Haus kaufen von Privat ohne Makler?

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5 Antworten

Sofern Sie mit dem Makler wegen just dieses Hauses in Kontakt waren und der "Wind davon bekommt" seine Ursächlichkeit für das Zustandekommen eines Kaufvertrages nachweisen kann, dann könnte eine Forderung auf Sie zukommen; sonst nicht.

wenn Sie mit dem Makler eine Besichtigung durchgeführt haben, haben Sie durch schlüssiges Handeln mit dem Makler einen Maklervertrag geschlossen. Das bestätigt Ihnen jeder kundige Anwalt. Ist die Forderung des Maklers nach Provision (schriftlich) basiert auf Nachweis und Vermittlung, dann muss beides erfüllt sein und Sie zahlen nichts, da er in Ihrem Fall nichts vermittelt hat. Es kommt ja kein Kaufvertrag durch seine aktive Tätigkeit zustande. Fordert der Makler allerdings die Provision für Nachweis oder Vermittlung, dann müssen Sie zahlen. Schauen Sie in dessen Exposé oder AGB nach was dort genau drinsteht.

Das kommt auf den Zeitraum (März 2014) an, der dazwischen liegt. Sollte der Kauf innerhalb von einem Jahr erfolgen ist die Provision in der Regel noch zu bezahlen, da die Tätigkeit des Maklers zumindest mitursächlich war. nach einem Jahr müßte der Makler den Nachweis (Beweisumkehr) bringen, dass seine Tätigkeit noch mitursächlich war, was aber dann schwer zu beweisen sein wird. Ich denke Sie sind erst im April 2015 auf der sichern Seite.

Aber manchmal hilft vorheriges Verhandeln. d. h,, wenn Sie mit dem Makler sprechen, dass Sie das Objekt erwerben wollen, wie er Ihnen entgegen kommen wird. Andernfalls sollten Sie damit drohen, das Haus nicht zu kaufen, dann verdient auch der Makler nichts. Wenn Sie es aber innerhalb der Jahresfrist kaufen, kommen Sie und ggf. auch der Verkäufer um die Provision nicht herum.

Also vorher genau überlegen und verhandeln, als hinterher herumstreiten :)

Er hat dann das Recht auf Courtage, wenn er euch den Erstnachweis beweisen kann. Das erfolgt indem ihr mit ihm mehrfach Kontakt hattet zu diesem Objekt, er euch ein Exposé ausgehändigt oder zugeschickt hat oder ihr es mit ihm besichtigt habt. Habt ihr bei ihm etwas unterschrieben (Objektnachweis etc.)?

Bjoern26434 20.09.2014, 11:00

Wir haben mit dem Makler besichtigt aber keinen Objektnachweis unterschrieben ...

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HawaiiMyLove 20.09.2014, 11:04
@Bjoern26434

Es wird aber sicherlich einen Schriftverkehr über die Terminvereinbarung geben, oder wurde wirklich alles nur mündlich vereinbart? Was mir noch eingefallen ist. Es gibt seit dem 13.06.2014 das Widerrufsrecht, das gem. dem Telemediengesetz seit dem Zeitpunkt auch für Maklerverträge gilt, wenn sie außerhalb der Geschäftsräume des Maklers geschlossen worden sind. Wenn ihr nicht bei ihm gewesen seid, sondern nur am Objekt, kann man das geltend machen. Ist das schon länger als zwei Wochen her?

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Bjoern26434 20.09.2014, 11:14
@HawaiiMyLove

Wir hatten im März mit dem Makler zu tun. Waren auch nur mit Ihm am Objekt nie in seinem Büro ... Der Makler hatte uns seinerzeit nur das Exposé des Objektes gemailt und uns dann am Haus getroffen.

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HawaiiMyLove 20.09.2014, 11:16
@Bjoern26434

Das Zumailen des Exposés und die anschließende Besichtigung kann als Erstnachweis gewertet werden. Hier ist Vorsicht geboten, insbesondere wenn er mitkriegt, dass das Haus an euch verkauft wurde. Leider kommt man aus dieser Sache nur schwer raus, auch wenn der Vertrag des Eigentümers mit dem Makler schon gekündigt wurde, was offensichtlich so ist.

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Bjoern26434 20.09.2014, 11:24
@HawaiiMyLove

Die Eigentümer hatten nie einen Alleinauftrag vergeben. Makler durfte das nur mit anbieten, vorbehaltlich der Möglichkeit des privaten Verkaufs des Objektes.

