Hauptkonfliktlinien Englische Revolution

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Ein Konflikt (lateinisch confligere = zusammenschlagen, zusammentreffen, aneinandergeraten, in Kampf geraten, kämpfen) ist eine Auseinandersetzung, ein Zusammenstoß von Streitparteien, ein Zwiespalt.

Die Bezeichnung Konfliktlinie drückt bildhaft aus, wie zwischen Beteiligten gleichsam eine trennende Linie besteht, wo eine Aufspaltung nach entgegengesetzten Standpunkten stattfindet. Es stehen sich dort gegeneinander gerichtete Streitparteien mit unterschiedlichen Überzeugungen und Interessen gegenüber. Mit einer Konfliktlinie wird angegeben, wo ein Gegensatz liegt, der einen Konflikt verursacht.

Hauptkonfliktlinien sind die hauptsächlichen Konfliktlinien, also die wichtigsten/die mit der größten Bedeutung.

Wo die Hauptkonfliktlinien verlaufen sind, ist teilweise von einer Deutung abhängig. Gesellschaftliche Trennlinien, z. B. hoher Adel (aristocracy) gegen niedrigen Adel (gentry), oder innerhalb des niedrigen Adels die bloßen Grundbesitze gegen mit dem Königshof verbundene Adlige überzeugen als Hauptkonfliktlinien nicht, weil jeweils Angehörige beider Gruppen in beiden Gruppierungen vertreten waren, der des Königs und der des Parlaments. Wo besonders viel Gewerbe und die wirtschaftliche Entwicklung am weitesten war, hatte das Parlament besonders viel Rückhalt. Aber das Bürgertum oder das reiche Bürgertum/Geschäftsleute lassen sich auch nicht allgemein nur einer Seite zuordnen.

1647 trat die Bewegung der Levellers in Erscheinung, die ein Naturrecht gleicher individueller Freiheiten vertrat, Trennung von Staat und Kirche, Religionsfreiheit/religiöse Toleranz, ein verhältnismäßig allgemeines und gleiches Wahlrecht befürwortete, für mehr Rechte des Parlament eintrat, gegen die Monarchie war, mehr soziale Gleichberechtigung wünschte. Ihr gelang es aber nicht, ausreichend Zugang zur Macht zu erhalten. 1649 wurde sie unterdrückt. Ein radikalere Abspaltung waren die True Levellers/Diggers, eine Splittergruppe die Privateigentum an Grund und Boden abschaffen wollten und für die Bildung unabhängiger Gemeinden eintraten (1649 – 1651). In diesen Jahren gab es eine Vielfalt radikaler religiöser Sekten und kleiner sozialrevolutionärer Bewegungen. Wer grundsätzlich die etablierte politisch-gesellschaftliche Ordnung nicht stark Richtung Demokratisierung und weitgehende Gleichheit verändert haben wolle, war gegen die Levellers und erst recht gegen die True Levellers/Diggers. Diese hatten aber nicht genug Anhänger und Macht, um den Hauptgang der Ereignisse nachhaltig zu prägen. Eine Hauptkonfliktlinie ist dies daher nicht.

Die Hauptkonfliktlinien während der Zeit der englischen Revolutionen des 17. Jahrhunderts waren verfassungsrechtlich- politisch und religiös-kirchlich.

Ein Gegensatz bestand zwischen Anhängern einer Monarchie (Royalisten) und Anhängern einer Republik.

Ein Gegensatz bestand auch in der Frage, wie innerhalb einer Monarchie die Macht und die Befugnisse zwischen Krone (König) und Parlament verteilt sein sollten. Es gab Anhänger und Gegner einer starken Macht des Königs bzw. des Parlaments. Dabei konnten sich jeweils innerhalb einer grundsätzlichen Richtung eher radikale und eher gemäßigte Standpunkte noch einmal voneinander unterschieden. Wichtige Streitpunkte waren die Steuerbewilligung, die Kirchenpolitik, in bestimmten Fällen die Kontrolle über ein Heer und die Frage, ob der König das Parlament regelmäßig einberufen mußte und es sich nur selbst auflösen konnte oder nicht.

