Hat sterilisieren bei der Frau irgendwelche Nachteile?

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9 Antworten

Hallo,

ich habe mich vor knapp 2 Jahren auch sterilisieren lassen, weil ich die Pille nicht mehr vertragen habe und andere Verhütungsmethoden für mich nicht attraktiv waren. Es wurde ambulant per Bauchspiegelung gemacht und war keine große Sache. Ich hatte auch kaum Schmerzen, nur die kleinen Wunden haben etwas gezwickt. Für mich war es absolut die richtige Entscheidung.
Einziger Haken: Die Kasse bezahlt es nicht. Ich habe 650 Euro dafür bezahlt und das war noch recht günstig.

Ich würde es jeder Frau empfehlen, die sich keine großen Gedanken mehr über Verhütung machen möchte und der Kinderwunsch abgeschlossen ist.

LG

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Kommentar von FrauStressfrei
01.12.2015, 12:52

Super! Vielen Dank!

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Ich habs mit 34 Jahren machen lassen, da ich die Pille nicht mehr nehmen durfte (Thromboseneigung aufgrund einer Gerinnungsstörung). Das ist mittlerweile aber schon 22 Jahre her, damals hat es die Kasse bezahlt. Ich würde mich an deiner Stelle auf jeden Fall vorab bei der KK erkundigen, unter welchen Umständen sie die Sterilisation bezahlen würden. Wenn du allerdings die Pille gut verträgst, sehe ich da keine große Chance, dass die KK den Eingriff bezahlt.

Nachteile sind halt die üblichen OP-Risiken. Ich selber hatte allerdings keinerlei Beschwerden und habe den Eingriff keinen einzigen Tag bereut. Die Vorteile überwiegen meiner Meinung nach bei Weitem. Man muss sich keine Gedanken mehr um die Verhütung machen und spart das Geld für die Pille oder andere Verhütungsmittel. Natürlich ist die Sterilisation beim Mann einfacher, wie @Pangaea schon schreibt.  Wenn du in einer stabilen Partnerschaft lebst und dein Mann/Lebensgefährte zu so einem Eingriff bereit wäre, wäre das sicher eine gute Alternative. 

Ich persönlich war allerdings froh, dass ich den Eingriff bei mir habe durchführen lassen, denn vor 10 Jahren habe ich mich von meinem damaligen Mann getrennt und bin mittlerweile wieder verheiratet. Da würde es mir jetzt gar nichts mehr nützen, wenn mein Ex sich hätte sterilisieren lassen.

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  • Bis auf die Kosten und Operationsrisiken selbst sehe ich nur Vorteile in der Sterilisation der Frau. Sie muss sich natürlich sehr sicher sein, dass sie wirklich keine weiteren Kinder mehr möchte.
  • Bei der ambulanten Varianten mittels Bauchspiegelung sind auch die Risiken sehr gering und vertretbar.
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Genaue Infos über mögliche Nachteile kannst du hier nachlesen: http://www.familienplanung.de/verhuetung/verhuetungsmethoden/sterilisation/frau/#c52163

Zusammengefasst: Es kann zu üblichen Komplikationen für eine Operation unter Narkose kommen (Entzündungen, schlechte Wundheilung, Blutungen, Herz-Kreislaufstöreungen etc.). Bei einer Sterilisation gibt es die erhöhte Gefahr von Eileiter- oder Bauchhöhlenschwangerschaften. Außerdem kann es durch das Absetzen der Pille zu Symptomen eines veränderten Hormonhaushaltes kommen, also Stimmungsschwankungen, Hitzewallungen, Schlafstörungen etc.

Mit 45 steht man doch sowieso kurz vor der Menopause. Da lohnt es sich eigentlich nicht mehr, mehrere 100€ für eine Sterilisation auszugeben und die Risiken der Operation (auch wenn sie selten auftreten) auf sich zu nehmen

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Kommentar von Pangaea
01.12.2015, 13:04

Mit 45 hat man rein statistisch noch 7 Jahre Fruchtbarkeit vor sich. Und manche Frauen sind bis Ende 50 fruchtbar. Das lohnt sich also auf jeden Fall.

