Hat Wissenschaft etwas mit Glauben zu tun?

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Das Ergebnis besteht aus 22 Abstimmungen

Nein, weil... 63%
Ja, weil... 27%
Weder noch, weil... 9%

26 Antworten

Ja, weil...

...der Begriff GLAUBEN wie folgt zu definieren ist:

" Glaube ist die gesicherte Erwartung erhoffter Dinge, der offenkundige Beweis von Wirklichkeiten, obwohl man sie nicht sieht!"

Zunächst mal Kompliment an Deinen Biolehrer, der offenbar zugibt, dass auch oder gerade die Wissenschaft Glauben im Sinne der oben genannten Definition benötigt, da viele der von Wissenschaftlern beschriebenen VORGÄNGE in der Natur letztlich nicht bis ins Detail durch Versuchsergebnisse nachgewiesen sind.

Nimm zum Beispiel die Photosynthese:

Der folgende link beschreibt den derzeitigen Kenntnisstand über die Photosynthese, deren Varianten und Parameter recht detailliert. 

http://www.chemie.de/lexikon/Photosynthese.html

Wir Menschen wissen, dass diese Photosynthese funktioniert und wir wissen, welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen, DAMIT sie funktioniert. Allerdings ist bis heute nicht vollständig geklärt, welche chemischen PROZESSE genau Bestandteil der Photosynthese sind UND WIE GENAU die funktionieren.

http://www.pflanzenforschung.de/index.php?cID=8253

Wegen der allgemeinen Bedeutung der Photosynthese für die Menschheit, ja für Leben überhaupt auf unserem Planeten versuchen Wissenschaftler seit langem, die chemischen Prozesse derselbigen genau zu verstehen.

Dennoch "glauben" insbesondere Wissenschaftler an das Stattfinden dieser Photosynthese, an die bisher erforschten Detailkenntnisse über diesen für uns so lebenswichtigen Prozess. Für weitere Forschung benötigt man diesen GLAUBEN auch, da man ja nur gezielt forschen kann, also auf der Grundlage von bestimmten Annahmen. Der Unterschied zu WISSEN auf Grundlage der o.g . Definition: Sind Einzelprozesse der Photosynthese erst einmal wissenschaftlich nachgewiesen, also in Versuchen erfolgreich "nachvollzogen", nun dann WEIß man, wie es funktioniert, und dann muss man nicht mehr GLAUBEN, es zu WISSEN.

Somit steht GLAUBEN nicht im GEGENSATZ zu Wissen, wenn man Glauben wie o. g. definiert.

Viel Spass beim Nachlesen und -denken.

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Kommentar von Mark1616
30.08.2016, 01:14

Ach, jetzt erfindet man sich sogar eigene Wortdefinitionen um seine verquere Ansicht durchzusetzen? Wenn ich nach der Definition von Glaube suche, dann kommt das dabei heraus:

  1. feste Überzeugung, die nicht auf Fakten, Beweisen, sondern auf dem Gefühl beruht."Sein Glaube an die Zukunft ist unerschütterlich."
  2.      religiöse Überzeugung."Ein fester Glaube bestimmte ihr Leben."
  3.      Religion."Sie trat zum christlichen Glauben über."

Deine Definition findet sich dort nirgends. Es hat dich aber noch nie gestört die Fakten zu deinen Gunsten zu manipulieren, was? ;)

Wir Menschen wissen, dass diese Photosynthese funktioniert und wir wissen, welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen, DAMIT sie funktioniert. Allerdings ist bis heute nicht vollständig geklärt, welche chemischen PROZESSE genau Bestandteil der Photosynthese sind UND WIE GENAU die funktionieren.

Du bringst hier ein wunderbares Beispiel. Die Evolution ist ein Fakt, genauso, wie auch die Photosynthese. Die menschlichen Theorien, versuchen diese Vorgänge zu beschreiben und die Evolutionstheorie gehört mittlerweile zu den am besten belegtesten Theorien unserer Geschichte. Die Fakten sprechen für sich.

Nur um das noch einmal klarzustellen: Die Evolution findet tagtäglich statt. Die Evolution ist ein Fakt. Bestes Beispiel dafür ist doch, wie wir Bakterien, durch künstlichen Selektionsdruck durch Antibiotika, zur "Evolution" zwingen. Wie würdest du das sonst nennen wenn nicht Evolution?

Dennoch "glauben" insbesondere Wissenschaftler an das Stattfinden dieser Photosynthese

Wissenschaftler glauben nicht. Wissenschaftler sehen sich die vorhandenen Fakten an und erarbeiten daraus die am wahrscheinlichsten zutreffendste Möglichkeit.

8
Kommentar von Respawn618
30.08.2016, 01:59

Das hier ist komplett ungerechtfertigterweise zur besten Antwort ausgezeichnet worden. Obige Argumentation steht vollständig und klar erkennbar auf einem komplett falschen Verständnis dessen, was die wissenschaftliche Methode ist. Nebst anderem, grundsätzlicherem.

Erst schreibt Gromio dies hier:

Wir Menschen wissen, dass diese Photosynthese funktioniert und wir wissen, welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen, DAMIT sie funktioniert.

Kurz darauf schreibt er das:

Dennoch "glauben" insbesondere Wissenschaftler an das Stattfinden dieser Photosynthese,...

Wie man einen solch klaren Widerspruch nicht schon beim tippen erkennen kann, ist schwer verständlich.

Ja. Wir wissen zum Teil nicht genau WIE die chemischen Prozesse in restlos allen Aspekten funktionieren. Egal ob Photosynthese, Evolution oder was auch immer sonst. Korrekt. 
Aber offensichtlich wissen wir, DASS jene Dinge funktionieren. Dass "Laub" zuständig dafür ist, "unseren" Sauerstoff zu produzieren, das wissen wir. Bis runter zum Grundschulkind. 

Gravitation. Gegenstände bewegen sich zur Erde mit 9,81ms/2. Wissen (!) wir. Dennoch ist sie, die Gravitation, in ihren Ursachen und Zusammenhängen noch weit weniger verstanden als zum Beispiel die Evolution. 

...