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XXungerechtXX 20.09.2014, 11:27
@Bjoern26434

Dann brauchst du dir keinen Kopf zu machen. Mein Bruder hat auch ein Haus gekauft, dass er gesehen hat und ist direkt an den Verkäufer ran getreten. Der Makler hat keinen Pfennig gesehen, weil er keinen Alleinauftrag hatte und auch keine Arbeit mit meinem Bruder hatte.

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HawaiiMyLove 20.09.2014, 11:33
@XXungerechtXX

Dann ist der Makler selten dämlich, wenn ihr an einen Profi kommt, bezahlt ihr. Das hat mit einem Alleinauftrag überhaupt nichts zu tun, denn ein Maklervertrag kann auch mündlich durch sog. konkludentes Handeln geschlossen werden. Deshalb sind solche Äußerungen hier völlig fehl am Platze und bedeuten, dass ihr dem Frager hier gefährliches Halbwissen vermitteln wollt!

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HawaiiMyLove 20.09.2014, 11:38
@XXungerechtXX

Leute, hört auf mit dem Zeugs. Ich bin Immobilienprofi und habe schon mehrere Immobilien gekauft und verkauft, haltet euch mit solchen Außerungen zurück und verweist nicht auf die Einfältigkeit eines Maklers, der wohl von seinem Job keine Ahnung hat, das kann im Sinne des Fragers hier in die Hose gehen!

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Bjoern26434 20.09.2014, 11:51
@HawaiiMyLove

Mir geht es hier nicht darum jemandem seine verdiente Entlohnung zu verwehren. Wenn es so ist dann ist es so das der Makler die Provision verdient hat. Aber jeder von uns versucht ja zu sparen wo er kann. Wir reden hier ja nicht über 500,-- € sondern über eine vierstellige Summe mit der man sicher gut Tapeten und Fussböden kaufen kann.

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schelm1 20.09.2014, 17:52
@Bjoern26434

Kommt es zu einem Verfahren, dann werden Sie noch deutlich weniger Geld für Tapeten etc. übrig halten! Da kommt ein ganz schöner Streitwert mit den entsprechend hohen Gerichts- und Anwaltskosten auf Sie zu! Nach Ihrer Schilderung ist die Provision verdient! Das Gericht wird Ihnen dies teuer bestätigen!

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Bjoern26434 20.09.2014, 21:41
@schelm1

Wie gesagt ich will niemandem was vorenthalten war ne reine Erkundigung der Rechtslage. Was Recht ist soll recht bleiben.

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Von Euch hat der Immobilienhai nichts zu fordern, denn Ihr seid doch mit dem keine Vereinbarung eingegangen.

Möglichweise liegt noch ein fortwirkender Vertrag zwischen dem Hauseigentümer und dem Immobilienhai seit dem ersten Angebot vom März vor. Das braucht Euch aber nicht zu interessieren. Wenn der jetzige Eigentümer auf eigene Rechnung direkt anbietet, ist jedenfalls für Euch der Immobilienhai außen vor.

Bjoern26434 20.09.2014, 10:59

Die Eigentümer haben dem Makler keinen Alleinauftrag erteilt dürfen also ohne Makler veräussern ...

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schelm1 20.09.2014, 11:07
Im März 2014 wurde uns von einem hiesigen Makler ein Objekt angeboten, jedoch konnten wir damals noch nicht Kaufen .... Zwischenzeitlicch war das Haus dann auch in vergessenheit geraten >

Da dürfte dann sehr wohl der Anspruch des Maklers gerechtfertigt sein!?!

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XXungerechtXX 20.09.2014, 11:24
@schelm1

Nein, wenn der Makler keinen Alleinvertrag hat, dann darf der Eigentümer es auch veräußern. Der Maklervertrag besteht zwischen dem Eigentümer und dem Makler...der Interessent hat nichts damit zu tun.

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schelm1 20.09.2014, 17:47
@XXungerechtXX

Hier geht es nicht um den Verkäufer, der in seinem Handeln frei sein kann! Es veräußert stets der Eigentümer und nicht ein Makler! Erwirbt aber vom Eigentümer ein Käufer, der auf die Gelegenheit zum Abschluß eines Kaufvertrages auf das Objekt vom Makler aufmerksam gemacht wurde und der zudem in der Folge auch noch Leistungen des Maklers - Besichtigung; Exposé etc. - in Anspruch genommen hat, so besteht der Anspruch des Makler zurecht; dies gilt auch für den Fall, dass der Käufer etwas Zeit verstreichen läßt, um so den Makler zu umgehen! Die Frist für für den Anspruch des Maklers beginnt hinsichtlich der Verjährung übrigens erst an dem Tag, an dem der Makler von dem Kauf erfährt!

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schelm1 20.09.2014, 11:07

Bleibt zu hoffen, dass der Makler nichts davon erfährt!?!

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