Hatten herausragende Krieger damals auch heutige Körper?

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11 Antworten

Früher mussten die Krieger schwere Waffen führen. Sie ernährten sich hauptsächlich von Fleisch Und hatten Arm- und Beinmuskeln wie eine guter Boxer. Absolut unnütze Muskeln wie Sixpack wurden nicht trainiert.

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Sieh dir die Männer von Naturvölkern oder die Bauern in relativ armen Ländern  (Rumänien, Moldavien, Vorderasien usw.) an, dann hast du die Antwort. zb siehe Ajanurjat. Recht Muskelbepackt sind zb mongolische Hobby Ringer und Reiter. Das sind Hirten und müssen ständig Pferde, Kamele und sonstiges hin- und herschieben, oft an die 300 täglich, reiten, Jurten zusammenpacken und aufstellen. Das sieht dann so aus, wenn sie noch relativ gut genährt sind, aber trotzdem viel arbeiten.

Die Männer mussten von Kindsbeinen schwer arbeiten und viel üben, bei wenig Nahrung, zeitweise fast keiner mehr. Um sich fortzubewegen, gabs nur Füsse, Pferde und rumplige Wagen. 

Zu essen gabs meist wenig und wohl meistens vegetarisch Grützebrei und Hafer usw, ab und zu ein Fleischstück. Viel weniger als heute. Ausser im hohen Norden

Ergo waren die Männer meist zähe, sehnige Kerle, deutlich kleiner als heute so um die 1.60 bis 1.70.

Die etwas reicheren bzw. mit ausreichend essen wurden zu zähen Muskelpaketen, gedrungen nennt man das wohl, wenn man rundum gut mit Muskeln bestückt ist. Sie waren wohl eher kompakt, da sie körperlich viel Vielfältiger beansprucht waren.

Und dann gabs die Reichen und Herscher, die ab dem mittleren Alter fett und schwabelig wurden. Wie ichs verstanden habe, mussten die Herscher in jungen Jahren ebenfalls hart üben und waren ursprünglich zäh muskulös, jedoch nicht Bodybildermässig aufgedunsen. Dass ist extrem unnatürlich.

Auch in den Kriegen waren die meisten zäh mager. Sieh dir nur die alten Amifilme aber auch deutsche Filme an. Auch meine Grossväter waren trotz respektabler Stellung zähe Hungerhacken, durchaus muskulös, allerdings dünn und nicht aufgepumpt Fleisch gabs in mittelständischen Familien 1 Mal die Woche, aermere hatten weniger.

Mangelernährung war bei den Armen und lange bei den Mittelständischen verbreitet. 

Die nicht zu armen Bauern, waren wohl am besten und gesündesten genährt und hatten auch sonst das gesündeste Leben.

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Welches damals meinst du?

Im allgemeinen ist es für einen Kämpfer mit einer einfachen Nicht-Schusswaffe viel wichtiger, seine Waffe bedienen zu können, reaktionsschnell zu sein und die Situation richtig einzuschätzen, als sehr stark zu sein.

Bodybuilder sind sicher das falsche optische Vorbild, denn das Ziel des Bodybuilders ist ja rein optisch: Man soll die plakativ ausgebildeten Muskeln einzeln sehen können. Um stark zu sein braucht man das nicht im geringsten und es ist sogar kontraproduktiv.

Starke Leute sehen je nachdem welche Körperfunktion sie besonders trainieren aus wie z.B. Boxer oder Gewichtheber oder sogar Sumoringer - die sind relativ schwer anzugreifen :-)

Nur wie gesagt, bloße Kraft bringt sehr wenig nichts. Man bräuchte einen zwar eher atlethischen Menschen, der nicht zu langsam, nicht zu schnell erschöpft ist. Vom Typ her vielleicht so was wie in Mannschaftssportarten, also normal proportioniert, eher nicht sehr klein oder sehr groß, aber mit etwas mehr Spielraum in alle Richtungen, weil sich vieles durch Reaktionsgeschwindigkeit, Erfahrung, Waffentraining etc. auf einer weniger athletischen Ebene abspielt.

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Kommentar von Grobbeldopp
26.09.2016, 20:38

PS den ernährungsideologischen Schwachsinn a la früher war alles Natur blabla kannst du allerdings vergessen.