Er hebt es sogar noch hervor:

Wegen der allgemeinen Bedeutung der Photosynthese für die Menschheit, ja für Leben überhaupt auf unserem Planeten versuchen Wissenschaftler seit langem, die chemischen Prozesse derselbigen genau zu verstehen.

Eben! Weshalb sollte hier also Glaube irgendwo zur Anwendung kommen? Es geschieht offensichtlich und es ist ebenso offensichtlich elementar wichtig. Fertig. Also forscht man. Kein Glaube nötig. 

...

Zum Fehler im Verständnis des Ganzen:

Wenn man ein 1000-teiliges Puzzle hat. Und man erkennt im noch unfertig angelegten Bildgefüge bereits den Eiffelturm als klar zentrales Thema (hier: Die Photosynthese), dann ist es vollkommen irrelevant ob noch ein paar hundert Teile dabei fehlen. Es ist nicht nötig alles bis ins allerletzte Detail zu wissen, um klare Aussagen zum Gegenstand der jeweiligen Forschung zu treffen. 

6
Kommentar von Respawn618
30.08.2016, 02:06

P.S.:

Somit steht GLAUBEN nicht im GEGENSATZ zu Wissen, wenn man Glauben wie o. g. definiert.

Ja. Und wenn man Pfannkuchen als schallplattenförmig definiert, kann man aber trotzdem keine Musik damit abspielen.

5
Kommentar von Respawn618
30.08.2016, 02:07

P.P.S.:

Viel Spass beim Nachlesen und -denken.

Hatte ich. Danke.

2
Nein, weil...

In der Wissenschaft kann man höchstens bei unbestätigten Hypothesen von Glauben im Sinne von bloßem Meinen sprechen. Bevor ein Modell oder eine Theorie aber Bestandteil der Lehrmeinung wird, muss es deutlich höheren Ansprüchen genügen.

Einerseits sind da natürlich die formalen Ansprüche, andererseits muss so eine Theorie auch schlüssig mit Belegen untermauert sein, die z.B. im Experiment gewonnen wurden. 

Die Deszendenz- und Evolutionstheorien stützen sich auf eine gewaltige Last von Belegen und sind mit jedem neuen Fund im Einklang. Sie deshalb als Beschreibungen der Realität zu betrachten, hat mit Glauben nichts zu tun.

Von absolutem Wissen würde ich aber dennoch nicht sprechen. Es ist eine, wenn nicht DIE zentrale Erkenntnis der Wissenschaftstheorie, dass 100%-iges Wissen nicht möglich ist, sondern wir uns nur an die Realität stückweise annähern. Mit jeder noch so eleganten Theorie wird stets unter dem Vorbehalt gearbeitet, dass sie durch neue Befunde widerlegt oder eine bessere Theorie ersetzt werden kann.

Wenn keine phänomenalen neuen Erkenntisse aus dem Hut gezaubert werden, die alles bisherige in Frage stellen, bleiben die grundlegenden Theorien der Naturwissenschaft bestehen, aber sie sind eben doch "nur" mit an Sicherheit angrenzender Wahrscheinlichkeit zutreffend.

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Kommentar von gromio
29.08.2016, 15:46

Du solltest Deine Definition von Glauben überprüfen....

cheerio

0
Nein, weil...

Wissenschaft hat streng zu unterscheiden zwischen

  • Meinung (als dem, was nur geglaubt wird)
  • und dem, was sich - wenigstens teilweise - durch Beobachtungsergebnisse und streng logische Schlussfolgerung als plausibel oder gar als beweisbar zeigt.

Was nur Meinung ist, kann und darf nicht als wissenschaftliches Ergebnis gelten. 

Solange für eine (durch mindestens ein nachprüfbares Argument gestützte) Vermutung noch kein strenger Beweis existiert, spricht Wissenschaft von einer Theorie, welche dann aber so beschrieben sein muss, dass sie - falls falsch - widerlegbar ist. Theorien in diesem Zustand nennt man falsifizierbar.

Aussagen, die weder bewiesen noch falsifizierbar sind, gelten als nicht wissenschaftlich.

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Hallo Phantasmagon,

Naturwissenschaft hat vor allem mit dem Zweifel zu tun.

Der beruht auf der Erkenntnis, dass alles Wissen fehlerbehaftet ist. Man könnte sich irren.

Naturwissenschaften stellen notorisch die Frage "woran würde man merken, dass diese Modellvorstellung die Natur nicht gut beschreibt"? Diese Frage führt zur gezielten, immer während durchgeführten Überprüfung von Theorien im Experiment.

Der Naturwissenschaftler glaubt nicht, er überprüft im Experiment. Als beste Theorie gibt dann die, die am öfteren überprüft wurde und alle Tests mit Bravour besteht.

Willst Du Naturwissenschaften zu Glaubensystemen deuten, musst Du sehr tief in die Metaebene menschlicher Erkennrnisfähigkeit.

Jeder Aussage über die Welt liegen Metaphysik Annahmen zugrunde. Bei Naturwissenschaften z.B. dass man durch Beobachtung etwas über die Welt lernen kann.

Wer hier einen Ansatz sieht, die eigene Herkunft zu leugnen, der hat die Evolutionstheorie nicht verstanden. Und auch nicht, durch welche enorme Datenfluss gestützt wird.

Grüße

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Kommentar von warehouse14
28.08.2016, 22:28

Wie wurden denn die Zeitangaben in der Evolutionstheorie geprüft? Also dieses ewige Gerede über millionen/milliarden Jahre, bis sich irgendwas spezifisches entwickelt hatte? Sind das nicht alles nur unbeweisbare Annahmen?

Selbst die "heiligen" Datierungsmethoden sind nicht fehlerfrei. Da wird für meinen Geschmack immer noch zuviel nur interpretiert und vor allem ausgeschlossen, was nicht ins Konzept passt... 

Und nur, weil sich verschiedene ausgestorbene Primaten in eine lediglich logisch aussehende Reihe aufstellen lassen müssen die noch lange nicht irgendwas miteinander zu tun haben. Selbst dann nicht, wenn es genetische oder sonstige Ähnlichkeiten gibt.

