Haus wurde auf Schwester umgeschrieben, wie sieht es mit dem Erbe aus?

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3 Antworten

Hallo bluemax!

Die Übertragung der Immobilie kann beim Erbfall Deiner Mutter eventuell zu Pflichtteilsergänzungsansprüchen führen - unter Umständen auch dann, wann die Übertragung dann bereits länger als 10 Jahre zurückliegen sollte (siehe http://www.pflichtteilrechner.de/055_unter_welchen_voraussetzungen_ist_eine_schenkung_zeitlich_unbeschraenkt_zu_beruecksichtigen.html ) - oder sie kann dazu führen, dass unter den Kindern eine Ausgleichungsberechnung durchgeführt werden muss, die wiederum zu einer Verschiebung der Erb- und Pflichtteilsquoten führen kann. Entscheidend für die rechtliche Einordnung der Übertragung ist der genaue Inhalt des Übergabevertrages.

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Hallo, zunächst wird deine Mutter vermutlich in der Erbfolge die Nächste sein. Zumindest ist es meines Wissens so wenn die Eltern sich als gegenseitige Erben einsetzen (Berliner Testament) das ist das Übliche. Wenn das Haus bereits vor drei oder vier Jahren überschrieben wurde dann ist es aus der Erbmasse nach zehn Jahren raus. Das heißt, deine Mutter ist erbberechtigt bis zum Tode. Wünschen wir ihr dass sie noch viele Jahre lebt. Wenn sie nach zehn Jahren stirbt (zehn Jahre nach Überschreibung des Hauses) fällt die Immobilie aus der Erbmasse heraus. Das heißt jedes Jahr gehen 10 Prozent aus der Erbmasse weg. Wenn die Mutter verstorben ist bleibt somit das Haus bei der Schwester. Die Geschwister bekommen nun was testamentarisch festgelegt wurde. Weitere Immobilien, Geldwerte, Aktien etc. werden laut Testament verteilt.

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Es können Pflichtteilsergänzungsansprüche bestehen.

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