Hauptmächte im Mittelalter?

...komplette Frage anzeigen

9 Antworten

Hi.

Also 900 rum hast Du einerseits das Frankenreich, das eigentlich schon aufgeteilt war, und anderseits das Oströmische Reich, das bei uns ganz gern vergessen wird, damals aber noch echt mächtig war und der Hort von Kultur und Bildung. Ich bin mir nicht sicher, ob das schon 900 war oder erst kurz später, aber in der Zeit haben sich auch die Normannen etabliert (sesshaft gewordene Wikinger in Nordfrankreich und Sizilien).

Um 1200 gab es das mittlerweile normannische England, das Heilige Römische Reich Deutscher Nation und als größte Hauptmacht Frankreich. Das Oströmische Reich war am Abbauen; Sizilien hatte seine beste Zeit unter Friedrich II.; Spanien hatte die Reconquista zwar noch nicht hinter sich, zeichnete sich aber als Sieger ab; die norditalienischen Städte wurden groß und mächtig (z.B. Mailand, Venedig, Genua); aber ich finde nicht, dass man die schon Hauptmächte nennen kann.

Mit der Entdeckung Amerikas gabs ne Machtverschiebung: wo vorher das Geld mit dem Handel mit den Arabern verdient wurde (Seidenstraße) wurde jetzt mit Amerika verdient. Damit waren Spanien und Portugal (aber v.A. Spanien) nicht mehr am Rand der Welt, sondern in der Mitte. Und davon haben die enorm profitiert, zu Lasten der norditalienischen Städte. England hatte schon unter Heinrich VIII. die Wichtigkeit einer Flotte gesehen und den Grundstock für das spätere Empire gelegt. Die Niederlande wurden durch Handel und calvinistischen Fleiß so mächtig, dass sie sich mit Spanien anlegen konnten und gewonnen haben (aber erst 1648). Frankreich war bis zum Aufstieg Spaniens die mächtigste Landmacht. Das Osmanische Reich hatte sich etabliert und die Oströmer als Machthaber am Bosporus abgelöst. Ivan der Schreckliche hat sehr sehr viel von Russland erobert. Falls Du die 2 noch als Europa siehst...

Im Jahr 900 war das Frankenreich sicherlich die beherrschende Macht in Europa, auch wenn es zu diesem Zeitpunkt durch den Vertrag von Verdun bereits technisch aufgeteilt war.

Im Jahr 1200 waren das Heilige Römische Reich (deutscher Nation), das langsam zerfallende Oströmische Reich (Byzanz), das aufstrebende Fraunkreich und England wohl die stärksten und bedeutendsten Mächte. Nicht zu unterschätzen ist hier aber die Rolle des Kirchenstaates, der zwar nur wenig Territorium, aber viel Macht, Einfluss und Geld besaß und über die Kirche praktisch in alle Reiche hineinregieren konnte.

Um das Jahr 1500 hatt sich die politische Landkarte enorm verschoben. Hauptmächte waren nun die maritimen Mächte Spanien und England, sowie die reichen italienischen Stadtstaaten und das immer mächtiger werdende Osmanische Reich. Eine wesentliche Rolle spielte aber auch Frankreich, das sich nach dem Hundertjährigen Krieg von englischen Ansprüchen und Besitzungen befreit hatte und das in Mitteleuropa erstarkende Habsburg (Österreich-Ungarn), während das Heilige Römische Reich bereits in zahllose Herrschaften zerfallen war und keine einheitliche (Macht-)Politik mehr verfolgen konnte.

Die meiste Zeit über Frankreich und das heilige römische reich deutsche Nation mit dem Kaiser und dem Papst aber später auch Österreich durch die Habsburger die sogar öfter mal im Kaiser tum tätig waren der wohl bekannteste Habsburger war Kaiser Karls v.

JoDaTr 06.07.2017, 14:47

Die Verwendung von Satzzeichen und Beachtung zumindest einiger Rechtschreib- und Grammatikregeln würde das Verständnis Ihres Kommentares erleichtern.

0
DerWolf100 07.07.2017, 07:03
@JoDaTr

Tut mir leid ich wusste nicht das es tatsächlich noch Menschen im Internet gibt die noch auf Satzzeichen wertlegen. Ich  werde es einführen und ab sofort Satzzeichen benutzen.

