Hatten die alten Ägypter und die Lateinamerikanischen Völker schon damals kontakt?

11 Antworten

Nein, das halte ich für ausgeschlossen. Die Ureinwohner Amerikas sind vor mehr als 10000 Jahren über die Behringsstraße aus dem heutigen Nordostsibirien eingewandert. Da gab es damals noch eine schmale Landbrücke. Es gibt auch Indizien (keine absoluten Beweise), daß ein Pazifikvolk mit ihren Booten auf der Südhalbkugel übers Meer nach Südamerika eingewandert ist. Man weiß zudem, daß die Wikinger um 1000 n.C. kurzzeitig ein paar kleine Kolonien in Nordamerika errichtet hatten, die sich aber nicht halten konnten.Die Ägypter beschränkten sich auf dem östlichen Mittelmeerraum. Viele Religionen versuchten mit hohen Bauwerken den Göttern näher zu kommen. Und die Pyramide ist eigentlich eine naheliegende geometrische Form und "leichter" zu realisieren als ein hohes senkrechtes Bauwerk. Zudem hatten die Ägypter schon ein ausgeprägtes Schreibwesen, da hätte man sicherlich klare Hinweise gefunden für Deine Vermutung.

Die Geschichtsschreibung das Kolumbus Amerika entdeckt hat wird immer wieder in frage gestellt.

Sie wird nicht infrage gestellt, sie ist widerlegt.

Ich habe gelesen das in den Mumien in Ägypten Kokain gefunden wurde. Experten sagen das es ein Rätsel sein wie die alten Ägypter an Kokain drangekommen sein könnten, da diese ausschließlich nur auf dem Lateinamerikanischen Kontinent beheimatet waren.

In ägyptischen Mumien wurden u. a. Kokain gefunden. Das ist richtig. Ob man daraus auf einen antiken transatlantischen Handel schließen kann, ist aber fraglich.

In Afrika gibt es nikotinhaltige Pflanzen, die den Ägyptern zugänglich gewesen sein könnten. Nur der südamerikanische Kokastrauch produziert Kokain, das allerdings zu den Tropanalkaloiden zählt, die in vielen, unter anderem in Europa vorkommenden Nachtschattengewächsen enthalten sind. Manche Wissenschaftler meinen, bei den vermeintlichen Kokainspuren handele es sich um ein Zerfallsprodukt der Einbalsamierungs­stoffe. ... ( http://jungle-world.com/artikel/2007/33/20169.html)

Das ist natürlich noch keine bewiesene Erklärung, doch in dem verlinkten Artikel findest du eine ganz gute Argumentation, warum ein transatlantischer Handel eher unwahrscheinlich ist.

Was den Bau von Pyramiden betrifft, so denke ich, dass ein geometrischer Körper, wie eine Pyramide, zu den naheliegendsten Formen für ein architektonisches Großprojekt gehört und von der Statik wohl noch am ehesten zu meistern ist. Eine Ausrichtung nach Himmelsrichtungen, den Sternen oder Sternkonstellationen ist ebenfalls naheliegend.

Nur der südamerikanische Kokastrauch produziert Kokain, das allerdings zu den Tropanalkaloiden zählt, die in vielen, unter anderem in Europa vorkommenden Nachtschattengewächsen enthalten sind.

Es ist auch heute noch sehr aufwendig ein typisches Tropanalkaloid, wie z.B. Scopolamin, in das Tropanalkaloid Kokain zu überführen. Deshalb kommen alle Drogenkartelle die mit Kokain handeln aus Mittel- und Südamerika. Dagegen ist ein Stellungsisomer des Kokains, das pseudo-Kokain, leicht vollsynthetisch zugänglich. Das pseudo-Kokain ist sogar pro Gewichtseinheit wesentlich stärker als das echte Kokain, bei sonst gleicher Wirkungsweise, hat sich aber bei den Usern nicht durchgesetzt, warum weiß ich auch nicht.

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@WotansAuge

Da muss ich mich auf das verlassen, was Chemiker sagen, denn ich verstehe davon gar nichts. :-)

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@PeVau

Ich hab hier aus dem Gedächtnis geschrieben. Hätte ich mal besser noch mal nachgeschaut. Das pseudo-Kokain ist zwar stärker euphorisierend und stärker lokal betäubend als das echte Kokain, aber das echte regt die Aktivität an, während das Pseudo die Aktivität dämpft. Das halbsynthetische echte Kokain ist immer noch wesentlich teurer als das natürlich gewonnene.

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Wenn Du Historikern wie Erich von Däniken vertraust, wirst Du so manche wunderbare Theorie der Welterklärung finden.

Habe noch nichts darüber gelesen, woher stammt deine Information?

Die Ähnlichkeit der Bauwerke ist kein Wunder. Nur dessen Ausführung. Dazu bedarf es keine Kontakte unter die Völker.

Es ist ein ähnliche Lösung weil ähnliche Zweck. Auch Kinder bauen erst ein Turm mit aufgstapelte Kuben, dann um die Höher und stabil zu bauen bedarft es Seitenstützen usw....

Keine Frage. Archeologie bleibt spannend.

Schließlich entdeckt man immer ältere Ruinen oder neue Artifakte die alles wieder in Frage stellt. Dank die bessere Zugänglichkeit und die Öffnung immer mehr Länder (Wie z.B. China) und bessere Suchmethoden.

Eher nicht. Die angeblichen Tabak- und Kokainspuren sind wohl nur Zersetzungsprodukte der Mumie.

http://www.spektrum.de/alias/tagebuch/sorry-dominique/894964

Der Mythos vom paffenden Pharao sei schon vor Jahren als Überinterpretation chemischer Analysen enttarnt worden, sagt Wildung, der von Görlitz’ Expedition im Rundfunk gehört hat. Die vermeintlichen Spuren von Tabak und Kokain seien Produkte von Zersetzungsprozessen in der Mumie, mitnichten also ein Beweis für transatlantischen Handel in der Steinzeit.

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