Haus, in welchem wir wohnen, wird verkauft. Eventuell Eigenbedarfskündigung. Keine neue Wohnung in der Umgebung. Was nun?

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8 Antworten

Bei einem Hausverkauf würde ggf. der Mietvertrag verfallen, so wie ich das mitbekommen habe ...

Da hast Du was Falsches mitbekommen. Der Käufer muß bestehende Mietverträge unverändert übernehmen.

Kauf bricht nicht Miete ist kein Sprichwort, sondern Gesetz. BGB §566

Insofern solltet Ihr erst mal Ruhe bewahren. So schnell verkauft sich kein Haus. Schon gar keins in dem Wohnungen vermietet sind. Und so einfach ist eine Eigenbedarfskündigung auch nicht.

Denn wir wohnen seit knapp 1 Jahr in einem Einfamilienhaus, welches für 2 Familien umgebaut wurde. Wir wohnen dort zur Miete im Dachgeschoss.

Und wer wohnt unten? Auch ein Mieter oder der aktuelle Vermieter?

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Kommentar von bwhoch2
02.12.2015, 17:09

Grundsätzlich ist es so, dass es Gegenden gibt, in denen der Gebrauchtmarkt für Häuser so gut wie leergefegt ist. Das liegt an den niedrigen Zinsen, die jeden potentiellen Hausverkäufer darüber nachdenken lassen, ob es sinnvoll ist, sein Haus zu verkaufen und das Geld dann anzulegen.

Zudem kann es gut sein, dass es ein Käufer gut findet, wenn er eine Wohnung selbst beziehen und die andere vermieten kann. Somit ist die Chance, drin bleiben zu können, gar nicht so schlecht.

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Hier geht's doch grundsätzlich um Mietrecht und nicht um Englisch oder Führerschein.Das ist subjektives Gequatsche von zwei Userherren.. 

Es steht in Betracht, dass dir die Wohnung weg. Eigenbedarf gekündigt wird. Noch ist das nicht geschehen. Klar machst du dir Sorgen was wäre wenn. Warte also ab und wappne dich durch Aneignung des Wissens, unter welchen Umständen eine EBK überhaupt wirksam ist. Da gibt es schon konkrete gesetzliche Vorgaben. Hinzu kommt auch dein Recht, wg. sozialer Härte der K. zu widersprechen. Da hast du unter der Gemengelage keine schlechten Aussichten. Als Empfänger von Transferleistungen bekommst du übrigends Beratungsbeihilfe sowie Prozesskostenhilfe. Dadurch kannst notwendigenfalls rechtsanwaltliche Unterstützung bekommen.

Warte also zunächst ab und mach's wie ich's schrieb.

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Kommentar von NeoGriever
04.12.2015, 14:02

Danke. Inzwischen hat sich das Ganze geklärt. Nicht der Hausbesitzer hat den Markler bestellt, sondern die Verwaltung, unter welchem der Hausbesitzer "eingeordnet" ist. Der hat erst am nächsten Tag davon erfahren, dass ein Markler das Haus kaufen wollen würde. Da hat er direkt einen Riegel vorgeschoben. Die Sache ist definitiv vom Tisch und wir sind Sicher :D

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Bei einem Hausverkauf würde ggf. der Mietvertrag verfallen, so wie ich das mitbekommen habe ...

Bei einem Hausverkauf muss der neue Eigentümer erstmal die bestehenden Mietverträge übernehmen. So wie sie sind. Natürlich hat er die Möglichkeit, wegen Eigenbedarfes zu kündigen. Das ist aber nicht so einfach. Erstmal muss er im Grundbuch eingetragen sein. Ein vermietetes Haus verkauft sich auch nicht so leicht. Dann müsste der neue Eigentümer nachweisen, warum er gerade eure Wohnung benötigt. Schließlich stehen noch zwei andere Wohnungen zur Verfügung.

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"Nun wird dieses Haus von der Hausverwaltung verkauft und uns wurde bereits gesagt, dass es wahrscheinlich ist, dass wir ggf. wegen Eigenbedarf gekündigt werden könnten."

