Haus von der Oma kaufen?

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10 Antworten

Den einzigen Knackpunkt, den du hier hast ist deine Mutter (= Tochter der Oma). Solange die noch lebt und zB in dem Vertrag auf ihren Pflichtteil verzichtet, kann deine Oma dir das Haus bedenkenlos schenken. Da deine Mutter noch lebt, haben deine Geschwister keine Ansprüche gegen die Oma. Deine Schwestern musst du nur auszahlen, wenn deine Oma darauf- aus Gerechtigkeitsgründen-  besteht. Wobei ich hier die moralische Verpflichtung zur Auszahlung nur bei deiner Mutter sehe. 

Auf einen  Erwerb durch den Freund würde ich dringend abraten! Wenn die Oma auf eine Bezahlung deiner Schwestern besteht, will sie auch, dass das Haus in der Familie bleibt. Mal abgesehen davon, dass du im Fall einer Trennung keine Ansprüche gegenüber dem Freund hast. 

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1. Kann meine Oma mir das Haus verkaufen, ohne das Ich meine beiden Geschwistern, oder meine Mama auszahlen muss?

Ja natürlich. Die Oma kann mit Ihren Vermögen machen was sie will.

2. Für wie viel muss man das Haus verkaufen?

Für so viel man will. Weicht der Wert zu stark ab, handelt es sich um eine gemischte Schenkung. Das heißt die Differenz wischen Kaufpreis und Verkehrswert wäre eine Schenkung.

Das spielt z.B. beim Pflichtteil eine Rolle, wenn die Oma innerhalb von 10 Jahren stirbt. Ob tatsächlich ein Pflichtteilergänzungsanspruch entsteht, hängt dann aber von der Zeit und der verbleibenden Erbmasse ab. Letztlich wird so gerechnet. Der Wert der Schenkung wird pro Jahr um 10% abgeschmolzen. Der Schenkungswert und Nachlasswert addiert durch 2 geteilt und der Nachlasswert wieder subtrahiert. Folglich spielt das mit den Pflichtteil nur eine Rolle wenn der abgeschmolzene Schenkungswert über den Nachlasswert liegt.  Letztlich brauchen Sie sich da also wenige Gedanken machen.

Wenn ich das Haus kaufen würde, und meine Schwerstern trotzdem
ausbezahlen müsste, wie währe es dann wenn mein Freund das Haus kaufen würde ?

Disbezüglich ist es ist egal wer das Haus kauft.


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Der Preis ist eine Frage der Verhandlung und sollte aus grunderwerbsteuerlich angemessen erscheinen, damit das Finanzamt keine verdeckte Schenkung vermuten kann.

Ansprüche Dritter, hier Ihres Vaters oder Ihrer Mutter als jeweils erb- oder pflichtteilsberechtigtes Kind nach der Großmutter verjähren nach 10 Jahren; also die Oma schön pflegen, damit sie noch die zehn Jahre durchhält!

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Für den Fall gibt es eine ganz klare Linie:

1. Wenn die Oma das Haus zum Verkehrswert oder allenfalls 10 - 15% darunter an Sie verkauft, werden sie nach dem Tod Omas keine Ansprüche von Erben oder Pflichtteilsberechtigten zu erfüllen haben.  Denn die Oma kann zu Lebzeiten frei über ihr Vermögen verfügen, es verkaufen, wie sie es will und zu welchem Preis auch immer..

2. Wenn der Preis für das Haus aber mehr als 15% unter Wert angesetzt wird, handelt es sich rechtlich um eine "gemischte Schenkung". Daran kann die Oma auch niemande hindern; erbrechtlich hätte das aber, also nach Omas Tod, eine Folge:

3. Wenn die Oma innerhalb 10 Jahren seit der "gemischten Schenkung" verstirbt, können Pflichtteilsberechtigte der Oma (Kinder bzw. bei deren Wegfall die Enkel) verlangen, dass der  Differenzbetrag zwischen dem Wert des Hauses und dem für die Übertragung angesetzten Preis fiktiv (d.h. rein rechnerisch) dem Nachlass zugeschlagen und der Pflichtteil aus dem so erhöhten Wert ermittelt wird. Juristisch nennt man das "Pflichtteils-ergänzungsanspruch" , § 2325 BGB). Seit ein paar Jahren gibt es aber die Regelung, dass der Schenkungswert (in Ihrem Fall also die Differenz zwischen Hauswert und Ihrem Erwerbspreis) nur beim Erbfall (Tod der Oma) innerhalb des ersten Jahres seit der Schenkung zu 100% zugerechnet wird, dann aber jährlich um 10% absinkt ("abschmilzt"), bis er nach 10 Jahren auf 0% abgeschmolzen ist und dann eben nicht mehr bei der Ermittlung des Nachlasswererts berücksichtigt wird. 