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Wie so oft ist hier das "früher" bzw. das "damals" äußerst vage und erstreckt sich über einen Zeitraum von mehreren tausend Jahren. In dieser Zeit hat sich viel geändert. Der älteste gut erhaltene Krieger ist wohl die 5300 Jahre alte  Gletschermumie vom Tisenjoch in den Ötztaler Alpen, genannt Ötzi. Der war ein eher schmächtiges Männlein, hatte Arterienverkalkung, Darmparasiten, Entzündungen verursachende Bakterien im Magen (Helicobacter pylori) und auch sonst verschiedene Wehwehchen. Gegessen hat er recht gut (kurz vor seinem Tod  Steinbock mit Dinkelbrei). Bei sich hatte er einen Bogen, zu dessen Bedienung es nicht so sehr Kraft, sondern vor allem Geschicklichkeit brauchte, ein Kupferbeil, das in der Hand eines flinken Kämpfers eine furchtbare Waffe sein konnte, und einen Feuersteindolch, für den Nahkampf geeignet. Getötet wurde er heimtückisch durch einen Bogenschuss in den Rücken, vermutlich von jemandem, der noch schmächtiger war als er.  

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Sie waren sehr fit. Und haben früher angefangen zu "trainieren". Konnten tagelange Schlachten ausfechten und stundenlang ununterbrochen fechten. Versuche mal ein Schwert mal eine Minute lang zu schwingen. Wie sie aussahen ist egal. Moderne Schönheitsgimmicks haben sie wenig interessiert.

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Jede Ernährung ist gesünder als das, was die Leute sich heute antun (viele sogar, ohne es zu bemerken) kritiklos an bunten Sachen, mit Zusatzstoffen, Konservierungsstoffen, mit Mikrowelle erhitzt, degeneriert und uralt gelagert und mit Tricks geschönt. 

Früher war alles Natur, besonders vielseitiges Essen gabs im Mittelmeerraum, im klassischen Griechenland mit seiner Vielfalt der gesunden Küche. Und es ist nunmal Fakt: input steuert output!

Wenn du die herrlichen Skulpturen anschaust, hast du da den Eindruck, sie seien schlecht geformt? Google mal den Kasseler Apoll! Etwas Schöneres gibt es nicht. Wenn ich mir da so ein heutiges Muskelmonster vorstelle oder einen Specki voll der süßen Coke, der vor Schwabbel kaum gehen kann.... 

Jetzt kommst du.

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Kommentar von paulklaus
27.09.2016, 14:29

Guter Beitrag mit der Einschränkung, dass die Statuen welcher antiker Heroen auch immer natürlich IDEALISIERT dargestellt wurden - eben der Philosophie des Menschenbildes der Antike entsprechend !

pk

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Die Menschen haben sich mit Sicherheit gesünder ernährt als die Meisten es heute tun.

Zu dem es wurden zwar sicherlich auch mehr Kalorien zu sich genommen, jedoch auch mehr verbraucht/benötigt.

Ein Großschwert und andere schwere Waffen konnte von keinem schmächtig gebauten Jüngling verwendet werden, dafür brauchten sie eine gewisse Masse. Zumal auch die Rüstung für heutige Maßstäbe schwer waren.

Sie mussten also Maße haben und gleichzeitig wendig genug um nicht Zielscheibe zu spielen.

Wobei jemand der Focht natürlich entgegengesetzt eher drahtig sein musste und somit oft deutlich dünner war. Ebenso als Schußwaffen Duelle kamen, war eine geringe Körpermaße von Vorteil um nicht getroffen zu werden. Ausweichen ist bei diesen eher unwahrscheinlich, ehe man den Schuss hörte dürfte auch zu der Zeit die Kugel ihr Ziel erreicht haben.

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Kommentar von Grobbeldopp
26.09.2016, 20:49

Nein, was meinst du denn mit einem Großschwert? Etwas in Richtung Spadone/Montante/Bidenhänder?

Das sind schon ziemlich spezielle und Waffen (die es nicht immer gab) aber man muss nicht besonders schwer gebaut sein um damit umzugehen, ebenso wenig wie man das sein muss um einen Speer zu verwenden. Oder ein gewöhnliches Schwert. Die Dinger sind auch mehr oder weniger ausbalanciert.

"jemand der Focht"- womit?

Fechten ist fast ein Synonym zu "bewaffnet kämpfen".

Das ist alles eher Hollywoodtypologie. Mittelalterliche Schwerter unterscheidet sich zwar alle in dieser oder jener Weise von den spitzen dünnen Waffen, die man heute mit "Fechten" assoziiert - aber keineswegs waren sie grundsätzlich schwerer oder sehr viel langsamer.

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Früher war es einfach sich gesund zu ernähren, die giftige Chemie wurde den Lebensmitteln erst später zugesetzt.

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Kommentar von Grobbeldopp
26.09.2016, 20:25

Deshalb wurden die alle auch so alt und waren viel größer als heute :-)

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die hatten gesündere körper als heutige menschen

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Damals war es glaube ich eher selten jamanden anzutreffen, welche den Körper eines bodybuilders hatten, weil die keine Zusatzstoffe hatten.die haben halt gegessen was gerade da war

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