Besonders stark trat ein Konflikt auf, wenn Bestrebungen zu einer absolutistischen Monarchie befürchtet wurden bzw. zu drohen schienen.

Vielfältig waren die Gegensätze in Fragen der Religion und Kirchenpolitik.

Alle protestantischen Richtungen standen Gegnerschaft zum Katholizismus. Im Protestantismus gab es aber verschiedene Gruppen, zwischen denen zum Teil starke Auseinandersetzungen auftraten.

Bei der anglikanischen Staatskirche gab es einen engen Bund von königlicher Gewalt (Monarchie; König(in) als Oberhaupt der Kirche von England (Church of England) und Bischöfen. Eine Sammelbezeichnug für Protestanten, die von deren Linie abwichen, ist Dissenter bzw. Nonkonformisten.

Eine Hauptkonfliktlinie war der Gegensatz der Puritaner sowohl zu den Katholiken als auch gegen die anglikanische Staatskirche mit ihrer hierarchischen Bischofsverfassung.

Die Puritaner waren sich gegen die anglikanische Staatskirche (mit dem König an der Spitze) einig. Sie waren calvinistisch-reformiert orientiert und strebten eine „Reinigung“ an. Die meisten waren zunächst eine Opposition innerhalb der anglikanischen Kirche.

Wooow, hast du das alles selbst geschrieben oder kopiert?? *__*

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@n3st34

Die Antwort habe ich selbst geschrieben.

Nich eien Ergänzung:

Es gab mehrere puritanische Richtungen.

a) Die „Prelaticals“ (ein Prälat ist ein Würdenträger einer christlichen Kirche) waren mit der Bischofsverfassung (dem Episkopat) einverstanden, wollten aber eine Verringerung von Ähnlichkeiten (vor allem in Bräuchen) mit der katholischen Kirche.

b) Die Presbyterianer traten für ein strenges Regiment der Gemeindeältesten mit einer nationalen Synode an der Spitze ein, deren Beschlüsse verbindlich sein sollten. 1648 verbündeten sich die Schotten (überwiegend Presbyterianer) mit dem König gegen das englische Parlament, wurden aber besiegt.

c) Die Kongregationalisten (congregation = Gemeinde) bzw. Independenten (independents = „Unabhängige“) traten für eine weitgehende Freiheit der einzelnen Gemeinden ein, für eine nationale Kirche ohne zentrale Autorität.

d) Separatisten strebten Freiheit von jeder staatlichen Kontrolle und absolute Gemeindeautonomie (außerhalb der Staatskirche) an, wobei eine Unterscheidung von Laien und Priestern aufgehoben war.

1679 (als ein Gesetz die Thronfolge eines Katholiken ausschließen sollet) begann eine politische Spaltung in Whigs und Tories. Beide wollten die politisch-gesellschaftliche Ordnung, die von einer Macht des Adels und teilweise der von reichen Geschäftsleuten bestimmt war, behalten und gegen Angriffe schützen. Die Whigs traten für eine Vorherrschaft des Parlaments ein, gegen den Katholizismus, eher für religiöse Toleranz gegenüber unabhängigen Protestanten. Die Tories waren eher konservativ, traten in dieser Anfangszeit für eine starke Monarchie ein, mit Beibehalten der königlichen Prärogative (Vorrechte), außerdem für die anglikanische Staatskirche mit ihrer Bischofsverfassung.

Ein Buch, das zu den Hauptkonfliktlinien nützlich ist:

Hans-Christoph Schröder, Die Revolutionen Englands im 17. Jahrhundert . Erstausgabe. [3. Auflage]. Frankfurt am Main : Suhrkamp, [1995] (Edition Suhrkamp ; 1279 = Neue historische Bibliothek N.[eue] F.[olge] Band 279). ISBN 3-518-11279-1

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Das der könig absolut regieren will aber das parlament auch politische macht haben will und sich deswegen mit dem parlament gestritten hat

Bauernaufstände aufgrund des Feudalismus. Diese führten zur Revolution. Die Bauern haben gewonnen, das Parlament wurde gegründet- fertig

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