Hauptunterschiede christlich geprägte und islamisch geprägte Mentalität/Philosophie?

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5 Antworten

Ich muss sagen, da habe Ich zwar nicht soviel Ahnung, kann auch sein, dass Ich ein paar Vorurteile von beiden Seiten aus spreche (korrigiert mich, sollte Ich falsch liegen). Aber tendenziell sind gewisse Unterschiede:

Eine Christlich geprägte Gesellschaft besitzt zum Beispiel den oder das Zölibat. Das bedeutet lebenslange Keuschheit bis zum jüngsten Tag! Das besitzt der Islam nicht, da er das Mönchtum vollkommen ablehnt.

Im Islam wird kein Schweinefleisch gegessen, weil viele Moslem's behaupteten (persönliche Erfahrung), das Schwein sei ein "unreines Tier". Außerdem wird im Islam beschnitten, weil behauptet wird das sei Hygienischer.

Wie das mit dem Kopftuch und der Haube aussieht, da kann Ich nicht's sagen.

Christen haben viel mehr Feiertage als Moslem's. Moslem's wiederum strengere Regeln.

Was den Radikalismus betrifft, da gibt es auf beiden Seiten gleich viel schlimmer Leute, da müssen wir garnicht erst anfangen.

Der Islam verbietet Blut, Alkohol, (Schweinefleisch schon genannt), verendetes oder irgendsowas, hab das mal gelesen als Ich einen Blick in den Koran warf.

Als letztes fällt mir ein, vielleicht legen Moslem's mehr Wert auf Tradition und Familie, bin mir da aber nicht ganz sicher.

Bis auf weiteres LG Dhalwim.

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Kommentar von Chaoist
11.03.2016, 17:35

Zölibat:
Nicht alle christlichen Strömungen befürworten diese Praxis.

Schweinefleisch:
Laut Leviticus ( 3. Buch Mose ) dürfen auch Christen kein Schweinfleisch essen. Auch andere Tiere sind verboten. Die meisten Christen haben aber komplizierte Argumente, warum das nicht mehr gültig sei.

Kopftuch:
Bis ins vergangene Jahrhundert, war es durchaus üblich, dass nicht nur Nonnen ein Kopftuch trugen. Einige christliche Strömungen halten bis Heute an diesen Vorschriften fest.

Beschneidung:
Das machen die Juden, die ja so zusagen die Wurzeln der Christen hüten :)

Den Rest lass ich jetzt einfach mal stehen.

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Interessant ist beispielsweise die Tatsache, dass das Christentum vom Judentum abstammt. Das Judentum ist eine Religion, in deren Anfänge die "Führungspersönlichkeiten" interessanterweise Handwerker waren. Auch im Christentum. Jesus und seine 12 Apostel waren Handerker.

Mohammed hingegen war Kaufmann. Auch andere wichtige Figuren im Islam waren eher ökonomisch denkende Persönlichkeiten.

In päpstlichen Enzykliken ist beispielsweise die Rede davon, dass es "legal" ist, "Enteignungen" vorzunehmen, um damit ein Kollektiv zu unterstützen. Im Islam ist mir so etwas nicht bekannt.

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also ich denke, rein von der "Religion" her sind sie in den wesentlichen Punkten gegensätzlich.

Was bei der einen "Todsünde" ist, ist bei der anderen "unabdingbare Voraussetzung"

Philosophische Gedanken haben im Islam nichts zu suchen, da man "Die Wahrheit" buchstabengenau hat.. und nicht philosophieren muss..

... im Christentum ist nicht alles so wörtlich und bedeutungsmässig genau festgelegt, so dass durchaus ein gewisser Spielraum bleibt... über Bedeutungen zu "philosophieren".. ohne jedoch von der Kerrnaussage abzuweichen

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die "Mentalität" der Menschen ist sowohl erzieherisch, kulturell und religiös geprägt...

..es geht ja hierbei um die religiöse "Mentalität"

Mein Eindruck ist, dass sich islamisch/religiöse Menschen sehr damit befassen, sich vielen Regeln zu unterwerfen, ...Vermeidungsstrategien zu entwickeln um keiner "Versuchung" ausgesetzt zu sein und um keine Sünden zu begehen,.... und ständig überprüfen--ob sie etwas "falsch" machen---

"aufatmen" und das Gefühl von "innerer Freiheit" entsteht dann, wenn man sich sagen kann: "Ich habe alles gemacht, was der Islam vorschreibt..."

Also quasi eine "Mentalität" geprägt von "Angst vor Strafe".. und die Haltung: "ich vermeide brav alles, was mich in Versuchung führen könnte..."

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Bei christlich/religösen Menschen habe ich den Eindruck, dass sie eher Strategien entwickeln, um mit "Versuchungen" klar zu kommen... und  im alltäglichen Umgang mit zahlreichen "Versuchungen" dennoch keine Sünde begehen.

Alleine die Tatsache sich "Versuchungen" auszusetzen ist keine Sünde.

"aufatmen" und das Gefühl von "innerer Freiheit" entsteht dann, wenn man "Versuchungen" widerstanden hat.

Also quasi eine "Mentalität" geprägt von "Vertrauen in sich selbst" ...und die Haltung "Gott führt/stützt mich auch in Situationen der Versuchung"

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Praxisbeispiel "Mentalität"

...ich habe eine moslemische Bekannte, wir gehen manchmal tanzen...

"Meine Mentalität" sagt:

"Wir fahren zusammen im Auto hin und zurück, wir wollen ja weiter nichts voneinander... sonst wäre es ja schon passiert..."

"ihre Mentalität" sagt:

"Wenn wir in Gesellschaft tanzen, KANN ja nichts passieren... 

...aber wir fahren NIE zusammen im Auto.. 

...denn sobald Mann und Frau alleine sind, ist der Shaitan als Dritter mit dabei....

...da könnten dann "Dinge" passieren, die wir Beide eigentlich gar nicht wollen..."

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Die Unterwerfung vor Gott ohne Wenn und Aber ist im Islam oberstes Gesetz. Die Vorschriften des Korans und der Hadithe regeln das Leben der Gläubigen.

Vernunft und Eigenverantwortung sowie Nächstenliebe sollen dagegen die Christen lebenslang zur Ehre Gottes ausüben.

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als Hauptunterschied seh ich, der (sunnitische) Islam ist ne reine Strafrechtsreligion, die sich fast zu 100% an die Verhaltenvorschriften der Torah hält und auch so n Gottesbild wie die Torah hat (Gott als altorientalischer Herrscher, als gnadenloses Richter und Vollstrecker), während im Christentum die Befreiung von den einzelnen Verhaltenvorschriften gelehrt wird und ne Verinnerlichung von Mensch zu Gott wie ein Kind zum Vater, nicht wie n Sklave zum Herrn.

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