Was uns also als Vorfahre präsentiert wird muss nicht auch tatsächlich in unserer Ahnenlinie gewesen sein.

Die meisten Menschen können den Aussagen von Wissenschaftlern nur glauben, weil sie diese nicht wirklich überprüfen können.

Insofern unterscheidet sich die Wissenschaft nicht im geringsten von irgendeiner Religion.

warehouse14

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Kommentar von holodeck
29.08.2016, 12:00


Willst Du Naturwissenschaften zu Glaubensystemen deuten
musst Du sehr tief in die Metaebene menschlicher Erkennrnisfähigkeit.

Nö. Simple Psychologie ist völlig ausreichend.  


Naturwissenschaften stellen notorisch die Frage "woran würde man merken, dass diese Modellvorstellung die Natur nicht gut beschreibt"?  

Ach na ja, ein Blick in die Geschichte der wissenschaftlichen Irrtümer führt auch hier auf den Weg der Realitäten. Spontan fällt mir in solchen Zusammenhängen wieder und wieder Alfred Wegener ein, den Entdecker der Kontinentaldrift, der Zeit seines Lebens von den seinerzeit führenden Experten verlacht und ins wissenschaftliche Abseits gestellt wurde. 

Wenn schon notorisch, dann betrifft dies das Festhalten an persönlichen Überzeugungen und das Verteidigen gewohnter Weltbilder mit Zähnen und Klauen, selbst dann, wenn neuere und andere Erkenntnisse vorliegen. Das ist heute nicht anders. 


Der Naturwissenschaftler glaubt nicht, er überprüft im Experiment.

Nun kann ja aber auch der willigste Naturwissenschaftler nicht jedes Experiment in der heimischen Besenkammer nachvollziehen. Man denke da nur an die Teilchenphysik.  

Er ist natürlich in weiten Teilen seiner Disziplin auf Glauben angewiesen. Zumal nicht jeder Biologe gleichzeitig ein guter Quantenphysiker ist.   

5
Kommentar von Abahatchi
30.08.2016, 13:11

Der beruht auf der Erkenntnis, dass alles Wissen fehlerbehaftet ist. Man könnte sich irren.

Warum sollte man sich beim Satz des Pythagoras irren? Warum sollte man sich irren, wenn man statt 0,99999999999 Periode einfach 1 schreibt?

Grusz Abahatchi

2
Ja, weil...

... es auf die Auslegung der Begriffe ankommt. Was man unter dem Wort "Glauben" versteht, kann durchaus verschieden sein. Ich erläutere das später.

Als Wissenschaftler glaube ich daran, dass man für die Beobachtungen, die wir in der Welt machen, eine zusammenhängende Erklärungsform finden kann (die ohne "magische" Begründungen auskommt). Daher habe ich für Ja gestimmt.

Nun noch zu dem Wort. Leider ist die ansonsten recht differenzierte deutsche Sprache hier recht ungenau. Die Sätze
"Ich glaube, dass der Bus um 7:45 Uhr abfährt" und
"Ich glaube an Gott" haben zwar dasselbe Verb, dennoch sind es zwei verschiedene Dinge. Letzteres hat einen religiösen Kontext, aber die Person, die etwas über den Bus aussagt, sagt damit nichts über ihren Glauben im religiösen Sinne aus.

Ich hätte natürlich auch für Nein stimmen können, dann hätte ich "Glauben" als "religiösen Glauben" interpretiert, und die Wissenschaft kommt ohne diesen aus.

Die Vereinbarkeit der beiden Dinge ist wieder ein anderes Thema. Sie sind meiner bescheidenen Meinung nach vereinbar. Wichtig war mir vor allem, dass es sprachliche (semantische) Dinge sind, die hier den Unterschied Ja und Nein ausmachen können. Ich meine, würden wir hier 2 verschiedene Verben benutzen, könnten wir viele Missverständnisse vermeiden.

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Kommentar von OlliBjoern
30.08.2016, 19:52

Latein kannte "credere" (glauben in einem religiösen Kontext) und "putare" (glauben in einem nicht-religiösen Kontext). Man lese sich die Diskussionen hier im Thread mal sorgfältig durch, und wie viel Text dabei drauf geht, diese Differenz immer wieder (mit anderen Worten) deutlich zu machen.

1
Nein, weil...

Nein,
- Glauben heißt nicht wissen. (Im Sinn von, Ich weiß nicht ob du mir die Wahrheit erzählst, aber ich glaube Dir, ohne es zu überprüfen.)
Religiöse Menschen, Bibel und Koran-Gläubige torkeln so durchs Leben.

- Wissenschaft wird erforscht, getestet, analisiert und überprüft.
(z.B. man weiß dass sich etwas genau aus diesen 6 Komponenten zusammensetzt.)

Die Wissenschaft ist nie abgeschlossen, kommt ein neues bisher unentdecktes Element hinzu, (eine 7. Komponente) muss die bisherige Erkenntnis angepasst werden.

Zu deiner Annahme mit dem Affen?
Ob wir vom Affen oder einem anderen Vorfahren abstammen, Urknall oder nicht,.../ das sagt nichts darüber aus, ob dies nicht doch ein göttlicher Ursprung hat.

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Ja, weil...

In erster Linie selektiert Wissenschaft Aussagen, indem Hypothesen getestet werden und einige Hypothesen sich gegenüber anderen durchsetzen. Wie beispielsweise Atommodelle.

Woran Menschen glauben sind auch Aussagen.

Theoretisch könnte man versuchen, beides getrennt zu halten, aber ich denke, das hätte sehr unbefriedigende Folgen. Angenommen jemand der glaubt, die Erde sei 6000 Jahre alt, akzeptiert eine wissenschaftliche Theorie, nach welcher die Erde einige milliarden Jahre alt ist, so akzeptiert diese Person eine Theorie, obwohl sie diese für falsch hält. Das ginge theoretisch mithilfe eines wissenschaftlichen Fiktionalismus: "Wissenschaftliche Aussagen sind falsch, aber wir nehmen sie trotzdem an". Davon abgesehen, warum man das tun sollte, stellt sich dann allerdings die Frage: Warum sollte die Wissenschaft erklären, warum die Erde milliarden Jahre alt ist, wenn sie in Wahrheit 6000 Jahre alt ist? Warum suchen wir nicht nach Erklärungen für die Existenz einer jungen Erde. Wieder gilt: Vielleicht kann es Motive geben, genau das zu tun. Aber normalerweise denken Menschen nicht so. Normalerweise suchen Menschen wissenschaftliche Erklärungen für das, was sie glauben. Und solange das so ist, hat Wissenschaft etwas mit Glaube zu tun.

