Hauptverhandlung verhindern?

4 Antworten

Bei einer Strafsache wäre der Richter wäre der falsche Ansprechpartner. Ob es zu dem Eröffnen einer Hauptverhandlung kommt, entscheidet der Staatsanwalt. Er kann vom Verteidiger "überredet" werden, auf die Eröffnung der HV zu verzichten, wenn wegen Geringfügigkeit auch eine Geldstrafe möglich ist.

Die Richterin hat den Strafbefehl der StA wegen bedenken abgelehnt und Hauptverhandlung anberaumt.

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@Tweety1309

Dann wird es zu einer Hauptverhandlung kommen. Wenn die Richterin den Vorschlag des Staatsanwalts abgelehnt hat, dann musst du da durch.

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@wiki01

Aber warum bestehen dann Bedenken gegen den Erlass des Strafbefehls?

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@Tweety1309

Das weiß ich nicht. Dazu kenne ich deinen Fall nicht. Da muss etwas sein, bei dem die Richterin der Meinung ist, dass der Strafbefehl der Tat und Schuld nicht angemessen ist. Vielleicht will sie auch durch einen Beschluss einen Täter-Opfer-Ausgleich beschließen.

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@CarthorisCarter

Angeblich bestehen Zweifel im Sachverhalt. Sie will das in der HV erörtern

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Unsinn. Ob das Verfahren eröffnet wird und es zur Hauptverhandlung kommt, entscheidet nicht der Staatsanwalt, sondern der Richter.

Die Richterin hat möglicherweise den Erlass des Strafbefehls abgelehnt, weil sie über das Strafmaß im Strafbefehl hinausgehen will, oder die Beweislage nicht hinreichend klar ist, oder einfach nur aus "erzieherischen" Gründen, da der Eindruck auf einen Angeklagten viel nachhaltiger sein kann, wenn er eben nicht nur einen Strafbefehl per Post erhält, sondern tatsächlich vor Gericht erscheinen und Verantwortung übernehmen muss.

Ein weiterer Grund kann folgender sein: Da es in dem Verfahren, so wie ich es verstanden habe, um eine Körperverletzung geht, möchte der Verletzte sich vielleicht als Nebenkläger dem Verfahren anschließen. Das geht aber im Strafbefehlsverfahren nicht. Wenn die Richterin dem Verletzten die Möglichkeit geben möchte, sich mittels Nebenklage dem Verfahren anzuschließen, muss sie den Erlass des Strafbefehls ablehnen und ins Hauptverfahren übergehen.

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Der Statsanwalt erhebt die Anklage, ob die aber ausreicht, um eine Hauptverhandlung zu führen, entscheidet der Richter.

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Besser als mein Vorredner kann man es nicht ausdrücken

Unsinn. Ob das Verfahren eröffnet wird und es zur Hauptverhandlung kommt, entscheidet nicht der Staatsanwalt, sondern der Richter.

Die Richterin hat möglicherweise den Erlass des Strafbefehls abgelehnt, weil sie über das Strafmaß im Strafbefehl hinausgehen will, oder die Beweislage nicht hinreichend klar ist, oder einfach nur aus "erzieherischen" Gründen, da der Eindruck auf einen Angeklagten viel nachhaltiger sein kann, wenn er eben nicht nur einen Strafbefehl per Post erhält, sondern tatsächlich vor Gericht erscheinen und Verantwortung übernehmen muss.

Ein weiterer Grund kann folgender sein: Da es in dem Verfahren, so wie ich es verstanden habe, um eine Körperverletzung geht, möchte der Verletzte sich vielleicht als Nebenkläger dem Verfahren anschließen. Das geht aber im Strafbefehlsverfahren nicht. Wenn die Richterin dem Verletzten die Möglichkeit geben möchte, sich mittels Nebenklage dem Verfahren anzuschließen, muss sie den Erlass des Strafbefehls ablehnen und ins Hauptverfahren übergehen.

Also von Nebenklage steht nirgends etwas im der Ladung.. Als Zeuge ist nur die Dame aufgeführt. Ich habe ihr eig ein Schmerzensgeld in Höhe von 600 Euro gezahlt weil ich niemals wollte, dass Sie stürzt und sich verletzt. Die zuständige Staatsanwältin wollte das auch nach §153a gegen Geldauflage 500 Euro einstellen. Aber ihr Vorgesetzter hat dem nicht zugestimmt. Ich wurde 2007 mal wegen Untreue verurteilt 100 Tagessätze

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Verfahrensvorgang nach Betrugsfall?

Hallo Leute,

gegen mich wurde nach einem Betrugsfall ein Strafverfahren eingeleitet. Jetzt würde ich gerne wissen, was denn bestenfalls/schlimmstenfalls passieren könnte.

Um den Tathergang zu schildern:

Ich habe am 28.07.2017 auf der Plattform eBay-kleinanzeigen.de einen elektronischen Artikel im Wert von 30.- verkauft. Jedoch habe ich nach Zahlungseingang den Artikel nie losgeschickt. Jetzt bekam ich vor circa 3 Wochen ein Schreiben der Staatsanwaltschaft, dass ein Verfahren gegen mich eingeleitet wurde. Nachdem ich diesen Brief erhalten habe, habe ich Versucht, den Käufer zu kontaktieren und habe ebenfalls den Betrag zurück überwiesen. Allerdings hat sich der Käufer nie zurückgemeldet und nicht auf sonstige Versuche meinerseits Kontakt aufzunehmen reagiert. Da das eher ein Missgeschick als ein bewusster Betrugsversuch war, würde es mich interessieren, ob die Staatsanwaltschaft die Klage fallen lässt oder ob ich doch eine Strafe bekomme.

Dazu möchte ich sagen:

Zum Zeitpunkt der Tat war ich 17 Jahre alt und bin vorher polizeilich noch nie aufgefallen.

Vielen Dank schon mal im Voraus.

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