Haus soll verkauft werden

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3 Antworten

Der Verkauf ist kein Kündigungsgrund, das wäre nur Eigenbedarf, also wenn sie selber oder ein naher Angehöriger einziehen will.

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Kommentar von caternzwerg
11.10.2010, 22:24

Jetzt fehlt der Rest der Antwort... hier nochmal: Der neue Besitzer könnte kündigen - wegen Eigenbedarfs. Dann möchte er aber vermutlich selber renovieren. Da er in den bestehenen Mietvertrag mit allen Rechten und Pflichten eintritt, und da man sich als Mieter wehren kann, kann es schonmal lange dauern, bis der neue Besitzer sein Eigenheim beziehen kann. Das wissen die Meisten - deshalb kann man (wenn man denn sowieso ausziehen will) verhandeln: Früherer Auszug gegen Erlass der Renovierung (wenn diese im Mietvertrag vereinbart war). Ansonsten würde ich zum Eintritt in den Mieterbund raten, ist nicht so teuer - aber hilfreich!

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Der Vermieter kann nicht kündigen, nur weil er das Haus verkaufen will.

Erst der Erwerber des Grundstücks kann eine rechtswirksame Kündigung gegen den Mieter bei Vorliegen eines berechtigten Interesses aussprechen (§ 57 a ZVG; BGH RE WM 82, 178).

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Sie müssen nicht ausziehen! Ihr Mietvertrag ist auch für den neuen Eigentümer bindend! Alles bleibt wie gehabt. Kauf bricht nicht Miete. LG, pap.

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Kommentar von user668
03.12.2010, 00:03

Diese Antwort ist falsch!

Wenn der Käufer darauf besteht dass er sein neues Haus entmietet übernimmt habt Ihr schlechte Karten.

Ich zitiere hier mal den §573

§ 573 Ordentliche Kündigung des Vermieters.(1) Der Vermieter kann nur kündigen, wenn er ein berechtigtes Interesse an der Beendigung des Mietverhältnisses hat. Die Kündigung zum Zwecke der Mieterhöhung ist ausgeschlossen.

(2) Ein berechtigtes Interesse des Vermieters an der Beendigung des Mietverhältnisses liegt insbesondere vor, wenn

1.der Mieter seine vertraglichen Pflichten schuldhaft nicht unerheblich verletzt hat, 2.der Vermieter die Räume als Wohnung für sich, seine Familienangehörigen oder Angehörige seines Haushalts benötigt oder 3.der Vermieter durch die Fortsetzung des Mietverhältnisses an einer angemessenen wirtschaftlichen Verwertung des Grundstücks gehindert und dadurch erhebliche Nachteile erleiden würde; die Möglichkeit, durch eine anderweitige Vermietung als Wohnraum eine höhere Miete zu erzielen, bleibt außer Betracht; der Vermieter kann sich auch nicht darauf berufen, dass er die Mieträume im Zusammenhang mit einer beabsichtigten oder nach Überlassung an den Mieter erfolgten Begründung von Wohnungseigentum veräußern will. (3) Die Gründe für ein berechtigtes Interesse des Vermieters sind in dem Kündigungsschreiben anzugeben. Andere Gründe werden nur berücksichtigt, soweit sie nachträglich entstanden sind.

(4) Eine zum Nachteil des Mieters abweichende Vereinbarung ist unwirksam.

§573 2.3 klärt es also eindeutig. Vor Verkauf wird seitens des Vermieter innerhalb der gesetzlichen Frist gekündigt. Die Begründung hat der Vermieter: angemessene wirtschaftliche Verwertung

folglich ist die Kündigungsfrist in Eurem Fall drei Monate.

Jeder kluge Verkäufer und Käufer betreiben das so.

Das war keine Rechtsberatung und spiegelt nur meine Meinung und Erfahrung wider.

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