Allerdings sollte man auch berücksichtigen: Nicht jeder Glaube ist gleich rational. Die Phrase etwas sei "auch nur ein Glaube" ist so trivial, wie die Aussage "1+1=2 ist auch nur eine Gleichung". Manche Gleichungen sind besser, als andere. Die Evolutionstheorie und religiöse Schöpfungsmythen sind nicht gleichwertig. Nur die Evolutionstheorie wurde erfolgreich wissenschaftlich nachgeprüft.


P.S.: Ich definiere Glaube hier als die Annahme, eine Proposition habe eine Wahrscheinlichkeit > 0,5.

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Weder noch, weil...

Wir wissen es nicht zu 100% - das können wir gar nicht. Daher glauben wir es nur zu wissen, aber der entscheidende Unterschied ist, wie wir es belegen. Der christliche Glaube - also die Bibel - ist nach unseren  Wissensstand falsch, was aber einen Gott an sich nicht ausschließt, jedoch sehr unwahrscheinlich macht. Zur Evolution: Die Vorfahren des Menschen sind sehr umstritten.   Wir stammen jedoch vermutlich von einem Menschenaffen ab, ob das ein Affe ist, ist jedoch eine Frage der Definition. 

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Grüß Dich Phantasmagon!

Seriöser Wissenschaft, also damit Erkenntnisse, die sich in Wissenschaftskreisen als anerkannt durchgesetzt haben, kann man glauben. Allerdings muss man wissen, das die Ergebnisse immer nur den neusten Stand widerspiegeln.

Immer wieder kommt es vor, das neue Erkenntnisse gewonnen werden, die alte über den Haufen werfen. Seriöse Wissenschaft weiß darum. In einem strengen Auslese,- und Beweisprozess müssen sich die seriösen Wissenschaftler einem Diskussionsprozess unterwerfen und Nachweise erbringen, die die jeweilige Erkenntnis untermauern. Dabei ist es von entscheidender Bedeutung, die Methode zuaufzulisten, mit der man diese neue oder auch modifizierte Erkenntnis gewonnen hat.

Damit soll gesichert werden, das niemand irgendwelchen Unsinn verbreitet. Dann erst, wenn die Erkenntnis allgemein Eingang in die Wissenschaft gefunden hat, ist sie natürlich auch glaubwürdig und hat dann selbstverständlich etwas mit Glauben zu tun.

Herzlichen Gruß

Rüdiger

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Kommentar von TheStone
29.08.2016, 02:58

"Immer wieder kommt es vor, das neue Erkenntnisse gewonnen werden, die alte über den Haufen werfen." 

Seit Naturwissenschaften Arbeiten, wie sie heutzutage Arbeiten, passiert sowas nicht. Jede Theorie muß im Einklang mit allen bekannten Beobachtungen stehen und überprüfbar sein. Wenn eine Theorie durch eine bessere ersetzt wird (die beispielsweise in so fern besser ist, als dass sie auch Phänomene erklärt, die zur Entstehung der alten Theorie unbekannt waren), wird in dem Bereich, in dem die alte Theorie Aussagen gemacht hat, auch die selben Ergebnisse, wie diese liefern. (Die alte Theorie hat ja schließlich funktioniert. Sonst wärs ja keine Theorie gewesen...) 

0

Die Parallele ist, dass wir manchmal nicht alles überprüfen können und/oder wollen, sondern Autoritäten "glauben".
Im religiösen Sinn meint "Glauben" ein tieferes Wissen.

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Kommentar von LetalisAffectus
28.08.2016, 21:48

Im religiösen Sinn meint Glaube auch nur Glaube.
Wissen bezieht sich immer auf einen Beweis, egal wie Tief dieses Wissen steckt.

7
Kommentar von DerBuddha
28.08.2016, 21:53

Im religiösen Sinn meint "Glauben" ein tieferes Wissen.

im religiösen sinn bedeutet glauben = nichts wissen und nicht wirklich wissen wollen...........

5
Kommentar von Eselspur
28.08.2016, 22:28

nein: personales Vertrauen

0
Kommentar von Eselspur
28.08.2016, 23:07

... oder einfach: sich trauen!

0

Ja, es geht um den Glauben daran, dass die plausibelste Antwort relevant ist.

Generell sollte aber einem Wissenschaftler natürlich bewusst sein, dass es Objektivität entweder nicht gibt oder sie aber nicht erreicht werden kann. Auf dieser Grundlage kann einen kaum etwas erschüttern.

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Nein, weil...

Nein, Wissenschaft hat nichts mit Glauben zu tun, weil Glauben schlicht und einfach in der Wissenschaft nicht vorkommt.

Wissenschaft hinterfragt sich ständig. Genau das tut Glaube nicht.

Glaube ist allenfalls Studienobjekt für Wissenschaften wie Vergleichende
Religionswissenschaft, Psychologie, Neurologie, Ethnologie und
Soziologie.

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Hallo Phantasmagon,

Dein Biologielehrer hatte insofern recht, als nicht alles, was die Wissenschaft als Wahrheit verkündet, auch ausreichend durch Tatsachen gestützt wird. Das trifft auch auf vieles zu, was Verfechter der Evolutionstheorie behaupten. Damit will ich nicht sagen, dass diese Theorie mehr auf Glauben als auf Tatsachen beruht, da sie sich ja bekanntermaßen auf eine Vielzahl von Belegen stützt. Doch gerade an dem von Dir angeführten Beispiel der Abstammung des Menschen zeigt sich, dass vieles auf Auslegung und Deutung beruht und nicht auf unumstößlichen Tatsachen. Die nachfolgenden Darlegungen sollen das begründen.

