Haus verkauft und die Mieter werden rausgeschmissen. Was tun?

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7 Antworten

habe eben von meinem Nachbarn mitbekommen dass er mit dem neuen Vermieter unseres Hauses gesprochen hat und er ihm gesagt hat dass er das Haus jetzt abgekauft hat und die jetzigen Mieter raus müssen da an dieser Stell was Neues gebaut wird. 

Hören kann man viel. Der alte Vermieter oder der neue Eigentümer müssen schon einen Nachweis bringen, dass das Haus verkauft wurde; sprich die Grundbucheintragung zeigen lassen.

Dann kann der Vermieter fristgerecht kündigen wegen Abriss des Hauses.

Jetzt wurde aber das Haus verkauft,

Weißt Du woher?

 ich habe sehr viel hier in die Wohnung investiert um das Ganze zu renovieren. 

Das ist dann leider Dein Pech.

Ich habe momentan kein Geld für den Umzug und auf der Arbeit sieht es gerade sehr brenzlich aus, so dass ich wahrscheinlich in den nächsten Tagen gekündigt werde und dann Hartz 4 beziehen muss. Das macht die Sache noch problematischer, denn wenn ich dann aus der Wohnung raus muss, habe ich höchstwahrscheinlich keinen Job mehr und wie soll ich denn bitte als Hartz4 Empfänger eine Wohnung bekommen? 

Wenn die Miete zu hoch sein sollte und Du länger vom Jobcenter Geld beziehen müsstest, musst Du eh umziehen.

Und wie ich gehört habe, muss das alles innerhalb von 3 Monaten stattfinden nachdem man die Kündigung bekommen hat. 

Drei Monate gilt nur für Kündigung durch den Mieter; durch Vermieter je nach Wohndauer bis zu 9 Monaten.

Rufe den Vermieter schon seit Tagen an, aber er geht nicht ran. Hatte schon mal jemand von euch einen ähnlichen Fall? 

Solange kein Eigentumsnachweis eines Käufers vorliegt und keine schriftliche wirksame Kündigung erfolgt ist, Füße stillhalten.

Grundsätzlich wegen der Nachweisbarkeit immer schriftlich verkehren.

Sollte eine Kündigung erfolgen, dann auf Wirksamkeit prüfen lassen.

Sollte die Kündigung aus irgendwelchen Gründen unwirksam sein, dann auch wieder nichts machen, denn man muss den Vermieter nicht auf seine Fehler hinweisen.

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"Jetzt wurde das Haus verkauft." Ist das auch eine Spekulation oder woher stammt diese Nachricht?

Solange der alte Eigentümer nicht mitteilt, dass er an nn verkauft hat, und der neue Eigentümer sich nicht bei dir meldet, kannst du die Füße still halten. 

Prinzipiell ist es möglich, dass das Haus abgerissen und ein neues gebaut wird. Daher müssen die Mieter gekündigt werden. Der Kündigungsgrund ist zulässig.

Wenn du Geld ohne Rücksprache mit dem Eigentümer in die Mietwohnung investiert hast, kannst du keinen Wertersatz erwarten.

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Solang die schriftliche Kündigung (Verwertungskündigung) nicht vorliegt, ist alles Andere reine Angstmache um die Mieter loszuwerden. Möglicherweise will er nur neu an besser zahlende Mieter vermieten oder an Flüchtlinge. Letzteres ist ja quasi ein Goldesel geworden.

Zunächst muss er alle Mietverträge unverändert übernehmen. Dann muss er, bevor er kündigen darf, im Grundbuch eingetragen sein, Außerdem braucht er für den Abriss eine Genehmigung. Das kannst du beim Bauamt nachfragen.

Also: Abwarten und Tee trinken.

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Die 3-Monats-Frist gilt nur, wenn man unter 5 Jahren dort wohnt. ab 5 Jahren sind es 6, ab 8 Jahren 9 Monate Kündigungsfrist.

Wenn man in der Zeit nicht gefunden hat, muss der Vermieter die Mieter rausklagen, das dauert nochmal Monate.

Leuten mit ALG II Bezug können Hilfe über das örtliche Wohnungsamt bekommen.

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Ob das Haus verkauft wurde, werden Sie vom Vermieter und einem etwaigen Neueigentümer erfahren. Nachbarn sind keine verlässliche Informationsquelle. Ab Kündigung haben Sie 3 Monate oder länger Zeit, in Härtefällen noch länger, eine neue Wohnung zu suchen. Kauf bricht nicht Miete, der neue Eigentümer muss Sie übernehmen, kann aber auf Eigenbedarf kündigen. Da können Sie nichts gegen machen.


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ob du wirklich einen neuen vermieter bekommen hast, solltest du spätestens bei der entsprechenden mitteilung bemerken. hast du schon eine bekommen? bist du benachrichtigt worden, dass sich die konto-nr. für deine mietzahlungen geändert hat? wenn das alles nicht der fall ist, kannst du erstmal abwarten; das hören-sagen bringt hier nichts.

außerdem staffelt sich die kündigungsfrist (für den vermieter) nach der länge der mietdauer. wohnst du dort schon länger als 5 jahre oder gar 8?

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Das verstehe ich nicht. Denn dank dem Schröder übernimmt doch das Jobcenter alle Kosten und Lasten der Unterkunft und ggf. den Umzug, die fehlende Erstausstattung und die Schönheitsreparaturen und vieles mehr.

Und ich kann mir auch nicht vorstellen, daß ein Vermieter Euch tragen kann und dann auch noch schmeißen wird. Viel Glück.

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