Hausarbeit Politik Philosophie?

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2 Antworten

Krankenversicherung für alle ist keine diskussionsfähige Grundlage. Was soll denn die Krankenversicherung abdecken? Wie ist denn die Nutzung eingegrenzt? Und wer um Himmelswillen ist ALLE? Alle auf der Welt? Alle, die gerade durchs Land ziehen? Alle Staatsbürger? Alle Beitragszahler? Und was heißt finanziert werden? Wer bestimmt die Regeln? Die Politiker nach Wählergunst? Die Krankenkassen nach Bedarf? Die "Gesundheits"industrie, die eigentlich eine Krankheitprofiteurindustrie ist?

Was ist ein tragfähiges Konzept für Versicherung überhaupt? Ein paar dumme Hanseln zahlen und alle nutzen? Versicherung hat was mit Gegenseitigkeit zu tun. Wieviele Nichtzahler verträgt ein Solidarkonzept? Wann kippt die beschworene Solidarität in Ausbeutung? Wieviel Solidarität kann eine von Grund auf entsolidarisierte Gesellschaft noch leisten? Wann zerbricht eine betrügerische Transfergesellschaft - siehe sozialistische Staaten?

Kommentar von Sofia939393
29.01.2016, 17:40

Krankenversicherung für alle bezogen auf einen Staat und seine Staatsbürger. Auf die genauen Leistungen werde ich wahrscheinlich nicht eingehen, sondern eher die grundsätzliche Frage bearbeiten. Die Arbeit soll die Frage normativ beantworten, bzw. diskutieren. Das soll aber auf Grundlage von (philosophischen?) Beurteilungskriterien und Konzepten geschehen. Finanzierungsmöglichkeiten könnten der Staat, also aus den Steuergeldern heraus, Arbeitnehmer und Arbeitgeber sein. Also logischerweise auch Mischformen, wie das in Deutschland z.B. der Fall ist.

Meine Hauptfrage hier ist welche Konzepte, Bewertungskriterien (Weiß leider nicht exakt was hiermit in dem Fall gemeint ist) möglich wären auf dieses Problem anzuwenden, oder ob es evtl. Internetseiten gibt, auf denen man solche findet.

Vielen Dank schonmal für deine Antwort!

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Ein Beurteilungskriterium wären die Kosten unseres Gesundheitssystems: sie sind für viele ärmere Menschen nicht finanzierbar.

Dieser Fakt verbunden mit der These,

jeder Mensch habe Anspruch auf die bestmögliche Gensundheitsversorgung, da Gesundheit nicht vom Einkommen abhängen sollte (das tun Krankheiten schließlich auch nicht),

gäbe ein gutes Argument für eine Krankenversicherung für alle.

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