Ist denn schon ein Käufer gefunden? Wenn es noch keinen Käufer gibt, kann die Hausverwaltung auch noch nicht wissen, ob wegen Eigenbedarf gekündigt wird. Die Wahrscheinlichkeit ist zwar vor allem bei einem Haus durchaus vorhanden, dass ein Käufer das Haus selbst nutzen möchte. Aber es kann genauso sein, dass jemand ein Haus zur Geldanlage sucht und deshalb gezielt ein bereits vermietetes Objekt kaufen möchte.

Es ist zwar gut, wenn du dich rechtzeitig um eine Lösung im Falle einer Kündigung bemühst, aber versuche doch erstmal möglichst ruhig zu bleiben und warte ab wer und vor allem wann das Haus kauft.

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Kommentar von bwhoch2
02.12.2015, 17:05

... und diese Zeit des Abwartens könnte man auch nutzen, um wenigstens für einen von Euch einen Job zu bekommen, um aus Hartz IV raus zu kommen.

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Kommentar von NeoGriever
03.12.2015, 03:35

Ein Käufer ist bereits gefunden. Morgen kommt dieser "Markler" und wird die Immobilie begutachten. Zu sagen wäre hierbei aber auch, dass der jetzt noch derzeitige Vermieter einen gewaltigen Verlust eingestrichen hat. Denn unsere "Nachbarn", die unter uns gewohnt hatten, haben über mehrere Monate hinweg keine Miete gezahlt, haben auf schriftliche, persöhnlich überreichte Kündigungen (fristgerecht) keinerlei Reaktionen gezeigt und sind vor etwa 1 Monat nahezu fluchtartig ausgezogen. Räumungsklage.

Dann haten diese noch 1 Woche zeit, um alles Mögliche aus der Wohnung zu holen. Da waren von Teppichen, über Möbel, Bilder, Küchenschränke, Kühlschränke, Tiefkühltruhen und tonnenweise Müll (in Säcken und Kartons) absolut ALLES dabei. Teilweise sogar "benutzte" Windeln der inzwischen 5 Jahre alten Tochter. Ich brauche nicht sagen, was DAS bedeutete.

Nachdem die Woche abgelaufen war, kam ein "Räumtrupp" in Form von 3 Männern angerückt. Einer davon hat sogar in der Wohnung übernachtet, um tag und nacht dort entrümpeln zu können. Ganze 12 Wochentage hat es gedauert, bis absolut ALLES entsorgt war. (Wir haben tatkräftig mitgeholfen. Insgesamt waren 7 Personen am Entrümpeln.) 3 große Schutt-Container wurdne voll beladen abtransportiert. Wohin weiß ich leider nicht. Schien aber nicht billig gewesen zu sein.

Seit der Entrümpelung sind die 3 Leute immernoch in der Wohnung und streichen sowie reparieren sämtliche Räume.

Es dürfte klar sein, dass der Verkauf unumgänglich ist, da der finanzielle Schaden durch diese Mietnomaden für den Vermieter nicht mehr tragbar ist. Letzte Lösung sah er wahrscheinlich darin, das Haus zu verkaufen.

Wir beten natürlich, dass der Nachfolger ebenso ein Vermieter bleibt, wie unser jetziger Vermieter. Es ist eine perfekte Gegend und eine genau passende Wohnung. Auf den Cent genau. Ich sage nur, dass die untere Wohnung mit 1200 Euro Miete (weiß jetzt nicht, ob kalt oder warm ...) eine verdammt große Wohnung ist. Dort gibt es sogar eine Sauna im ebenso gewaltigen Keller (Welche ebenfalls erst entrümpelt werden musste ...)

Und wie gesagt ist es derzeit (sowie auch bei der letzten Wohnungssuche) schier unmöglich, ohne das "Zudrückende Auge des Vermieters" eine Jobcenter-Gerechte Wohnung zu finden.

Als Information diesbezüglich muss gesagt sein, dass wir das Letzte mal, als wir die Kündigung erhielten, die gesamten 3 Monate INTENSIV (sogar mit Flugblättern) nach einer Wohnun gesucht haben. Dann kam der Auszug und wir hätten ohne die Eltern meiner Partnerin wahrscheinlich auf der Straße gesessen. Anfang Januar.

