Haus weg bei Scheidung?

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7 Antworten

mein Freund hatte sein Haus selber gekauft und muss nun nach der Scheidung seiner Ex bezahlen, sogenannte Errungenschaftsbeteiligung! Das Wort hängt mir langsam zu Hals raus, denn sie bekommt einfach Geld ohne einen Finger dafür krumm gemacht zu haben! Ein Ehevertrag wäre wirklich das Beste!

Gesetzlicher Güterstand der Zugewinngemeinschaft

Unter Anfangsvermögen versteht man das Vermögen, das einem Ehepartner bei der Eheschließung gehört. Hinzu kommen noch die Erbschaften und Schenkungen von dritten Personen (z. B. von den Eltern). Bei der Zugewinngemeinschaft nach § 1363 BGB werden das Vermögen des Mannes und das Vermögen der Frau nicht gemeinschaftliches Vermögen.

Der Zugewinn wird erst dann ausgeglichen, wenn die Zugewinngemeinschaft endet. Die Zugewinngemeinschaft endet mit Zustellung des Scheidungsantrags.

Der Ausgleich des Zugewinns findet nur beim gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft statt.

Der Ehegatte, dessen Zugewinn niedriger ist, hat einen Anspruch gegen den anderen Ehegatten auf Ausgleich des Zugewinns.

Die Ausgleichsforderung beträgt die Hälfte des Betrages, um den der Zugewinn des einen Ehegatten den Zugewinn des anderen Ehegatten übersteigt.

Anfangsvermögen ist das Vermögen, das einem Ehegatten beim Eintritt in den Güterstand (i. d. R. Heirat) gehört. Verbindlichkeiten werden abgezogen.

Endvermögen: ist das Vermögen, das einem Ehegatten bei der Beendigung des Güterstandes gehört.

Berücksichtigung von Schulden, die bereits bei der Heirat vorhanden waren.

In der Vergangenheit konnte das Anfangsvermögen eines Ehepartners nicht kleiner als null sein. Das bedeutete, dass Schulden, die ein Partner bereits vor der Ehe hatte, bei der Berechnung des Zugewinns nicht berücksichtigt wurden. Derjenige, der einen verschuldeten Partner heiratete, hatte also ein erhöhtes Risiko, nach der Scheidung einen Zugewinnausgleich bezahlen zu müssen.

Seit dem 01.09.2009 werden Schulden berücksichtigt. Das bedeutet, dass bei der Berechnung des Zugewinns vom tatsächlichen Schuldenstand und nicht von einem angenommenen Anfangsvermögen von null ausgegangen werden kann.

Der ausgleichsverpflichtete Ehegatte darf mindestens die Hälfte seines Vermögens behalten, unabhängig davon, wie hoch sich der Zugewinnausgleich errechnet. Er muss also höchstens die Hälfte seines bei Beendigung der Ehe vorhandenen Vermögens als Zugewinnausgleich abgeben.

Hy , an den Eigentumsverhältnissen ändert sich durch die Ehe nix. Auch nicht durch Scheidung.

Mit einer Scheidung wäre dann der Zugewinn auszugleichen. d.h., nur was in der Ehe dazu gekommen ist wird so auf Beide verteilt, dass Jede/r den gleichen Zugewinn hat.

Dein Haus bleibt auch in der Ehe Dein Alleineigentum, wenn Du ihr nicht einen Teil davon schenkst. Und bei einer evtl. Scheidung wäre nur ein evtl. Mehrwert mit ihr zu teilen.

Mfg "der Wolf" (www.isuv.de)

Blume17 16.06.2011, 17:44

Hi, Danke. Ist das denn auch der Fall, wenn ich meiner zukünftigen Frau ein lebenslanges Wohnrecht ins Grundbuch eintragen lasse, dass auch schon vor der Eheschließung gilt.

Gruß

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grauerwolf09 18.06.2011, 10:05
@Blume17

Hy , so ein Wohnrecht beeinflusst sicher auch den Wert des Hauses. Denn es beeinträchtigt ja Deine Verfügungsmöglichkeiten.

Mfg "der Wolf" (www.isuv.de)

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Ich weiß es nicht was das Gesetz sagt..aber meine Logik sagt mir..im TV hat man ja schon öfter Doku´s gesehen indem es um Schulden ging!

Grundsätzlich bleiben auch die Schulden, die vor einer Heirat gemacht wurden die Schulden des Verursachers..also müßte es meiner Logik nahc bei einem Haus auch so sein..oder?

Aber um gleich jemanden, der es anders weiß den Wind aus den Segeln zu nehmen..ist einzig und allein nur mein Logik!

Wenn Das Haus schon Alleineigentum vor eheschliessung war dann bleibt das auch, es sei denn es Wurden ggf. im Zusammenhang mit der Eheschliessung Veränderungen im Grundbuch vorgenommen. Sollten aber während der Ehe aus gemeinsamen Einkommen an dem Haus Wertsteigerungen entstanden sein, ist da im Zuge einer Scheidung anteilig Ausgleich zu schaffen.

Blume17 15.06.2011, 17:14

Hi, Danke für Deine Antwort. Was meinst Du denn mit Veränderungen im Grundbuch ???Eintragung eines lebenslanges Wohnrechtes ???

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Heisser Tipp: Heirate einfach nicht, dann haste diese Sorgen überhaupt nicht!

Heiraten ist der größte Schwachsinn aller Zeiten. Gibt nur Stress und im nachhinein übelsten Ärger!

90% aller Ehen werden wieder geschieden.

Blume17 15.06.2011, 17:20

Hi,Du scheinst ja sehr schlechte Erfahrungen gemacht zu haben.Willst Du allein bleiben. Es gibt immer Vor und Nachteile.

Außerdem kannst Du Dich doch absichern. Ehevertrag .....

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Wenn im Ehevertrag nicht anders festgelegt, gehört die eine hälfte dann ihr

Blume17 15.06.2011, 17:08

Hi, Danke für Deine Antwort. Aber, ich bin vor der Hochzeit Eigentümer. Dann werde ich das doch auch bleiben, wenn es schief geht.

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