Hausaufgaben Bundeskanzler

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3 Antworten

Das Vorschlagsrecht für die Regierung und damit den Kanzler, hat in Wirklichkeit die größte Fraktion, bzw. Koalition im Bundestag.

Das Gesetz sagt hier aber: Der Bundespräsident schlägt Personen vor. Ein Bundespräsident, der aber Personen vorschlagen würde, die keine Chance hätten, auf über die Hälfte der Stimmen zu kommen, würde sich lächerlich machen...

Da nach Wahlen in der Regel Koalitionsverhandlungen sind, mit den Parteien, die theoretisch eine Mehrheit bekommen könnten, einigen sich die Koalitionäre auf den Kanzler. Hier sind in der Regel größere Parteien am Zuge.

Bei einer Koalition wie jetzt in Baden-Würtenberg kann es sich aber anders gestalten: Hier stellt die zweitgrößte Partei den Ministerpräsidenten und nicht die Größte! Grund sind die Sitzverhältnisse. Die CDU ist zwar die größte Fraktion im Landtag, würde aber nicht über 50% der Stimmen bekommen um den MP zu stellen, sondern nur Grün-Rot. Analog dazu wäre es auch im Bundestag.

Bei Wahlen werden neben Direktmandaten aus den Wahlkreisen auch Listenplätze vergeben. Hier kann man dann sehen, wen die Parteien gerne im Parlament haben würden. In der Regel findet sich der Spitzenkandidat an erster Stelle auf der Liste.

Genaue Regeln sind aber nicht festgelegt. Wenn Personen vom Koalitionspartner abgelehnt werden, wie in Thüringen Althaus, muss die Partei einen Kompromiss eingehen und andere Personen als Regierungschef benennen.

Also: Keine Partei, sondern der Bundespräsident schlägt den Kanzler vor, aber halt nur theoretisch.

der bundestag wählt den bundeskanzler! den bundestag wählt wiederum das volk (mehr oder minder)

wenn du richtig geguckt hättetst, hättest du es gefunden

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