Hausbau im Winter - Kann das gehen?

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7 Antworten

Während vor einigen Jahrzehnten im Winter gar nicht gebaut wurde, wird heute der Hausbau das ganze Jahr betrieben. Es gibt bereits einige technische Möglichkeiten, dass es kein Problem mehr ist, auch bei Minus graden und Schneefall sein Haus zu bauen. Das liegt vor allem an der Weiterentwicklung der Baustoffe, die nun ganzjährig verwendet werden können. http://www.ecosophia.at/haus-und-bau/hausbau-im-winter-kein-problem/

Kann mich da meinen Vorrednern nur anschließen, wenn es zeitlich bei euch nun besser passt, warum nicht! Mit der richtigen Firma, seid ihr da gut beraten!

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Man kann im Winter bauen. Sonst währen ja alle Bauarbeiter im Winter arbeitslos. Ich bin seit über 30 Jahren am Bau und wir haben jede Menge Bauten im Herbst oder später angefangen.

Natürlich muss man als baufirma immer die Wettervorhersagen im Auge behalten. Man kann aber bis 0 Grad betonieren. Der Beton entwickelt beim Abbinden eine Eigenwärme, da passiert dann selbst bei leichtem Frost nichts.

Beim Mauerwerk kann es auch bis 0 Grad kalt werden. Also wenn es am Tag über null ist, und man kann sagen, dass es auch nachts nicht unter 0 sein wird, dann wird gemauert. Wir haben ja auch im Winter viele Phasen, wo es 10 Grad und wärmer ist.

Rohbau - damit meine ich Bodenplatte, Keller, OG und Dachgeschoss dauern auch beim herkömmlichen Massivbau kaum mehr als 4 Wochen. Wenn der Dachstuhl und die Dacheindeckung drauf sind, kann der Bau "winterfest" gemacht werden. Dann kann es mit Hilfe von Gasheizgeräten mit Innenarbeiten/Installationen auch normal weitergehen.

Wenn eine baufirma eine Baumassnahme Anfang Dezember anfangen will, dann kann sie das auch. Bei Dauerfrost werden sie allerdings pausieren.

Wir haben selbst aber schon bei unter 5Grad minus tagsüber Decken betoniert. Da wird dann von vornherein die Decke 2cm Stärker betoniert falls die Oberfläche des beton durch Frost etwas Schaden nimmt. Aber wie gesagt - der Beton wird im inneren über 25 Grad warm während des Abbindens.

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Prinzipiell zum Kern der Frage "Kann man?" Ja mann kann, alles (vieles) ist möglich, dank Baustoffchemie... Ob es richtig ist, wage ich zu behaupten... Auch wenn es die Technik möglich macht, ist es doch eine schwierige Aufgabe, bei der sie wesentlich mehr Faktoren zu berücksichtigen haben. Sofern die Temperatur unter 5Grad sinkt, ändern sich viele Materieleigenschaften. Betonieren im Winter ist zwar möglich (Zusatzstoffe), doch nicht wirklich empfehlenswert. Es muss überdacht, werden vieles muss beheizt werden und es entsteht zusätzlicher kostenaufwand. Ein weiterer Faktor der nicht ausser Acht zu lassen ist, Ausführende sind gerne mal schlampig, was man sich im Winter bei vielerlei nicht erlauben KANN. Ich kann ihnen viellerlei Gründe aufzählen, warum nicht? -Stellen sie sich vor, sie bauen auf auf einen Durchfrorenen Untergrund... Im Sommer kann es dann zu setzungen kommen. -Mauern mit Ziegel ist sowieso nur bis 10grad günstig, Wasser das in die Poren eindringt gefriert ansonst und sprengt den Ziegel. -Innen sowie Aussenputz im Winter > TABU -usw...

Auch wenn ich vielleicht keine 30 Jahre im "Baubusinnes" bin, habe ich genug Gründe, warum ich es nicht Riskieren würde...

Ich würde in ihrem Fall sagen... "GEDULD IST EINE TUGEND UND WIRD BELOHNT"

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Hi,

ich würds nicht machen. Für mich wäre ein ganz ausschlaggebender Grund, dass alles, was feucht ist nicht anständig trocknet oder sogar gefriert. Wenn dann die Handwerker unter Termindruck stehen, wird weitergearbeitet obwohl z.B. Beton noch nicht richtig trocken ist. Irgendwann fällt dir dann der Putz von der Wand oder es gibt Risse. Diese Folgen hat man teilweise schon im Sommer, wenn nicht richtig durchgetrocknet wurde, wie mag das dann erst im Winter aussehen.

LG Bernd

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Kommentar von janfred1401
04.12.2013, 17:33

Beton trocknet von alleine. Er darf gar nicht schnell trocknen. Er trocknet von innen nach aussen. Z.T. auch durch die Eigenwärme, die er während des Abbindens entwickelt. Und es wird immer weitergearbeitet, auch wenn der beton nicht trocken ist. Auch im Sommer. Der Beton ist erst nach 28 Tagen trocken. Man kann aber schon nach einem Tag auf der Betondecke mit dem Mauern anfangen. Und das ist auch technisch gesehen absolut in Ordnung.

Wir sind hier in Deutschland und nicht in Sibirien. Natürlich wird bei längeren Frostperioden auch paussiert. Aber wie lang dauert so eine Frostperiode. Meistens keine Woche.

lieber Bernd, antworte auf Sachen, von denen du Ahnung hast.

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  • weil die Erde gefrohren ist > geht eventuell, aber mehr Kosten
  • der Hauptgrund ist aber sicher, dass da natürlich auch mit Beton und Co. gearbeitet wird (Wasser, Flüssigkeit). Das ist im Winter nicht optimal und kann sich sicher auch negativ auf das Haus auswirken,
  • Arbeiter können schlechter arbeiten (Winterkleidung, Handschuhe usw). Eventuell erhöhtes Verletzungsrisiko, höhere Kosten da alles länger dauert usw.
  • Und Schnee und später Wasser im Rohbau ist nicht gerade sehr schön
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Kommentar von janfred1401
04.12.2013, 17:26

die Antwort eines Laien....

und im Hochsommer bei über 30 Grad darf man natürlich auch nicht arbeiten.

Bei Dauerregen besser auch nicht.

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In den skandinavischen Ländern wird das ganze Jahr über gebaut. Manchmal bei Temperaturen von -35 Grad. Da würden hier alle Baumaschinen den Geist aufgeben. Es ist also nur eine Frage des Know-How und der Erfahrung.

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Bei herkömmlichen Häuser wird es oft schwierig da die Witterungseinflüsse ungünstig sind. Ich baue nur mit Styroporschalsteinen und die kann ich bis -11° betonieren.

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