Hauptschulen noch gut und richtig?

Das Ergebnis basiert auf 5 Abstimmungen

nicht mehr benötigt, sollte in Gesamtschulen aufgehen 100%
brauchen noch hauptschulen 0%

8 Antworten

nicht mehr benötigt, sollte in Gesamtschulen aufgehen

Das ganze Schulsystem ist dreck. Kommt von einen, der 1-4 auf einer Sonderschule, 5 + 5 (umzug) + 6 + 7 + 8 2/5 auf einer Hauptschule war und dann auf einer Realschule gewechselt bin. Ich schreibe dort schlechte Noten, nicht weil meine Intelligenz niedrig ist, sondern weil die dort anders unterrichten (sie machen andere Themen auswähle und haben die Themengrundlagen schon in der 7(!!!) Klasse gemacht!) Und ich war der Klassenbeste bei der Hauptschule, mit 1,8 Notendurchschnitt. 

Mir ist es zu langweilig zu lernen, weil das nicht nur bullshit ist was man da lernt, sondern auch noch langweilig ist.

Jetzt machen die es auch noch zu einer Ganztagsschule, indem sie die Unterrichtszeit von 45 Min auf 60 Minuten verschieben.... was zum teufel?

Und der Hauptgrund ist: weil sie eine Hauptschule neben der Realschule aufbauen bzw schon aufgebaut ist, wenn das Schuljahr anfängt in NRW. Da die Kinder aus den umliegenden Dörfern keine andere Schule finden (es war anders formuliert)

Ich hab mal dieses Prinzip auf Wikipedia durchgelesen, der Lehrer der diesen Plan hatte, kam aus der USA (es wurde auf seiner Schule in der USA angewendet) und der wollte damit, dass man den Unterrichtsstoff besser durchnehmen kann , eine bessere Beziehung zum Lehrer aufbauen und man könnte dafür sorgen das die Vertretungsstunden besser genutzt werden bzw überhaupt gar nicht mehr auftreten.

??? 

Ich frage mich ja, was das soll.

Wenn die schon was ändern wollen, dann nicht die Stundenanzahl, sondern wie ihr Unterrichtet, oder das Schulsystem an sich. Hier wird doch wieder ausreden gesucht.

Wenn man es mal simple sieht, wird in der Schule nicht die Fähigkeit der einzelne Person gefördert, sondern nur, dass die Typen soviel Stoff wie möglich reingeschleudert bekommen, damit die am Ende den Test oder die Arbeit verstehen...

Man sollte eine Schule aufbauen, wo alle hin können und wo ihre Fähigkeiten gefördert werden, nicht in einer Schule, wo, am schnellsten so viel Stoff wie möglich gelernt wird, eine Arbeit geschrieben wird die ziemlich viel für deine spätere Karrierebahn bedeuten kann. Obwohl der Stoff überhaupt nichts mit der Arbeit zu tun hat. Auch mit manchen Studiums hat der Stoff dann überhaupt nichts damit zu tun. 

(Ach übrigends: Wer hat eigentlich ''Nachsitzen'' erfunden? Schon das zeigt, das man versucht den Schüler zu viel Stoff wie möglich erfolgreich reinzuschleudern, bis er es schafft oder, wenn er in einer noch niedrigen Klasse ist, nach zweimal Nachsitzen hintereinander in die nächste Klassenstufe hoch kommt und dann sogar eventuell in einer niedrigeren Schulform gesteckt wird... Da wird überhaupt keine Fähigkeiten gefördert und der Schüler wird dann das wiederholende Jahr ziemlich gelangweilt werden... wenn er es dann nochmal zum zweiten mal machen muss? Dann gut' Nacht)

Edit: Das System der Gesamtschule (eigentlich keine Gesamtschule, es verbindet nur Hauptschule + Realschule) ist momentan schlecht. Es verfasst das zusammen, was ich hier oben geschrieben habe. Das Schulsystem versucht noch mehr, den Schülern Stoff reinzuschleudern. Außerdem ist das Notensystem für die Lehrer verwirrend und so könnte aus einer R1 (1) eine H1 (4) werden. Das hat ein Steamfreund mir verraten und deshalb ist seine Karriere fast schrott als IT

nicht mehr benötigt, sollte in Gesamtschulen aufgehen

Grundsätzlich finde ich Hauptschulen wirklich nicht mehr zeitgemäß. Vor allem, weil deren Ruf zu schlecht ist und weil es für manche eine Sackgasse ist, wo es nicht sein müsste. Damit will ich nicht sagen, Hauptschüler sind nicht gut, sondern einfach, dass sie schlechter angesehen werden, als sie sind. 

Wenn man allerdings nur Hauptschüler und Realschüler zusammen wirft (wie bei uns in Realschule plus). Damit alleine ist es auch nicht getan, es muss gleichzeitig auch mehr Fördermaßnahmen und Hilfsangebote geben und auch viel Berufsorientierung und Vermittlung von Berufskompetenzen, damit die Kinder, bei denen ein Realschulabschluss nicht möglich ist, ihre Perspektiven kennen, denn im Handwerk gibt es auch gute Möglichkeiten für einen guten Job.

Aber optisch wirkt ein Hauptschulabschluss von einer Realschule Plus oder Gesamtschule halt etwas besser aus als von einer Hauptschule. 

Aber auch du mit Hauptschule wirst deinen Weg machen, du darfst dich nur selbst nicht so runterziehen lassen und denken, dass du nicht so schlau bist. Man kann auch mit einem Hauptschulabschluss viel machen, die Wege sind offen. 

nicht mehr benötigt, sollte in Gesamtschulen aufgehen

Ich denke, für alle ist die Gesamtschule oder Gemeinschaftsschule nicht. Es gibt schon Kandidaten, die ein Gymnasium brauchen. Aber gerade für die Hauptschüler sind Gemeinschaftsschulen die bessere Variante, da sie hier nach ihren Neigungen lernen können. Denn Hauptschüler bedeutet ja nicht, dass man überall schlecht lernt. Es kann ja sein, man tut sich nur in Mathe und Deutsch schwer, und alles andere fällt einem leicht. Na, dann hast du auf der good old Hauptscool aber trotzdem nur einen Hauptschulabschluss. In der Gemeinschaftsschule kannst du die Mittlere Reife schaffen.

Bei  uns in BW werden die Hauptschulen weitestgehend abgeschafft. Meine Schule, an der ich arbeite (früher Haupt- und Werkrealschule), ist bereits Gemeinschaftsschule (im dritten Schuljahr ab Herbst). Die Hauptschule in der Kreisstadt wurde geschlossen, die des Nachbarorts wird ab jetzt Gemeinschaftsschule.

Was letztendlich daraus wird, sehen wir erst, wenn der erste Durchgang mal mit der Schule fertig ist. Das dauert ja noch ein paar Jahre.

Aber auch für dich ist noch nichts zu spät. Du kannst später trotzdem die Mittlere Reife nachmachen, und anschließend sogar die Fachhochschulreife oder das Abitur. Es gibt immer einen Weg, sich weiterzubilden. Ob so rum, oder eben andersrum.

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