Über 9 Monate haben wir dann den Eltern meiner Partnerin auf der Pelle gehockt, bis dann endlich eine "Bruchbude" zur Verfügung stand, welche wir nehmen konnten. Zumindest kurzzeitig. Inzwischen ist das Gebäude, in welchem wir dort 2 Monate gewohnt haben, gesperrt wegen Baufälligkeit. Dann hat es nochmal 2 Monate gedauert, bis wir dann die jetzige Wohnung gefunden hatten. Natürlich haben wir sofort zugeschlagen. Und seit dem wohnen wir nun dort. Wir haben starke Angst davor, dass es mit der Wohnungssuche hier in der Gegend weiterhin so rabiat und mit solchen Wucherpreisen weitergeht. Die Bruchbude (33 m² für 490 kalt ... ) war zwar HarzIV-Gerecht, jedoch ... eine Bruchbude. Und SO kann man sich diesen gesamten Wohnungsmarkt vorstellen hier.

Es ist also wirklich nicht so, als wäre es hier einfach nur eine Obdachlosigkeit, vor welcher wir Angst haben. Sondern wir haben auch Angst davor, dass wir  Nichts dagegen unternehmen können.

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Hallo,

ich denke es trifft zu, dass Ihr zwei "ein ziemlich ernstes Problem" bekommen werdet.

In einem 2-Familienhaus die - wie bei Euch - nicht vom Vermieter mitbewohnt wird, hat der jetzige Vermieter bei vertragstreuem Verhalten keine Kündigungsmöglichkeit.

Findet er einen Käufer, der selbst in das 2-Fam.-Haus einzieht, sieht das anders aus. Hier kann Euch der neue Vermieter eine Kündigung ohne jegliche Begründung gem. § 573a BGB (Sonderkündigungsrecht) aussprechen. Er muss lediglich auf die gesetzliche Räumungsfrist von 3 Monaten noch zusätzliche 3 Monate darauf geben.

Gemäß § 574 BGB könntet Ihr rechtzeitigen Widerspruch gegen die Kündigung einlegen. Dafür benötigt Ihr allerdings handfeste Gründe und hilft auch nur Übergangsweise, also nicht auf Dauer.

Ihr hättet bei diesen Konstellationen überhaupt keine Chance, denn kein Anwalt wird Euch da "rausboxen" können.

Alles Gute und viel-viel Glück

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Ihr seid in Hartz IV und das einzige Hindernis, das Euch hindert, Arbeit zu finden ist die Tatsache, dass die Freundin seit einem Jahr den Führerschein macht und Dein Problem die fehlende Englisch-Note ist. Dabei seid ihr noch jung und eigentlich auch ungebunden, denn woher kommt diese absolute no-go-Limit:

(selbst 25 Kilometer Umkreis, was das absolute Limit ist!)

Für mich völlig unverständlich. Wenn es in diesem Umkreis keinen Job gibt, geht man eben da hin, wo es Jobs gibt. Erst gestern im Radio zu hören: "In Bayern gab es noch nie so viele offene Stellen, wie zur Zeit." Gesucht wird in allen Branchen. Besonders wird in der Security-Branche gesucht. Das kann man auch als Bürofachkraft machen, ist keine Baustelle und abhängig davon, wo man eingesetzt wird, auch keine schwere körperliche Arbeit.

Führerschein braucht man auch nicht unbedingt. Also mal los und Hartz IV beenden.

Die Wartezeit auf einen Job kann man im übrigen auch mit Englisch-Kursen überbrücken, dabei einige Tests machen und somit die fehlende Englisch-Qualifikation nach holen.

Wenn also das Haus verkauft ist, habt ihr 3 Monate + x Zeit, um eine neue Wohnung zu suchen. Die Eigenbedarfskündigung darf erst dann vom neuen Käufer geschrieben werden, wenn er auch im Grundbuch steht und das dauert seine Zeit (= x).

Diese Zeit müsste locker reichen, um eine Arbeit in einer Gegen zu finden, in der ihr wirklich gebraucht werdet. Im Bereich Security werden Ungelernte angelernt und wenn Du selbst noch fleißig Englisch lernst, wirst Du auch einen passenden Bürojob bekommen. Man muss nur wollen!

