Hat zu Hause ein Effekt auch draußen?

5 Antworten

Ich bin immer bemüht, meinen Ärger nur den spüren zu lassen, den es betrifft.
Das gelingt mir vor allem dann nicht ganz, wenn es jemand unangenehm ist, dass ich ärgerlich bin, auch wenn ich betone, dass es nichts mit demjenigen zu tun hat.

Dann zwinge ich mich entgegen meiner Instinkte, freundlich zu sein und merke, dass mir das sogar guttut und ich etwas Abstand bekomme.

Ja. Die Familie oder sonstige "Basis" (das kann dann auch ein Partner sein, mit dem man zusammenlebt; oder auch nur das eigene zu Hause in dem man allein lebt, oder bereits gegründete Familie) bildet immer einen Großteil eines Fundaments, mit dem man der Welt draußen entgegentritt.

In jüngeren Jahren ist es vor Allem die Herkunftsfamilie, die diese Wirkung hat und die Position dort begründet sogar lebenslang, ob man sich intro- oder extrovertiert verhält, oder aber auch das Temperament. Genau wie auch ein paar andere unbewusste/unterbewusste Muster. (Trotzdem kann man sagen, dass man der Herkunftsfamilie fremder ist, als den meisten Menschen, die man kürzer kennt. Denn innerhalb der Ursprungsfamilie lebt ein Mensch komplett automatisch wieder das ursprüngliche Muster, auf das er dort gepolt wurde. Selbst wenn er sich im Leben schon weit davon entfernt hat und es nicht möchte. Fast wie eine Art "Rangordnung".)

Das Fundament von dem ich oben schrieb, ist aber hauptsächlich eins, was von aktuellen Themen bestimmt wird und es sorgt für eine gewisse Stabilität, oder eben das Gegenteil. Genau wie eine innere Einstellung sich selbst gegenüber.

Deshalb ist es wichtig, auch hier und da mal Abstand zu nehmen. Um immer wieder bei sich selbst anzukommen um ein unabhängiges Fundament zu entwickeln, das nicht permanent durch die engsten sozialen Einflüsse beeinflusst werden kann. Und natürlich auch, dass man sich nicht hauptsächlich auf einen dieser äußeren Faktoren wie Familie oder Partner versteift, denn wenn das mal wegfällt oder die Verbindung etwas "kränkelt" gerät das Fundament automatisch in's Wanken.

Man sollte also hauptsächlich sein eigenes inneres Fundament ausbauen (durch Hobbies und Pflegen der Beziehung zu sich selbst. Auch, indem man gut mit sich umgeht.). Und gleichzeitig darauf achten, dass man ein direktes soziales Netz hat, anstatt nur eine einzelne Basis. Denn genau dann hängt nichts rein von äußeren Faktoren ab und man gerät nicht in's Wanken, wenn mal was dran rüttelt. Man bleibt dann auch der Außenwelt gegenüber ausgeglichener und gefühlsstabiler.

Auch wichtig ist außerdem, dass man sehr selbstreflektiert ist und die eigenen in der Herkunftsfamilie entstandenen Muster kennt. Dann kann man damit umgehen und sieht auch, inwieweit es noch Einfluss hat.

Auch das macht ausgeglichener. Weil Einem damit klar ist, dass man bestimmte Dinge auch aktiv verändern kann. Man gerät z.B. seltener in Opferrollen oder ähnliches und beißt sich weniger an schlechten Erfahrungen fest. Und wenn man genau das im Blick hat, agiert und reagiert man anderen Menschen gegenüber niemals toxisch, sondern ist sich der Verantwortung über sein eigenes Verhalten grundsätzlich bewusst. So wie man es sollte.

Würde man außerdem nicht aktiv gegen eine vorgefertigte Rolle angehen (z.B. längst überfällige Muster der Herkunftsfamilie), wäre auch das ein Mangel an Eigeninitiative und damit eigenverantwortliche Tatenlosigkeit. Tatenlosigkeit macht sich selbst und damit auch der Außenwelt gegenüber immer frustriert und unzufrieden.

Hauptsächlich ist also eine gewisse innere Unabhängigkeit (auch sich selbst und seinen Triggern und Annahmen gegenüber) entscheidend, wie man seiner engeren und weiteren Umgebung entgegentritt.

Natürlich.

Weil du immer ein ind derselbe Mensch bist.

Familie und die Welt draußen sind natürlich unterschiedlich, aber alles beeinflusst dich als Mensch natürlich.

Kommt tatsächlich auf Personen Darauf an.

Einige die spiegeln es wieder. Andere die sind zuhause total untergeben aber in der Öffentlichkeit total die Machos.

Welche sind Asozial zu Eltern Aber außerhalb können sie ihre Klappe nicht auf halten.

pubertierende jugendliche, die völlig ohne streit und zwist mit eltern und geschwistern in dieser umbruchphase leben, sind eher die ausnahme

oder fallen deswegen sogar auf.

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