Hatte schon mal jmd. eine OP, wegen einer Mittelohrentzündung?

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3 Antworten

Chronische Mittelohrentzündung:

Es werden zwei Formen der chronischen Mittelohrentzündung unterschieden.

Bei der Schleimhauteiterung findet sich ein zentral im Trommelfell gelegener Defekt, der sich nicht mehr von selbst verschließt. Durch die chronische Entzündung kommt es zu Veränderungen der Mittelohrschleimhaut und, unter Umständen, auch zu Defekten an der Gehörknöchelchenkette.

Bei der sogenannten Knocheneiterung (Cholesteatom) des Mittelohres entsteht der Defekt z.B. am Oberrand des Trommelfells. Als Folge werden Zellen der äußeren Trommelfellschicht in das Mittelohr verschleppt. Dort beginnen die Zellen wie ein gutartiger Tumor zu wachsen und zerstören die umliegenden Strukturen.

Die chronische Schleimhauteiterung ist vor allem eine lästige Erkrankung. Der ständige Sekretfluß aus dem Mittelohr stört und macht eine ggf. notwendige Hörgeräteversorgung unmöglich. Kann durch regelmässige Reinigung des Ohres oder durch Antibiotikagabe die Entzündung zurückgedrängt werden muß nicht unbedingt operiert werden.

Bei der Knocheneiterung muß auf lange Sicht das Mittelohr durch eine Operation saniert werden. Das Fortschreiten der Erkrankung läßt sich durch konservative Massnahmen nicht aufhalten.

Operiert wird in örtlicher Betäubung oder in Allgemeinnarkose. Das Mittelohr wird entweder über einen Schnitt hinter dem Ohr, oder einen Schnitt am Gehörgangseingang eröffnet. Dann wird:

1.) Die oberflächlichen Schichten der entzündeten Schleimhaut und durch die chronisch Entzündung angegriffener Knochen entfernt.

2.) Das Loch im Trommelfell mit körpereigenem Gewebe verschlossen.

3.) Eine unterbrochene Gehörknöchelchenkette entweder mit noch verwendbaren eigenen Gehörknöchelchen oder mit Keramik oder Metallprothesen wiederhergestellt.

Am Ende der Operation werden mit Antibiotika getränke Schwämmchen in den Gehörgang eingelegt, die etwa 3 Wochen verbleiben. Der für 2 Tage angelegte große Ohrverband wird anschließend durch eine Ohrklappe ersetzt. In dieser Zeit ist Ihr Hörvermögen daher eingeschränkt. Erst nach Entfernung der Tamponade kann das Gehör beurteilt werden.

Der stationäre Aufenthalt dauert etwa eine Woche, läßt sich jedoch im Einzelfall verkürzen. Nach weiteren ein bis zwei Wochen können Sie wieder Ihrer gewohnten Tätigkeit nachgehen. Druckschwankungen sollten allerdings zunächst noch vermieden werden.

Dies und weitere Informationen zur Operation (auch Abbildungen):

http://www.klinikumsolingen.de/kliniken/hno/omc.html

Ich habe keine Ahnung was bei dir gemacht werden soll. Wenn es aber um das Einsetzen von Röhrchen in das Trommelfell geht, das ist nur ein kurzer ambulanter Eingriff und zieht keine Schmerzen nach sich. Wie lange die drin bleiben, hängt von deinem Genesungsverlauf ab. Normal bekommst du noch Ohrstöpsel angepasst, damit du ungefährdet Duschen und schwimmen kannst. Tauchen ist aber solange die Röhrchen noch drin sind und danach bis das Trommelfell völlig verheilt ist, passe. LG Detlef

Wenn es sein muss, muss das Ohr unter Vollnarkose aufgeschnitten werden und die komplette Entzündung entfernt werden (Flüssigkeit etc.), sagt mein HNO

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Der Routineeingriff bei einer MOE besteht darin, ein sog. Paukenröhrchen in das Trommelfell einzulegen, durch das dann die Entzündung abfließen und abheilen kann. Ist kein großer Eingriff, also keine Angst!

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