Und übrigens: Die Pille muss man so oder so irgendwann absetzen, und manche (nicht alle) Frauen bekommen dann Wechseljahresbeschwerden. Aber die hätten sie auch dann bekommen, wenn sie niemals mit der Pille verhütet hätten.

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Naja die Sterilisation ist ziemlich teuer und wird im Normalfall nicht von der Krankenkasse gezahlt. Das ist ein ziemlicher Nachteil wie ich finde. Ansonsten würde es aber schon Sinn machen.

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Kommentar von FrauStressfrei
01.12.2015, 12:50

Naja, die Pille ist auch nicht grad billig. Ich hab gefragt, es kostet 280 Euro, dass finde ich nicht weltbewegend viel.

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Ich wüsste eigentlich nur einen Nachteil: Die Sterilisation der Frau ist teurer, eingreifender und weniger zuverlässig als die Sterilisation des Mannes. Die kann nämlich ambulant und unter örtlicher Betäubung gemacht werden, und die Versagerraten sind sogar noch niedriger als die bei der weiblichen Sterilisation..

Also schick doch einfach deinen Mann zur Sterilisation, der Effekt ist derselbe, aber mit weniger Aufwand in jeder Hinsicht.

Man muss allerdings nach dem Eingriff beim Mann ein paar Wochen warten und überprüfen, ob auch wirklich keine Spermien mehr im Ejakulat vorhanden sind. Erst dann gilt der Eingriff als erfolgreich und man kann jegliche andere Verhütung absetzen.

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Kommentar von Orchinad
01.12.2015, 13:04

Ja, beim Mann ist es einfacher, das stimmt. Ich kenne einige die das haben machen lassen. Bei manchen dauert es aber sogar bis zu mehreren Monaten, bis keine Spermien mehr dabei sind. Das ist natürlich immer wieder mit Samenproben beim Urologen verbunden. Das finde ich für den Mann dann sehr unangenehm, so ins Becherchen zu machen ;-)     Und manche Männer haben auch Probleme nach dem Eingriff, sei es psychischer Art (manche bekommen tatsächlich Erektionsprobleme)  und machen haben sogar dauerhafte Schmerzen (selten, gibt es aber). Von daher war zwar bei mir der Eingriff etwas aufwendiger, aber für uns war klar, dass wir "den Kleinen Mann" ;-) nicht gefährden wollten :-)))))

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Kommentar von Kajjo
01.12.2015, 13:52

Die Sterilisation des Mannes ist kein so unkomplizierter und folgenloser Eingriff, wie er in Deutschland gerne dargestellt wird. Sehr viele sterilisierte Männer haben Schmerzen, gerade auch bei sexueller Erregung -- nur wird darüber leider wenig gesprochen.

https://en.wikipedia.org/wiki/Post-vasectomy_pain_syndrome

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Wenn man deutlich über 45 ist, besteht eine geringe Gefahr, noch schwanger zu werden, also ist eine Sterilisation unnötig. 

auch die Pille muß nicht mehr unbedingt  genommen werden um zu verhüten.

Da gibt es andere Methoden. 

Das Beste ist es, solche Dinge mit dem FA zu besprechen. 

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Kommentar von Pangaea
01.12.2015, 13:01

Mit der Frauenärztin zu sprechen finde ich gut, aber das Risiko einer Schwangerschaft besteht so lange, wie man noch Regelblutungen hat.

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Hat keine Nachteile, aber warum machst du nicht erst mal einen Bluttest? Du kannst höchst wahrscheinlich gar nicht mehr schwanger werden.

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Kommentar von FrauStressfrei
01.12.2015, 12:51

Äh???? Mit 45????? 😂😂😂😂😂 Warum sollte ich nicht schwanger werden können?

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Kommentar von Pangaea
01.12.2015, 13:00

@Goodnight: Wieso das denn? Frauen können so lange schwanger werden, wie sie Regelblutungen haben. Das durchschnittliche Alter für die letzte Regel liegt in Deutschland bei 52.  Das heißt, die Hälfte aller Frauen über 52 ist noch fruchtbar und muss verhüten, wenn sie nicht ein "spätes Baby" riskieren will.

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Nein, ich wüsste keine Nachteile.

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