Hauchen... kommt warme Luft; Pusten...kommt kalte Luft! Warum?

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Das hat mit Verdunsten und kondensieren zu tun.

Hauchst Du auf Deine Haut, kann Wasser kondensieren, weil die Ausatemluft praktisch mit Wasser gesättigt und meist wärmer als die Haut ist. Durch das Kondensieren des Wassers wird auch Wärme frei.

Pustest Du, wird die Luft so schnell, dass sich kaum Wasser auf der Haut niederschlagen kann. Es wird sogar Wasser verdampft, weil trockenere Umgebungsluft mitgerissen wird (Düseneffekt). Durch die Verdunstung kommt es zur Abkühlung.

Das Gefühl trügt nicht!

Danke für das Sternchen!

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Die Umgebungsluft ist kälter als der Atem. Wenn Du nun nur hauchst , und die Luft langsam aus Deinem Mund entweicht, "reißt" sie wenig der Umgebungsluft mit und mischt sich deshalb nicht so schnell mit der kalten Luft. Es kommt mehr warme Luft auf deiner Haut an. Wenn Du pustest (Luft kommt schnell auch Deinem Mund) kann sie viel mehr kalte Umgebungsluft "mitreißen" und durch die Vermischung wird die Luft kälter auf Deiner Haut ankommen.(uni-protokolle.de)

Wenn wir uns in die Hände hauchen, halten wir die Handflächen nahe vor den Mund und hauchen die ausgeatmete, warme Luft langsam dagegen. Durch den kurzen Weg und die geringe Geschwindigkeit der ausgehauchten Luft kann sich diese nicht mit der kühleren Umgebungsluft durchmischen und bleibt warm. Pusten wir dagegen in die Hände, stoßen wir die Luft mit hoher Geschwindigkeit aus. Es kommt zu starken Verwirbelungen, die Atemluft vermischt sich mit der Umgebungsluft und kühlt dabei ab. Durch die hohe Geschwindigkeit der Luft wird auch die isolierende Luftschicht, von der wir vollständig umgeben sind, weggepustet, wodurch die Haut an dieser Stelle schneller auskühlt. Und durch das Pusten kann mehr Schweiß auf der Haut verdunsten, was zu einem weiteren Abkühlungseffekt führt.

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