Hatten fake news Einfluss auf den brexit?

5 Antworten

Das Pro-Brexit-Lager hat im Vorfeld der Abstimmung allerhand Märchen verbreitet. Die EU wurde als böser Geldfresser dargestellt, der Großbritannien die Taschen leerräume und auf Londons Kosten die Flüchtlinge in Europa ernähre.

Auch wurden Fantasiezahlen in Umlauf gebracht, wie reich man durch den Austritt sein werde und wie viel Geld GB jeden Monat sparen könne. Die "Flüchtlingskarte" wurde auch reichlich ausgespielt und gewarnt, dass riesige Menschenmengen nach England kommen und das Sozialsystem zerstören würden.

Diese Panikmache wird sicherlich den ein oder anderen überzeugt haben. Gepaart mit der hohen Zahl derer, die garnicht an der Abstimmung teilnahmen, könnte das vielleicht sogar den Ausschlag gegeben haben.

Nein, m.E. waren das keine "fake news" ("manipulativ verbreitete, vorgetäuschte Nachrichten") sondern schlichtweg Ahnungslosigkeit gepaart mit populistischen Mutmaßungen. Was auf die Briten zukommt (wie z.B. die irische Grenze), war vor dem Referendum kein Thema in der Öffentlichkeit. Gleiches gilt für die finanziellen Belastungen der Briten und den Wegzug der internationalen Konzerne.

Wichtige Fakten auslassen ist auch eine Art fake news

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@spontan75

Die muss man vorher aber kennen und das war aus meiner Sicht ganz offensichtlich nicht der Fall. Was Mr. Johnson und seine Meinungsteiler da vor dem Referendum geäußert haben, war dermaßen weit weg von der aktuellen Lage, dass ein absichtliches "Weglassen" m.E. auszuschließen ist. Die Effekte im Detail waren ja selbst den EU-Vertretern so damals noch nicht klar.

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Den größten Einfluss hatte, dass sehr viele nicht zur Abstimmung gegangen sind.

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