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Deine Oma kann ihr Haus (ihr Eigentum) verkaufen, an wen sie will und die Höhe bestimmt sie.
Warum solltest du deine Mutter oder deine Schwestern in irgendeiner Form auszahlen (das wäre ja sonst ein sehr teurer Kauf, das Haus bezahlen und dann noch die Familie auszahlen)?
Deine Oma erhält Geld, wie sie dieses dann testamentarisch vererbt kann sie selbst bestimmen. Ohne Testament gibt es eine rechtliche Erbfolge, unabhängig davon, ob du oder eine andere Person ihr Haus einmal gekauft hat.
Wenn deine Oma oder du eine Rechtsschutzversicherung habt, dann könnt ihr euch ja bei einem Rechtsanwalt erkundigen, was die beste Vorgangsweise ist.

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Kommentar von Lauuura
02.02.2017, 11:16

geht das auch wenn Sie mir das Haus unter dem Wert verkauft?

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wenn sie es an dich zu ihren Lebzeiten verkauft, bekommen deine Geschwister nichts, dann ist es deins. egal wie hoch der preis ist, ihr legt es ja notariell fest

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Kommentar von markusb0815
02.02.2017, 11:08

Das kommt aber dann einer Schenkung gleich. Und falls die innerhalb von 10 Jahren zum möglichen Ableben der OMA stattfand würde die auch noch unter das Erbrecht fallen. Ganz so simpel ist es vermutlich nicht.

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Hallo,

Ein Hausverkauf unter Wert ist grundsätzlich möglich. 

Deine Geschwister,Mutter haben nichts damit zu tun bzw sie können nur

rechtlich einschreiten wen der Verkauf unter Wert erfolgt bzw der Verdacht besteht du möchtest deine Oma über das Kreuz legen.

Wenn du das Haus deiner Oma kaufst fallen keine Grunderwerbssteuern an.

Kauft es dein Freund werden diese Anfallen.

Hier siehst du die Höhe :

http://www.zinsen-berechnen.de/grunderwerbsteuer/bundeslaender.php

Wenn alles über die Bühne geht hat deine Oma doch nur das Haus gegen Geld getauscht .

Insofern ist das Erbe nicht mehr das Haus sondern der Erlös für das Haus.

Grundsätzlich kann ein Vertrag angefochten werden, wenn man sich bei der Abgabe der Willenserklärung zum Vertragsschluss geirrt hat; § 119 BGB oder wenn man getäuscht oder bedroht worden ist; § 123 BGB. Ob solche Anfechtungsgründe vorliegen, kann von hier nicht beurteilt werden. Nach Ihrer Schilderung kann ich jedenfalls keine solchen Gründe erkennen. 


Ich hoffe ich konnte dir helfen 







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Wenn du das Haus zu einem realistischen Marktwert kaufst und auch wirklich bezahlst brauchst du theoretisch niemandem etwas ausbezahlen.

Ein evtl Erbe käme dann ja von dem Geld was du anbdeine Oma bezahlt hast.

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Deine Oma lebt ja noch, also kann sie das Haus verkaufen, an wen immer sie will, auch an dich! An deine Schwestern oder deine Mutter mußt du nichts bezahlen.


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Kommentar von Lauuura
02.02.2017, 11:08

Auch wenn Ich es unter dem Marktwert kaufe?

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Nur wenn deine Oma dir das Haus veerbt, kann es kompliziert werden.

Wenn Du es kaufst, bist du der Eigentümer und musst niemanden ausbezahlen.

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Kommentar von Lauuura
02.02.2017, 11:05

Kann meine Schwester danach nicht kommen und Ihren Pflichtanteil einfordern??

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