Viele Evolutionsbefürworter sehen den Übergang zwischen Affen und Menschen durch Fossilien als gut belegt an. In der aktuellen Diskussion werden hauptsächlich die Australopithecus-Arten und solche Formen genannt, die mit dem Gattungsnamen Homo bezeichnet werden.

Die inzwischen 10 bekannten Arten des Australopithecus sind dem Menschen zwar ähnlicher als die heutigen Menschenaffen, doch weisen diese eine ganze Reihe affentypischer Merkmale (wie z.B. Schnauze, gekrümmte Zehenknochen, Gehirnstruktur usw.) auf, so dass hier nicht von einem Übergangswesen die Rede sein kann. Auch hat man inzwischen erkannt, dass der Gang des Australopithecus (nicht schreitend) nicht dem des Menschen glich und die gekrümmten Finger- und Zehenknochen eher auf eine Fortbewegung überwiegend auf Bäumen schließen lassen. Somit kann eine Übergangsstellung zwischen Affen und Menschen mit diesem Wesen nicht bewiesen werden.

Was ist aber zu den Neandertaler-Funden zu sagen? Der Neandertaler unterschied sich zwar vom heutigen Durchschnittsmenschen durch Merkmale wie eine gedrungene Körperstatur, eine langgestreckte Schädelform u.ä, doch zeigen Vergleiche, dass diese Merkmale auch bei Menschen unserer Tage gelegentlich vorkommen. Es könnte sich bei diesen Merkmalen um Anpassungen an die damaligen klimatischen Bedingungen handeln. So findet man auch heute unter den Bewohnern kälterer Klimazonen, wie z.B. den Eskimos oder den Lappländern, Menschen mit einem recht kurzen und stämmigen Körperbau.

Es gibt auch nichts, was darauf hindeutet, dass der Neandertaler weniger entwickelt gewesen wäre, als der heutige Mensch. Im New Scientist hieß es: "Seit Langem wird die Ansicht vertreten, der Neandertaler sei dem Homo sapiens unterlegen gewesen. Das ändert sich jetzt jedoch, denn nach und nach findet man heraus, dass er Fähigkeiten besaß, die man bisher nur dem modernen Menschen zuschrieb." Außerdem weisen die Knochenfunde, die in den gleichen Schichten vorkommen, in denen auch Funde des Homo sapiens sapiens, also des Jetztmenschen, gemacht werden, darauf hin, dass der Neandertaler nicht als Übergangsform zwischen Affen und Menschen zu sehen ist.

Wie sieht es mit dem sog. Homo erectus, dem "aufrecht gehenden Menschen" aus? Deuten nicht seine recht kleine Gehirngröße, die kräftigen Augenwülste, die fliehende Stirn u.ä. auf eine echte Übergangsform hin? Was zeigt hier der Vergleich zum heutigen Menschen? Wenngleich auch die durchschnittliche Gehirngröße des Homo erectus nicht dem des heutigen Menschen entspricht, fällt sie dennoch nicht so weit aus der Norm, dass man von ihm als von einem affenähnlichen Vorfahren sprechen könnte. Auch heutige Gehirngrößen lassen sich mit dem von Homo erectus durchaus vergleichen.

Wie man erkannt hat, ist es, entgegen vielfacher Darstellung, nicht gerechtfertigt, von der Größe des Gehirns eines Schädelfragments darauf zu schließen, dass es sich dabei zwangsläufig um das einer Übergangsform handeln muss. In der Zeitschrift Scientific American Mind ( 2008) wurde dazu folgende interessante Aussage gemacht: „Hirnforschern ist es bei Menschen und Tieren nicht gelungen, einen Zusammenhang zwischen absoluter oder relativer Hirngröße und Intelligenz herzustellen. Auch die Größe oder das Vorhandensein bestimmter Hirnregionen hat offenbar nichts mit Intelligenz zu tun. Die einzige Ausnahme bildet vielleicht das Sprachzentrum (Broca-Zentrum) im menschlichen Gehirn."

Ebenso weist seine Gehirnstruktur des Homo erectus ähnliche Merkmale auf, wie sie der heutige Mensch besitzt. Die bereits angesprochenen Körperbaumerkmale finden sich in abgeschwächter Form sogar noch heute z.B. bei den australischen Ureinwohnern, den Aborigines. Daher ist es also eher eine Sache der Deutung, Homo erectus den Übergangsformen, die zum Menschen führen, zuzurechnen. Man darf auch nicht vergessen, dass die Gene des Menschen eine große Bandbreite an Merkmalsausprägungen und Unterschieden zulassen. Somit sind Fossilfunde nicht so eindeutig, dass sie unzweifelhaft als Vorstufen zum Menschen gesehen werden müssen.

Daher schreibt der Wissenschaftler Henry Gee in einer Ausgabe der Zeitschrift "Die Zeit" (Ausgabe 13/2001) folgendes: "Es wird immer deutlicher, dass die althergebrachte Vorstellung von der Menschheitsevolution nicht der Realität entspricht. Eine Schritt für Schritt nachvollziehbare Wandlung von einem Affenwesen über immer menschlichere Zwischenstufen bis hin zum modernen Menschen hat vermutlich nicht stattgefunden - zumindest nicht in geordneter Reihenfolge".

Aus dem Gesagten lässt sich also schließen, dass die Abstammung des Menschen keineswegs so gut bewiesen ist, wie das in den Schulbüchern und in der Fachliteratur oftmals dargestellt wird. Die fossilen Funde, die man den sog. Urzeitmenschen zuordnet, sind durchaus deutbar und lassen sich daher nicht so ohne weiteres in den Stammbaum des Menschen einfügen. Das alles zeigt, dass durch die wissenschaftlichen Forschungen keineswegs der Schöpfungsbericht der Bibel über die Erschaffung des ersten Menschenpaares widerlegt worden ist. Viele fossile Funde lassen sich auch in Richtung Schöpfung deuten und sind daher kein ausreichender Beleg für die Behauptung, der Mensch stamme von affenähnlichen Vorfahren ab.

