Hatten henker im mittelalter wirklich masken oder andere erkennungsmerkmale?

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3 Antworten

Den Sichtschutz bei der Hinrichtung sollte ihn vor Verfluchungen seitens der Delinquenten schützen. Henker,oder auch "Freimänner",waren gesellschaftlich Außenstehende,mussten je nach Stadt oder Kreis bestimmte Farben tragen,Abzeichen oder ähnliche Erkennungsmerkmale. Wollte ein Henker im Restaurant essen,musste er die anderen Gäste fragen,wollte einer nicht,durfte der Mann dann nicht bleiben. Es gibt in alten Gaststätten noch zum Teil kleine Extrastuben für solche Leute,die dann separat blieben. Henker durften auch nicht einfach andere Berufe ergreifen oder deren Kinder,so kam es zu "Dynastien",auch heirateten oft Henkersfamilien untereinander. Henker mussten sich oft auch um öffentliche Toiletten und das Töten von streunenden Hunden usw.kümmern,alles,was halt unangenehm war. Im römischen Reich gab es die "Carnifexe",damals durften Jungfrauen nicht hingerichtet werden,nun,auch darum kümmerten sie sich.. Dafür konnte ein Henker gut mit "Merchandising" verdienen,Finger eines gehenkten Diebes sollten z. B.vor dem Beklautwerden schützen,auch sagte man,daß es beim Mann zum "letzten Erguß" im Tode kommt,unter den Galgen glaubte man,dort gefundene Wurzeln und ähnliches wären daher magisch. Wenn der Henker im Mittelalter auf dem Schaffott danebenschlug,nannte man dies in Deutschland "butzen".
Bi-Ba-Butzemann? Oha! 😄

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Mitunter ja. Nicht immer.

Der Hauptgrund war aber nicht die Anonymität vor dem Publikum, sondern der Schutz des Henkers vor dem "Bösen Blick" des Delinquenten.

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Ich Denke zum Schutz vor Verwandte des zum Tode verurteilten.

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