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Kommentar von NeoGriever
03.12.2015, 03:20

1. Der Führerschein kostet knapp über 900 Euro gesamt. Dabei sind die Prüfungsgebühren auch noch nicht drin. Krieg das mal als Einzelperson auf Anhieb zusammen.

2. "Für mich völlig unverständlich. Wenn es in diesem Umkreis keinen Job gibt, geht man eben da hin, wo es Jobs gibt" - Das mag bei dir so sein, wenn man keine Familie und keine Freunde mehr hat. Aber meine Partnerin lebt halt lieber in der Nähe ihrer Familie. Und Blut ist dicker als Wasser. Da brauchst du garnicht versuchen, dazwischen zu reden. 25 KM sind das, was das Harz IV-Budget als Mobilitätsreichweite zulässt. Mal abgesehen von den ganzen Schulden, die wir noch abstottern müssen ...

3. Englisch habe ich versucht, nachzuholen. Aber 170 Euro im Monat für das Nachholen von Englisch übersteigt schlichtweg das Budget unseres Harz IV Satzes. Bevor du jetzt nörgelst: "Dann beantrage es beim Amt." > Das Amt hat es, trotz zahlreicher (stichhaltiger) Begründungen vehement abgelehnt.

4. "Im Bereich Security ..." Nimm den Kaufhaus-Cop mal 2 und du hast schonmal mein Format. Und dann nochmal etwas mehr und es ist meine Partnerin. - Deine Argumentationen sind absolut wackelig und nicht einmal Ansatzweise auf unsere Situation angeglichen.

Und: Einfach in eine neue, größere Stadt ziehen, wo man weder Freunde, Familie noch ansatzweise Verwandte hat, ist ja wohl das LETZTE. Ich habe meine Familie vor 3 Jahren komplett verloren und bin so gesehen Waise. Ich bin von meinem Heimatort weggezogen, weil ich dort niemanden mehr hatte. Aber meine Partnerin ist hier an ihre (ziemlich große) Familie gebunden und wird sich nicht von dieser trennen. Und da ich definitiv eine 3 Jährige absolut perfekte Beziehung nicht einfach beende, um irgendwo in einer fremden Stadt einen Job zu kriegen, wo mich eh keiner kennt ... Nein danke.

Was hast du geglaubt, was du da geschrieben bzw. aufgestellt hast? Ein Hilfebeitrag, oder doch eher einen sarkastisch umschriebenen Pranger, welchen du dann noch durch die Blume formuliert hast.

Wenn es SO einfach wäre, hätte ich bereits lange ein Job.

English is not really hard to learn, because you can find english everywhere around us. But without any document about my english-skills, nobody want me. And it doesn't matter, wich references and skills for computer-works i already got. Only the documents referencing my knowledge.

Also denke nicht, ich wäre "blöd" und will nicht. Blöd bin ich bei weitem nicht und der Wille ist in Hülle und Fülle da. Der haken ist halt, dass es HIER in der Umgebung (Gründe für das Hierbleiben siehe oben) schlichtweg Nichts gibt, wo ich arbeiten KÖNNTE.

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Richtigerweise übernimmt der VM zwar mit Erwerb zunächst euren Mietvertrag, kann aber fristwahrend Eigenbedarfskündigung aussprechen. Und die auch durchsetzen.

Da sollte man zeitnah mit dem Amt über Lösungen beraten, die den Eigentümer nicht zu interessieren haben.

G imager761

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Macht ihr beiden noch eine Ausbildung, da ihr heute schon wissen könnt, dass ihr weiterhin Hartz IV beziehen werdet?

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Kommentar von NeoGriever
01.12.2015, 20:18

Meine Partnerin (25) hat keine Ausbildung und versucht seit über 1 jahr den Führerschein zu machen und ich (30) habe eine Ausbildung als Bürofachkraft, jedoch mit fehlender Note in Englisch auf den Zeugnissen. Körperlich sind wir beide nicht in der Lage, schwer zu arbeiten (baustelle oder so fällt schlichtweg weg). Daher sind wir uns ziemlich sicher, dass wir bis zur noch nicht ganz bekannten "Deadline" weiterhin Hartz IV beziehen werden.

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