Haus soll verkauft werden, was ist mit Mietvertrag?

14 Antworten

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Alles, was Du oben schreibst, ist richtig !!!!

Kündigung wegen Eigenbedarf ist zwar möglich, wenn der neue Eigentümer NACHWEISLICH Bedarf hat.

Aber da gibt es Wartefristen, die regional etwas unterschiedlich sind. Bei uns in Hamburg muss ein Eigentümer bei Eigenbedarf 10 Jahre (!) warten .

Insgesamt: Ganz ruhig bleiben und warten, was kommt . Auf jeden Fall habt ihr viel Zeit.

Und: Du weisst ja gar nicht, ob der eventuelle Eigenbedarf überhaupt Eure Wohnung trifft, falls mehrere WE´s im Haus sind.

Ok und du weißt nicht rein zufällig wie lange diese Frist bei uns im Saarland ist?

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@Chloe0487

Zunächst nochmal die Regelung aus der Veröffentlichung des Mieterschutzbunds (das ist die offizielle Version zum derzeitigen Stand):

Die jeweiligen Landesregierungen können durch Rechtsverordnung festlegen, dass sich die Kündigungssperrfrist in bestimmten Gemeinden oder Teilen von Gemeinden von 3 auf bis zu 10 Jahre verlängert. Voraussetzung dafür ist, dass dort die „ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit Mietwohnungen zu angemessenen Bedingungen besonders gefährdet“ ist. Je nachdem wie angespannt die Wohnungsmarktsituation ist, können die Länder nach der Mietrechtsreform – das ist neu – Kündigungssperrfristen von 4, 5, 6, 7, 8, 9 oder auch 10 Jahren bestimmen (bisher konnte nur entweder auf 5 oder 10 Jahre verlängert werden).

Bez. der Schutzfristen bei Euch muss ich wahrsch. sogar die Stadt wissen.

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@OnkelBerni

Also, wir wohnen in der Gemeinde Mettlach, Landkreis Merzig-Wadern! Eine Stadt ist das nicht wirklich, eher ein Kuhkaff :-)

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@OnkelBerni

Chloe, ob es solche Schutzfristen bei Euch in der Gemeinde überhaupt gibt, und wie lange diese ggf. dauern , musst Du beim deutschen Mieterbund oder einem Anwalt für Mietrecht oder der Gemeindeverwaltung erfragen. Das ist nicht im Netz feststellbar.

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Diese Wartefristen gelten aber nur wenn die Wohnungen vor dem Verkauf in Eigentumswohnungen umgewandelt werden.

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@anitari

Nein, Anitari, das hat damit nichts zu tun.

Die Schutzregeln bei Aufteilung von Wohnungseigentum und Erstverkauf haben hiermit nichts zu tun.

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@OnkelBerni

Lieber Bernstorffi,

für mich liest der § 577a BGB aber gaaanz anders. Da geht ausschließlich, so verstehe ich das jedenfalls, um Eigentumswohnungen.

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@anitari

Hi Anitari, es geht NICHT um Kündigungsbeschränkung bei Wohnungsumwandlung = § 577a . Es geht gar nicht um Umwandlung gem. WEG.

Es geht um (besondere) Rechtsverordnungen der Landesregierungen zu Kündigungssperrfristen bei Eigenbedarfskündigungen.

Hier nochmal der Text:

Die jeweiligen Landesregierungen können durch Rechtsverordnung festlegen, dass sich die Kündigungssperrfrist in bestimmten Gemeinden oder Teilen von Gemeinden von 3 auf bis zu 10 Jahre verlängert. Voraussetzung dafür ist, dass dort die „ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit Mietwohnungen zu angemessenen Bedingungen besonders gefährdet“ ist. Je nachdem wie angespannt die Wohnungsmarktsituation ist, können die Länder nach der Mietrechtsreform – das ist neu – Kündigungssperrfristen von 4, 5, 6, 7, 8, 9 oder auch 10 Jahren bestimmen (bisher konnte nur entweder auf 5 oder 10 Jahre verlängert werden).

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Hallo Bernstorffi,

das "Aber da gibt es Wartefristen, die regional etwas unterschiedlich sind. Bei uns in Hamburg muss ein Eigentümer bei Eigenbedarf 10 Jahre (!) warten"

ist so wie du es geschrieben hast NICHT richtig!

Fall der neue Vermieter einen gesetzlich zulässigen Kündigunggrund hat, gelten die normalen gesetzlichen Fristen. Diese bemesen sich in Monaten - nicht in Jahren!

Das was du meinst ist ein Sondefall: Wenn nach dem Mietvertragsabschluss ein Haus in Eigentumswohnungen aufgeteilt wird, dann und nur dann gilt eine gesetzliche Kündigungssperrfrist für Eigenbedarfskündigung von 3 Jahren, die die Gemeinde bei dringendem Wohnungsbedarf per Satzung auf bis zu 10 Jahre erweitern kann.

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@Vermieterheini1

Vermieterheini, NEIN !!!!

Du meinst § 577a .

Es geht um (besondere) Rechtsverordnungen der Landesregierungen zu Kündigungssperrfristen bei Eigenbedarfskündigungen.

Kann das mal einer unterscheiden hier ?

Bitte alle Kommentare zu der Antwort auch lesen. Dann wird klar, wie die Rechtslage derzeit ist.

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Also, im Prinzip kann einem aufgrund eines Verkaufes NICHT so ohne weiteres gekündigt werden. Es heisst "Kauf bricht Miete nicht". Auch wie Andere schreiben VOR dem Verkauf kündigen geht NICHT. Dazu müssten die Betriebskosten die Einnahmen übersteigen. Das giltet aber nicht, wenn nur ein Teil vermietet ist obwohl dies machbar wäre. Die Immobilie müsste wirklich renovierungsbedürftig sein und nur dadurch könnte man neue Mieter finden...dann wäre dies eine "wirtschaftliche Notwendigkeit" einer Entmietung...ansonsten nicht. Und falls in deinem Falle der Neueigentümer Eigenbedarf anmeldet geht das auch nicht so einfach wie manche das hier schreiben. Der Käufer muss dann GANZ GENAU darstellen, warum es unbedingt diese Immobilie sein musste und nicht eine Andere. Kann er das nicht und hat "nur" gekauft weil sie ihm gut gefallen hat und er einen schönen Ausblick hat, reicht das NICHT aus. Nur gerichtliche Zwangsversteigerungen lösen Mietverträge auf. Deshalb werden vermietete Immobilien meist mit Abschlag angeboten, oder man einigt sich auf eine gütliche Lösung...Mieter zieht freiwillig aus und der Vermieter zahlt z. B. die Umzugskosten. Das kommt oft günstiger als der Preisabschlag beim Verkauf.

Du hast dir deine Frage doch bereits selbst beantwortet. Wenn der neue Besitzer selbst oder seine nahen Angehörigen in das Haus einziehen wollen, haben sie ein Kündigungsrecht. Selbstverständlich gelten die normalen Kündigungsfristen.

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