Hatte dieses schon einmal gefragt , aber gibt es denn ein Gestzt für die Arbeitszeiten als Pilot und sind die Piloten wirklich so oft übermüdet ?

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3 Antworten

Zum Thema Arbeitszeit hier die Referenz der EU-OPS 1: 

ABSCHNITT Q — Beschränkung der Flug- und Dienstzeiten und Ruhevorschriften 1.1090 bis 1.1135

Da heißt es z. B. in "OPS 1.1105 - Maximale tägliche Flugdienstzeit 

1.3. Die grundsätzlich höchstzulässige tägliche Flugdienstzeit ist 13 Stunden." 

Und dann geht das Ganze über 45 Abschnitte mit Blockzeiten, Tagesrhythmus, Tag- und Nachtstunden, erlaubte Flugabschnitte, Überschreiten der Zeiten in Notfällen usw. 

Diese Zeiten sind aber nicht einfach aus der Luft gegriffen, sondern nach eingehenden Studien festgelegt worden, zumal es ja auch eine Ablösung durch einen PIC/R, bekannt als SFO, geben kann. 

Was "manche Piloten" sagen (wer oder wie viele sind "manche"?) ist auch völlig irrelevant. Natürlich muss eine Berufsgruppe immer klagen und die Personalvertretung bzw. Gewerkschaft ist schon politisch gezwungen, Belastungen schlimmer hinzustellen als sie tatsächlich sind. 

Thema Mobbing (NICHT Mopping; das hat eher etwas mit Mop, also Putzen, zu tun!): Früher, also ganz früher, als die Flugzeuge noch aus Holz, aber die Männer aus Eisen waren, wurden die Copiloten oft von den Kapitänen unterdrückt, obwohl die ja auch mal rechts gesessen hatten. 

Dazu kam, dass es Airlines gab - und vielleicht noch gibt -, die ehemalige Militärpiloten einstellten; im Gegensatz zu der auch hier bei GF manchmal geäußerten Ansicht keine gute Idee. 

Militärpiloten unterliegen einem hierarchischen Denken und sind gewohnt, sich und ihre Flugzeuge bis an die Grenzen der Belastbarkeit zu bringen; eine Sache, die man in der zivilen Fliegerei überhaupt nicht schätzt. 

Daher ist auch in der Pilotenausbildung spätestens seit dem Unglück der Birgenair ein MCC-Seminar (Mulitcrew-Coordination Concept) vorgeschrieben, also ein Lehrgang über die Zusammenarbeit im Cockpit. 

Wie gesagt, gehören Klagen (auf hohem Niveau) zur Daseinsberechtigung jeder Berufsgruppe. 

Aber auch weitere Untersuchungen zum Thema Anspannung, Übermüdung, mentale Fitness usw. gehören zur Fliegerei. Die gegebenen Werte sind ja nicht in Beton gegossen, sondern können jederzeit neuen Erkenntnissen der Wissenschaft angepasst werden, auch wenn das ein langwieriger Prozess ist. 

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Wird wohl bei den Billig-Airlines der Fall sein. Aber die großen Alteingesessenen bieten alle Konditionen die man sich nur vorstellen kann.

Natürlich setzen viele Piloten sich selbst stark unter Druck, denn sie wissen, was sie für ein verdammtes Glück hatten diesen Beruf ausüben zu dürfen. Dies wollen sie unter keinen Umständen aufs Spiel setzen.

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Wer erzählt denn das sie gemobbt werden ?? Das ist ja völliger blödsinn 

Und es sind nur wenige übermüdet aber das liegt nicht am Flugplan 

Es wird auch in der Presse übertrieben 

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Kommentar von Gefrierleer
02.05.2016, 22:30

Nein, mit mobbing ist gemeint, dass der F/O nicht oder nur kaum in die Flugplanung und den Flug einbezogen wird. Er wird dabei als minderwertig angesehen. Und übermüdet sind auch viele Piloten.

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