Hausfrauen/Hausmänner (gut) bezahlen?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ja so in etwa ist doch auch die Argumentationskette für bedingungslose Grundeinkommen. Man kann auch duraus Arbeiten "in Wert setzen", die nicht in den Aufgabenbereich von Arbeitsverträgen fallen.

Würde man vernünftige Steuersätze für Konzerne, Erbschaften und Großverdiener erheben, wäre die Finanzierung auch kein großes Problem. Das Sozialsystem würde auf jeden Fall entlastet, da gebe ich dir recht.

Also soll deiner Meinung nach die Elite für den Pöbel aufkommen?

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@Dennis508

upps. Was meinst du denn damit und wie kommst du darauf?

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@Dennis508

Nein, meiner Meinung nach sollte ein Sozialstaat durch Gesetzgebungen die ungerechtigkeit des Kapitalismus abmildern. Ich habe nichts gegen leistungsbezogene Entlohnung und unterschiede im Vermögen, so weit möchte ich gar nicht gehen. Es kann nur nicht sein, dass sich Reichtum in dem Maße vererbt und ohne bremsende Mechanismen für beispielsweise leistungsfreies Einkommen Kapital angehäuft werden kann. Wenn du beispielsweise so viel verdienst, dass du dein Geld nicht im Alltag ausgeben kannst, investierst du z.B in Immobilien. Steigende Immobilienpreise mehren, einfach so, ohne, dass du etwas dafür machen musst außer sie zu besitzen, dein Vermögen. Damit kannst du weiter Investieren und dein Vermögen wächst exponentiell an. Im Anschluss vererbst du dein Vermögen deinem Kind, dass dadurch mit einem Startkapital ins Rennen geht, dass sich andere im Leben nicht erarbeiten können. Solche Werte wie im unten angefügten Link sprechen klar für eine Ungleichheit, die nichts mit einem schmarotzenden Pöbel zu tun hat, sondern mit konzentrierten Kapitalströmen auf Einzelpersonen zu Lasten der Mehrheit. Kurz: Der Vermögenste Mensch deutschlands wäre immernoch unfassbar reich, selbst wenn er 99% seines Geldes abgeben würde. Und irgendwo da hört der Spaß auf finde ich. Selbst mit einem gut bezahlten Job als Chefarzt einer Klinik, kommt man aus eigener Kraft nicht mal annähernd in die Bereiche der reichsten 10%.

Die Elite hat häufig erschrekend wenig mit Leistung und sehr viel mit Herkuft zu tun, gefödert durch Gesetze und Regeln, die sich eine Elite erdacht hat.

https://www.diw.de/de/diw_01.c.679909.de/publikationen/wochenberichte/2019_40/vermoegensungleichheit_in_deutschland_bleibt_trotz_deutlich_steigender_nettovermoegen_anhaltend_hoch.html

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Es gibt doch Pflegegeld, wenn man Jemanden Zuhause pflegt...

https://www.krankenkassenzentrale.de/wiki/pflegegeld#

Und für Hausarbeit bezahlen? Dann würden wohl Viele lieber Zuhause hocken... Und wer seinen Haushalt im Griff hat, der sitzt auch nicht Stunden dran. Und wer Kinder hat, der weiß, dass er damit ggf. auch finanzielle Einbußen hat. Mal ganz abgesehen von der finanziellen Seite. Wer sollte das denn (noch) bezahlen?

Wäre natürlich nett gewesen, wenn ich für das Kind mal eben so 1000 Euro extra im Monat bekommen hätte ;-). Aber auch so habe ich mein Kind prima groß bekommen und nebenbei die Hausarbeit gemacht, gearbeitet und Freizeit gehabt...

Nein, ich finde nicht, dass sie dafür bezahlt werden sollen wenn sie Hausarbeit erledigen oder die Kinder erziehen, denn das ist alles selbst gewählt. Wer ein grosses Haus will muss eben mehr putzen als jemand mit einer 4Zi-Wohnung. Wer Kinder will ist verpflichtet, sich um sie zu kümmern. Kinder sind nunmal teuer, das sollte fast jeder Erwachsene eigentlich begriffen haben.

Wer nicht dazu bereit ist entsprechende Abstriche zu machen sollte auf ein Haus oder Kinder verzichten.

Bei der Altenpflege sieht es anders aus, da finde ich es angebracht.

Kinder sind eine Investition in die Zukunft. Sie sind zukünftige Arbeitskräfte, zahlen später Steuern, davon lebt der Staat. Keine Kinder...keine Steuern, keine Kinder, keine Zukunft.

Wenn also immer weniger Leute sich noch Kinder leisten würden (auch aufgrund der großen Einschränkungen u. Belastungen, die das bedeutet), dann könnten wir längerfristig nur noch Arbeitskräfte aus dem Ausland anwerben...das ist ja jetzt schon ein großes Thema.

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@Divanikima

Trotzdem ist es selbst gewählt ob man Kinder und / oder ein Haus haben will oder nicht.

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Hmm, ja schon aber Du darfst die Frage, wer es bezahlt, nicht einfach ausklammern. Wenn mir meine Frau all diese Dienstleitungen in Rechnung stellen würde, könnte ich mir das nicht leisten. Also müsste zuhause bleiben und es selbst machen. Also dann wäre auch nichst mit schöner wohnen und schönen Urlaubsreisen.. ok, schlechtes Beispiel.

nee, das würdest nicht du zahlen, sondern der Staat. Es wäre sozusagen eine Investition in die Kinder (Zukunft) genauso wie Schule/Bildung ja auch vom Staat gezahlt wird.

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Nein. Für Kinder und Pflegebedürftige gibt es Kitas, Heime etc. Diese sollten entsprechend verbessert werden. Man kann nicht jeden zahlen, der für sich selbst etwas tut. Wenn ich für mich Essen mache, kann ich dafür auch nicht als Koch bezahlt werden. Wenn ich meine Wäsche wasche, bin ich auch keine Haushälterin und wenn ich einen Bekannten mit dem Auto irgendwo hinbringe, werde ich nicht alsTaxifahrer bezahlt.

Ich glaube, dass der Staat sich da langfristig ins eigene Fleisch schneidet, wenn er kleine Kinder und alte Leute immer nur in Institutionen abschiebt. Werte wie Liebe, Familienzusammenhalt, Mitgefühl usw. sind für die Gesundheit sowohl von Kindern als auch von alten Leuten essentiell.

Man tut die Arbeit ja nicht für sich selbst, sondern für seine Angehörigen, die man betreut/pflegt...davon haben ja dann alle was.

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@Divanikima

In welcher Welt lebst du denn? Ich kenne kein anderes Land auf der Welt, in dem man fürs Kinderkriegen und Nichtstun so gut bezahlt wird wie in Deutschland. Kitas sorgen für mehr Chancengleichheit und Gerechtigkeit. Und Kinder brauchen Vorbilder, müssen lernen, dass man fürs Geld eben arbeiten muss. Oft kommen die staatlichen Zuschüsse sowieso nicht bei den Kindern an. Viel schlimmer ist, dass jeder so viele Kinder bekommen darf wie er will. Und meinst du, wenn du denen noch mehr Geld reinschiebst, geben sie ihre Kindern mehr Liebe? Kinder brauchen Förderung, keine Eltern, die sie von morgens bis abends verhätscheln. Es geht nicht um abschieben, es geht um professionelle Unterstützung.

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