Hat Uli Höneß eurer Meinung nach eine gerechte Strafe wegen seiner Steuerhinterziehungen erhalten?

Höneß - (Geld, Finanzen, Fußball)

19 Antworten

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Die Höhe der Strafe war der Tat angemessen, daran gibt es nichts auszusetzen.

Allerdings während der Haft gab es meine Meinung nach deutliche Bevorzugen und ein Bonus für ihn. Er trat  Anfang Juni 2014 die Haft an, allerdings lag er im Krankenhaus und erhielt dadurch Erleichterungen. OK, er wurde operiert, daher nachvollziehbar.

Drei Monate nach Haftantritt bekam er einen Tag Hafturlaub, was in anderen Fällen so nicht ist. Genauso durfte er Weihnachten/Silvester 2014 zu Hause verbringen und dann am Januar 2015 im offenen Vollzug, So eine frühe Hafterleichtung ist ungewöhnlich und erhielt nur sehr wenige. Ebenso, dass er fast jedes Wochenende zuhause war. Man kann also sagen, einen halbes Jahr nach Haftantritt war er nur noch Mo-Fr zum schlafen im Gefängnis. Die allerwenigsten erhalten diese Erleichterung.

Genauso absolut ungewöhnlich ist, wie er dermaßen früh auf Bewährung entlassen wurde. Rechtlich ist das zwar möglich, aber die Presseberichte damals besagten damals auch, dass er erst der Dritte in Bayern ist, der dermaßen früh auf Bewährung entlassen wurde. 

Man kann also sagen, dass Hoeneß einen Promibonus erhalten hat. Oder warum werden andere nicht genauso behandelt? Es eben nur dieser Erklärung dazu.

Ich gehe mal davon aus, dass er sich im Knast sehr ordentlich verhalten hat und das was an Hafterleichterungen möglich ist, haben ihm auch seine sehr guten Anwälte ermöglicht.

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@lesterb42

Es bezweifle nicht, dass er sich gut verhalten hat. Nur andere Häftlinge verhalten sich auch gut und bekommen dennoch nicht in den Genuss von so frühen Vergünstigen.

Was nun sehr guten Anwälte angeht: Indirekt ist das ja eine Bestätigung, dass er sich via Anwälte vorzeitig freigekauft hat.

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Die Strafe steht m. E. in keinem angemessenen Verhältniss zum hinterzogenen Betrag (30.000.000 €). Ich mass mir aber auch nicht an zu bestimmen, welche Strafe dafür angemessen ist. Ziel der Bestrafung ist doch auch die Resozialisierung. Da erkenne ich bei Hoeneß überhapt keine Defizite.

Der hat doch an der Börse gezockt und keine Auskunft darüber dem Finanzamt erstattet. Im letzten Jahr hatte er aber alles wieder verloren, hätte man also alle seine Zocker Jahre an der Forex addiert, hätte er dem Staat nichts geschuldet. Leider werden Steuern jährlich berechnet, bei Autoren war das früher anders, man konnte auf viele Jahre den Gewinn übertragen

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