LG Philipp

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Kommentar von Mark1616
29.08.2016, 08:10

Viele Evolutionsbefürworter sehen den Übergang zwischen Affen und Menschen durch

Tja, blöd nur das wir immer noch in jeder Hinsicht Affen sind. Die ET redet von einem gemeinsamen Vorfahren von Mensch und Affe, wobei der Mensch nichts anderes als eine relativ haarlose und ziemlich intelligente Affenform ist.

Wie viel Substanz ist wohl in deinem restlichen Beitrag, wenn du schon im ersten Absatz so einen elementaren Fehler einbaust?

3
Kommentar von Hyperhaes
29.08.2016, 18:27
Die inzwischen 10 bekannten Arten des Australopithecus sind dem Menschen zwar ähnlicher als die heutigen Menschenaffen, doch weisen diese eine ganze Reihe affentypischer Merkmale (wie z.B. Schnauze, gekrümmte Zehenknochen, Gehirnstruktur usw.) auf, so dass hier nicht von einem Übergangswesen die Rede sein kann. Auch hat man inzwischen erkannt, dass der Gang des Australopithecus (nicht schreitend) nicht dem des Menschen glich und die gekrümmten Finger- und Zehenknochen eher auf eine Fortbewegung überwiegend auf Bäumen schließen lassen. Somit kann eine Übergangsstellung zwischen Affen und Menschen mit diesem Wesen nicht bewiesen werden.

Mal eine -schon zig mal gestellte und jedesmal ignorierte- Frage:

Wie sollte deiner Meinung nach eine "Übergangsform" genau aussehen? Sollte sie nicht die Merkmal einer ursprünglicheren Form UND einer "weiter entwickelten" Form aufweisen (also im Prinzip genau das was du gerade als Ausschlusskriterium aufgezählt hast?)

3
Kommentar von Hyperhaes
29.08.2016, 18:32


Daher schreibt der Wissenschaftler Henry Gee in einer Ausgabe der Zeitschrift "Die Zeit" (Ausgabe 13/2001) folgendes: "Es wird immer deutlicher, dass die althergebrachte Vorstellung von der Menschheitsevolution nicht der Realität entspricht. Eine Schritt für Schritt nachvollziehbare Wandlung von einem Affenwesen über immer menschlichere Zwischenstufen bis hin zum modernen Menschen hat vermutlich nicht stattgefunden - zumindest nicht in geordneter Reihenfolge". 

Hier mal wieder ein schönes Beispiel mit welchen Mitteln die Zeugen Jehovas vorgehen, um ihren Glauben zu verkaufen... Ich vervollständige den Absatz mal...:


Stattdessen hat es offenbar anatomische Parallelentwicklungen bei den verschiedenen Linien der Vorfahren gegeben, und das auch noch zu verschiedenen Zeiten. Die Zuordnung neuer Skelettfunde wird für die Experten immer schwieriger.
Quelle: http://www.zeit.de/2001/13/200113\_hominide.xml/seite-2

Ist das die angebliche Ehrlichkeit der Zeugen Jehovas?




 Viele fossile Funde lassen sich auch in Richtung Schöpfung deuten und sind daher kein ausreichender Beleg für die Behauptung, der Mensch stamme von affenähnlichen Vorfahren ab. 

Ach ja? Nenn mal welche und in welchem Kontext?





5
Kommentar von Hyperhaes
29.08.2016, 18:39
Außerdem weisen die Knochenfunde, die in den gleichen Schichten vorkommen, in denen auch Funde des Homo sapiens sapiens, also des Jetztmenschen, gemacht werden, darauf hin, dass der Neandertaler nicht als Übergangsform zwischen Affen und Menschen zu sehen ist.

Dass dem nicht so ist, weiss man schon seit sehr langer Zeit und wird auch nicht so gelehrt... Lies dir mal die Forschungsergebisse von Prof. Dr. Svante Pääbo durch... Der Neandertaler ist ein ausgestorbender Seitenast, der sich aber z.T. durch Vermischung mit dem Homo Sapiens in unseren Genen findet.

z.b:

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2583069/

http://www.cell.com/cell/pdf/S0092-8674(00)80310-4.pdf

3
Nein, weil...

Nein, Wissenschaft hat nichts mit Glauben zu tun, sondern mit Beweisen und Erfahrungswerten, "Glauben" heißt dagegen ja gerade irgendwas ohne Beweise für wahr zu halten, ist also eher das genaue Gegenteil von Wissenschaft.

Gerade was dein Beispiel angeht ist das natürlich keineswegs eine Glaubenssache, an die Evolutionstheorie muss man nicht "glauben", genauso wenig wie man daran "glauben" muss, dass die Erde sich um die Sonne dreht oder so... Wer behauptet nicht an die Evolutionstheorie zu "glauben", der ist offenbar, nennen wirs mal so, "intellektuell benachteiligt".

Von einem Religionslehrer würde man so einen Stuss ja erwarten, aber von einem Biologielehrer...? Der hat wohl selber nicht verstanden was eine "Theorie" im wissenschaftlichen Zusammenhang (also auch im Falle der Evolutionstheorie) ist, das hat nämlich nicht wirklich etwas mit unserem umgangssprachlichen "theoretisch" zu tun, sondern ist viel mehr sogar das, was einer absolut sicheren Tatsache am nächsten kommt.

BTW: Nur so als Anmerkung, die Evolutionstheorie besagt nicht, dass der Mensch vom Affen abstammt, sondern nur, dass wir gemeinsame Vorfahren haben ;)

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Kommentar von Einstein2016
28.08.2016, 22:50

BEWEISE sind nur etwas, was (minderwertige) Wahrheiten mit dem begrenzten menschlichen Verstand erklärbar macht bzw. mit der begrenzten Wahrnehmung unserer 5 Sinne als zutreffend erscheinen lässt bzw. als richtig bewertet wird - mehr NICHT !

GLAUBEN intuitiv erfahren kann in seinen Wurzeln auf weitaus tiefgründigeren, spirituellen, weisen Erkenntnissen beruhen. Man kann sowas NICHT mit BEWEISEN belegen, weil BEWEISE an sich (s.o. !) hierfür ganz einfach NICHT anwendbar sind !

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Nein, weil...

Bei Wissenschaft geht es ausschließlich um Fakten. An Fakten muß man nicht glauben, die kann man überprüfen.