0
JulesMai 19.10.2017, 22:28
@DerWolf100

Ha, was ist das : satzzeichenmuffel !?! Wie um alles in der Welt willst du Sätze im Deutschen korrekt syntaktisch und parataktisch ohne Satzzeichen gliedern ? Mhh? Ohne Satzzeichen kommt doch nur Genuschel und Gemurmel und unverständlicher Quark raus.

Wenn jetzt der Einwand kommt, der andere wird mich schon verstehen, kann ich nur sagen: Sprache ist nicht nur da, um mit dem anderen zu kommunizieren, dass er jetzt endlich seine Hausaufgaben machen soll, sondern Sprache bedeutet und erfaßt erst die Welt. Sprache bedeutet Denken. Je simpler die Sprachstrukturen, deste simpler die Denkweise. (Das ist nicht von mir, sondern von den großen Vorläufern deutscher Sprachwissenschaft: v. Humboldt und Herder, bei Interesse nachfragen.)

0

Es gab das Frankenreich, das spanische Königreich, Das heiliege römische Reich deutscher Nationen, im Osten gab es das Byzantinische reich. Aber eine klassische Großmacht gab es nicht. Nachdem das Römische Reich zerfallen ist, mussten sich alle heutigen Ländern erstmal finden und sich entwickeln. Während der Renaissance waren die italineischen Stadtstaaten sehr mächtig. Und mit der Enteckung Amerikas gedeihten dann langsam die Großmächte. Vor allem die in Westeuropa, weil sie einen leichteren Zugang zu Amerika haten. Also Spanien, Portugal, Holland, Frankreich, GB.

Hauptmächte bezogen auf die Länder oder tatsächlich die, die Macht inne hatten ?

Bei den Ländern ist das alles, was in Europa so rauf und runter existierte, Deutschland/Preussen, Österreich/Ungarn, Britanien, Spanien, Italien etc. Alles, was so mehr oder weniger große Kolonien hatte, denn Kolonien bedeuten Geld und Geld war schon immer Macht.

Auf Seiten der Leute, die echte Macht hatten, schaust du am Besten auf die Adels- und Händlerfamilien. Die meisten, die es zu was gebracht haben, haben auch irgendwann mal auf den Papst-Posten gezielt, weil das in der Zeit die ultimative Stelle war. Ansonsten haben sich viele auch "nur" mit Königen oder Fürsten zufrieden gegeben.

Mir fallen da auf Anhieb die Namen Medici und von Stauffen ein.

http://www.das-mittelalter.de/personen.htm hilft evtl auch.

PatrickLassan 04.07.2017, 11:55

Preußen als Staaat gab es im genannten Zeitraum (900 bis 1500) nicht. Kolonien gab es auch erst später.

1
Ruenbezahl 04.07.2017, 14:16
@PatrickLassan

Auch Italien als Staat gab es nicht. Der wurde erst 1861 gegründet, davor gab es vor allem das mächtige Veedig, Genau und die anderen Stadtstaaten, die sich meistens gegeneinander bekämpften. 

0

Hier wurden die "Hauptmächte" genannt, es fehlt da nur noch Venedig und Genua.

Merowinger, Salier, Karolinger, Ottonen, Staufer, Habsburger.

um 900 westfränkisches und ostfränkisches Reich etwa gleichgewichtig

1000 deutsches Reich (Italien angeschlossen, Kaisertitel seit Otto d. Gr.)

1100 deutsches Reich

1200 deutsches Reich geschwächt durch Thronstreitigkeiten und Zersplitterung; Frankreich und England im Aufstieg

1300, 1400 Frankreich und England

1500 Zweikampf Frankreich - Habsburg (deutscher König, Kaiser, Spanien wird habsburgisch) 

SpaceTechniker 04.07.2017, 11:57

1300 und 1400 sollte das deutsche Reich (Heilig Römisches Reich) auch dabei sein. Es war zwar nur mäßig im hundertjährigen Krieg beteiligt dar, stellte jedoch trotzdem einen großen Faktor in mittel Europa dar.

Ansonsten lässt sich in diese Zeit auch noch als wichtiger Akkteur der deutsche Orden und Polen/Litauen einsetzen. Diese spielten im osten Europas eine sehr wichtige Rolle.

0

Was möchtest Du wissen?