Hatte vor 500 Jahren zum Beispiel ein Apfel wirklich mehr Mineralstoffe und Vitamine als ein Apfel, der heutzutage an der genau gleichen Stelle gewachsen ist?

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10 Antworten

Schwer zu beantworten. Subjektiv würde ich mal schätzen: es ist ähnlich.

Natürlich wird heute mehr gespritzt als früher, aber das hat keine direkte Auswirkung auf Mineralstoffe und Vitamine. Natürlich gibt es heute mehr gezüchtete Sorten, die auf bestimmte Eigenschaften hin "optimiert" wurden, aber warum sollte z.B. ein süßer Apfel weniger Mineralstoffe als ein saurer Apfel haben? Zudem werden auch heute noch gezielt eher saure Sorten (Granny Smith) gezüchtet (neben süßen Sorten, die es freilich auch gibt).

Es wurde eingewendet, dass die Böden ausgelaugt seien. Allerdings kriegen die Böden auch wieder Mineralstoffe zugefügt (übrigens galt dieses Prinzip auch früher schon, bloß hatte man diese Zufuhr meist anders geregelt, mit Brachjahren, oder Anbau von Schmetterlingsblütlern usw.).

Zudem kann es natürlich auch stark von der Sorte abhängen.

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Die Apfelsorten werden seit jeher gezielt gekreuzt, um bestimmte Merkmale hinein/heraus zu züchten. Daher hat jede Apfelsorte hat eine leicht andere Zusammensetzung.

In den letzten Jahrzehnten wurden vor allem zwei Merkmale gezüchtet: Schönheit und hoher Zuckergehalt. Denn die Äpfel sollen im Laden lecker aussehen und so süß sein, dass ein geschmacksverdorbener Stadtmensch sie runterkriegt.

Alle anderen Merkmale werden dafür vernachlässigt. So kam es, dass von den einst vielfältigen Apfelsorten fast nur noch wässrig aufgeblasene Zuckerbomben übrig sind.

Ein Apfel einer 500 Jahre alten Sorte hätte heute noch genau so viele Vitamine wie vor 500 Jahren, sofern er nicht von neuen Schädlingen zerfressen wird. Ein an derselben Stelle gewachsener Apfel einer modernen Sorte natürlich nicht.

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Naja, er hatte vermutlich gleich viele Mikronährstoffe - war aber nur halb so groß! Im Endeffekt hat man also doppelt so viele Äpfel gegessen und somit auch doppelt soviele Mikronährstoffe abgekriegt.

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Davon habe ich jetzt noch nichts gehört, aber es erscheint nicht ganz unlogisch. Der Mensch greift in den Genpool der Äpfel ein, indem er die Attribute weg-züchtet, die ihn stören und jene stärkt, die er haben möchte.

Dabei zeigt sich bei sehr vielen Agrarprodukten, dass die Optik weit wichtiger ist als der Geschmack oder die Inhaltsstoffe.

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Mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht. Die Früchte waren eher kleiner als heute und vielleicht auch unansehnlicher, aber sonst im Wesentlichen vom Gehalt her gleich. Die fruher verwendeten sorten ließen sich aber eher gut einlagern, was man mit den heute bevorzugten Sorten weniger gut kann.

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Das kann gut möglich sein da es viele zuckerzusätze gibt und die manche auch gespritzt werden damit e genauso aussieht wie wir ihn uns vorstellen den apfel und somit da ideal und perfekt sein muss bis wir ihn kaufen

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Also ich kann mir das auch gut vorstellen.. Die Böden heutzutage sind eher Nährstoffarm, was sich auch auf die Frucht auswirkt

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Kommentar von asdundab
08.02.2016, 14:47

Ich deneke aber nicht, dass sich der Nährstoffgehalt der Böden seit 500 Jahren stark verändert hat.

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Kommentar von AppleTea
08.02.2016, 14:53

Warum nicht? Immerhin schmeißen wir schon einiges an Chemie da drauf und es wird ständig angebaut, so dass die Nährstoffe total rausgezogen werden. Cobalt z.B. ist schon nicht mehr so viel in deutschen Böden zu finden, weshalb die Kühe es supplementiert bekommen für ihre B12 produktion

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Bei einen natürlich gewachsenen Apfel wird es da kaum Unzerschiede geben.

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Das lässt sich schwer beurteilen. Vor 500 Jahren hatte man nicht die Möglichkeiten, die Zusammensetzung zu analysieren und heute gibt es keine Äpfel mehr, die 500 Jahre alt sind.

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Das hängt unter anderem auch vom Wetter ab.


 aber, im Prinzip, nein

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