Beim Glauben geht es um genau das Gegenteil. Der Glaube erfordert Vertrauen: "Sagt zu ihm Jesus: weil du mich gesehen hast, bist du gläubig worden. Selig, die nicht sahen, und glaubten." (Joh. 20, 29)

Deswegen taugt die Wissenschaft nicht als Religion, und Religion nicht als Grundlage für Wissenschaft.

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Nein, weil...

Die Wissenschaft verlangt ständig nach Fakten, ist aber teilweise untereinander trotzdem zerstritten, weil vieles eben doch auch nur unbewiesene Theorien sind. Ich würde das nicht Glauben bezeichnen.     Glauben ist für mich etwas heiliges, was auch mit Intuition und spirituell-religiösen, weisen Lehren zu tun hat. Ohne Verlangen nach Beweisen.

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Kommentar von DerBuddha
28.08.2016, 21:52

Glauben ist für mich etwas heiliges, was auch mit Intuition und spirituell-religiösen, weisen Lehren zu tun hat. Ohne Verlangen nach Beweisen.

glauben hat nicht nur mit irgendwelchen spirituellen oder religiösen dingen zu tun.........wäre ja quatsch............wenn menschen an sich selbst glauben, an ihre stärken oder schwächen, ist dass nichts, was mit religiösen oder spirituellen dingen zu tun hat........... wenn fans glauben, dass ihr team meister wird, hat dass nichts mit religionen zu tun.............so kann man das ewig weiterführen.......... glauben ist auch nichts heiliges............ es ist nur eine art, etwas zu bezeichnen.............mehr nicht...............:)

3
Nein, weil...

In der Wissenschaft geht es um die strikte Trennung von Glauben und wissen, beim religiösen Glauben geht es um das Ignorieren dieser Trennung.
Wenn ein Wissenschaftler eine Hypothese hat, ist diese zunächst unbelegt. Dann glaubt er nur, dass sie zutrifft, weiß aber auch, dass das nicht unbedingt so sein muss, seine Hypothese könnte sich auch als falsch herausstellen. deswegen pocht ein guter Wissenschaftler nicht auf die Richtigkeit einer Hypothese, bis er Belege für seine Behauptung in der Hand hat.

Beim religiösen Glauben wird sich nicht um Belege geschert, es wird einfach geglaubt. Im Gegensatz zur wissenschaftlichen Vorgehensweise wird aber auf die Richtigkeit einer Behauptung gepocht, obwohl es keinerlei Belege gibt.

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Kommentar von holodeck
29.08.2016, 16:38

Beim religiösen Glauben wird sich nicht um Belege geschert, es wird einfach geglaubt. Im Gegensatz zur wissenschaftlichen Vorgehensweise

„Die Leute, die so recht darauf pochen, auf dem Boden der Tatsachen zu stehen und mit Hypothesen durchaus nichts zu tun haben wollen, sitzen doch allemal selbst mit einer falschen Hypothese drin […]. Hätten sie die Verschiebungstheorie schon auf der Schule gelernt, so würden sie sie mit demselben Unverstand in allen, auch den unrichtigen Einzelheiten, ihr ganzes Leben hindurch vertreten, wie jetzt das Absinken von Kontinenten.“ Alfred Wegener

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Nein, weil...

Guten Tag!

Mein Biologielehrer sagte letztes zu uns, Wissenschaft habe, genauso wie Religion, etwas mit Glauben zu tun.

Dein Lehrer weiß nicht, dass wir aus Zellen bestehen? Der glaubt das nur? Dummer Lehrer.

Schönen Tag noch.

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Ja, weil...

Du lernst in der Schule, was die Wissenschaft so alles entdeckt hat.

Aber wie sicher ist dieses Wissen? Hast Du es überprüft? Kannst Du es überhaupt prüfen?

Oder musst Du einfach blind darauf vertrauen, daß Dir die Wissenschaftler keinen Bären aufbinden, wenn sie beispielsweise von unvorstellbaren (und in aller Regel unnachprüfbaren) Zeiträumen reden?

Glaube im religiösen Sinne bedeutet nichts anderes, als Vertrauen auf Wahrheit einer Information haben.

Verfechter der Evolutionstheorie können auch nur glauben, daß es sich so verhalten hat, wie die Theorie aussagt. Live dabei waren die Wissenschaftler jedenfalls nicht. Weder bei der Entstehung des Lebens an sich noch bei der Entwicklung/ Aufspaltung von einer Spezies in zig andere... 

Schon garnicht funktioniert das ohne das Zutun einer Intelligenz. Selbst der einfachste wissenschaftliche Versuchsaufbau im Labor beinhaltet eine Intelligenz, welche bewußt ausgeklammert wird bei der Bewertung der Testergebnisse.

warehouse14

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Kommentar von Mark1616
29.08.2016, 02:15

Schon garnicht funktioniert das ohne das Zutun einer Intelligenz. Selbst der einfachste wissenschaftliche Versuchsaufbau im Labor beinhaltet eine Intelligenz, welche bewußt ausgeklammert wird bei der Bewertung der Testergebnisse.

Ja, klar, genau! Laboraufbauten sind ja auch Lebewesen wie du und ich. Free the Laboraufbauten!!!11 Keine Tierversuche mehr an Laboraufbauten!!1 PETA ist informiert!

Du kritisierst also das wir angeblich "einfach so da waren" und glaubst deswegen an einen Gott der genauso zufällig "einfach so da war"?

Ist es nicht noch viel unwahrscheinlicher das ein omnipotenter Schöpfergott zufällig entstanden ist, nur um uns zu erschaffen und zu prüfen, als das wir Menschen "zufällig" entstanden sind?

Oder musst Du einfach blind darauf vertrauen, daß Dir die Wissenschaftler keinen Bären aufbinden

Nein, das ist schlichtweg falsch. Außer in Religionen, die dir je nach geographischer Lage völlig andere und komplett unbewiesene Gottesbilder vorschreiben, musst du auf dieser Erde nirgends blind glauben. Wissenschaftliche Theorien sind logisch und nachprüfbar. Dank des freien Zugangs zu Informationen im Internet steht es jedem Menschen frei die Fakten zu betrachten und Theorien nachzuprüfen.

