatzansprüchen abziehen.".

Diese fiktive Miete soll dann auch noch schädlich sein? Wohl nicht.

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@SirKermit

von fiktive Miete redest nur Du hier. Hab aber keine Zeit Dir die Rechtslage so lange zu erklären, bis Du sie dann verstanden hast.

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@SirKermit

Wo steht da was von fiktiver Miete? Wenn der Verkäufer Miete erhalten hätte (also echtes Geld auf dem Konto), dann hätte er diese von seinen Schadensansprüchen abziehen müssen, weil es beim korrekten Verkauf nicht die Miete des Verkäufers, sondern die des Käufers gewesen wäre. Da er keine Miete erhalten hat muss er auch nichts anrechnen.

Es ging hier lediglich darum darzustellen, dass durch die entgangene Miete kein Schaden entstanden ist, weil die Miete sowieso nicht dem Verkäufer zugestanden hätte.

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@5432112345

Das mit dem fiktiv hatte ich ins Spiel gebracht. Bleib geschmeidig. Wenn er wirklich Geld erhalten hätte, dann stimme ich dir zu.

Ich habe das nur anders, aber leider falsch, interpretiert.

Mal davon abgesehen, dass in dieser speziellen Situation niemand sein Haus vermieten kann oder würde. Der Käufer meldet sich nicht, es sollte höchstwahrscheinlich ein leeres Haus ohne Mieter übergeben werden.

Der Übergang des Eigentums ist zwar noch nicht erfolgt, der Verkäufer ist noch sowohl Besitzer als auch Eigentümer, aber der Käufer kann ja jeden Moment vor der Türe stehen und bezahlen. Diese blöde Situation wünsche ich keinem. Denn genau die wirtschaftliche Verwertung durch eine Vermietung in der Zwischenzeit ist in dem Schwebezustand kaum möglich.

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