Wenn du anhand der Fakten nun zu einem anderen Schluss kommst, dann arbeite deine Theorie aus und veröffentliche sie. Die Widerlegung der Evolutionstheorie dürfte dir einen Nobelpreis incl Preisgeld und eines Platzes in unseren Geschichtsbüchern einbringen.

Wieso verschwendest du deine Zeit also auf dieser Plattform, anstatt Geschichte zu schreiben?!

Bevor du jetzt die "bösen atheistischen Wissenschaftler" verteufelst, die dir niemals glauben würden: Georges LeMaitre, einer der Menschen die die Urknalltheorie ausgearbeitet haben, war Priester. Seltsamerweise ist seine Theorie, in die man sogar einen Gott als Ausläser hineininterpretieren könnte, ziemlich beliebt bei den "bösen Atheisten".

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Kommentar von Respawn618
29.08.2016, 11:36

Was für eine uninformierte Antwort. 

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Kommentar von Giustolisi
29.08.2016, 17:09

Oder musst Du einfach blind darauf vertrauen, daß Dir die Wissenschaftler keinen Bären aufbinden, wenn sie beispielsweise von unvorstellbaren (und in aller Regel unnachprüfbaren) Zeiträumen reden?
Wir können nicht alle Erkenntnisse überprüfen, auf die wir uns stützen, dazu sind unsere leben zu kurz. Deswegen überprüfen wir unsere Quellen und nehmen nur die, auf die wirklich Verlass ist. 
So können wir uns nicht darauf verlassen, dass eine biblische Figur, deren Existenz nicht einmal belegt ist, die Wahrheit sagt.

Wir können aber darauf vertrauen, dass ein Wissenschaftler, dessen Belege nichts taugen, von seinen Kollegen gnadenlos verrissen wird.
Deswegen ist auf wissenschaftliche Erkenntnisse Verlass, denn sie werden von anderen Wissenschaftlern geprüft, die nur darauf warten, einem Kollegen einen Fehler nachweisen zu können.

Ein Wissenschaftler kann also niemandem durch eine Veröffentlichung einen Bären aufbinden, denn sein Ruf wäre in Kürze ruiniert und seine Karriere beendet.

Verfechter der Evolutionstheorie können auch nur glauben, daß es sich so verhalten hat, wie die Theorie aussagt. Live dabei waren die Wissenschaftler jedenfalls nicht. Weder bei der Entstehung des Lebens an sich noch bei der Entwicklung/ Aufspaltung von einer Spezies in zig andere... 

es wäre ja auch niemand so blöd zu behaupten dabei gewesen zu sein. Evolution kann aber auch live beobachtet werden bei der Zucht von Tieren oder einem anderen Beispiel, dem Kabeljau.
Die Evolutionstheorie ist widerspruchsfrei, belegt und die beste Erklärung, die wir haben. Alternativen sind mir nicht bekannt.
Nur ein Idiot würde behaupten, sie wäre eine ewige Wahrheit.
Käme jemand mit einer besseren Erklärung um die Ecke, würde die Evolutionstheorie sofort verworfen werden.
Es ist schon ein unterschied, ob man aus Belegen logische Schlüsse zieht, oder einfach den widersprüchlichen Inhalt eines antiken Buches glaubt.

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Ja, weil...

Ja, auch in der Wissenschaft gibt es viele Dinge, die es nur deswegen gibt bzw. entdeckt wurden, weil jemand dran geglaubt hat.

In der Wissenschaft werden teils wilde Theorien aufgestellt und so lange diese niemand widerlegen kann, können sie vorerst als wahr deklariert werden.

Du kannst bspw. behaupten, dass man auf dem Planeten Proxima b leben kann. So lange niemand das Gegenteil darlegt, ist die Annahme nicht verkehrt.

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Kommentar von LetalisAffectus
28.08.2016, 21:27

In der Wissenschaft werden Theorien erst als "wahr" deklariert wenn sie die Ergebnisse der Forschung oder des Experiments reproduzierbar ist.

Die bloße Annahme etwas sei wahr, nur weil man das Gegenteil nicht beweisen kann ist Schwachsinn.

Sonst könnte ich jetzt behaupten und es als "wahr deklarieren", dass es eine Zahnfee gibt.
Oder kannst du mir das Gegenteil beweisen?

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Kommentar von uteausmuenchen
28.08.2016, 21:28

Derdude, sorry, aber hier geht einiges durcheinander. Mit Glauben hat Naturwissenschaft nicht viel zu tun. Der Begriff der Wahrheit ist ein Philosophischer, der kommt in der Naturwissenschaft on Bezug auf allgemein formulierte Modelle nicht vor. Und der letzte Absatz ist schlicht unsinnig, wird hier eine Existenzaussage doch mit einer Allgemeinaussage verwechselt. Nein, man braucht die Existenz unsichtbarer Einhörner auf Rügen nicht zu widerlegen, um deren Existenz zu bezweifeln.

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Kommentar von Skeeve1
28.08.2016, 21:30

Das stimmt so nicht. Wenn man eine wissenschaftliche Behauptung aufstellt, muß sie begründet werden, wenn man nicht ausgelacht werden will. 

Man kann eine These aufstellen, aber sobald man etwas zu einem wissenschaftlichen Fakt erklärt sollte man es besser auch untermauern können. Ich kann nicht einfach irgendwelchen Unsinn "als wahr deklarieren". Also, ich könnte schon, werde dann aber zu Recht nicht für voll genommen.

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Kommentar von mastema666
28.08.2016, 21:48

Dein Beispiel erinnert eher an Russells Teekanne, das hat mit einer wissenschaftlichen Theorie nichts zu tun, sondern zeigt halt, dass es gerade nicht Sache der Wissenschaft ist, z.B. Religion/Götter zu "widerlegen", denn sonst könnte man ja so ziemlich alles (wie das mit dem Teekessel) behaupten mit der Begründung "aber widerlegen kannst du's ja auch nicht..." so in der Art.

https://de.wikipedia.org/wiki/Russells_Teekanne

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