Hat Sterbehilfe etwas mit Religion zu tun?

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9 Antworten

Ich kenne keine Religion, deren Inhalt die Sterbehilfe ist, insofern erstmal nein.

Aber: Religionen haben in der Regel ein bestimmtes Verständnis vom Wert des Lebens und ein Verhältnis zum Sterben. Aus diesem Verhältnis leitet sich dann eine Einstellung zur Sterbehilfe als solcher ab, also ob die Sterbehilfe nach den Maßstäben einer bestimmten Religion abzulehnen oder zu befürworten ist.

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Nein. Aber Religionen versuchen zu gerne sich hier einzumischen, da es nach den Vorstellungen einiger dieser Sekten eine Sünde ist.

Dies ändert nichts daran, dass es eine persönliche Entscheidung ist und Sterbehilfe jedem zur Verfügung gestellt werden sollte, der sie in anspruch nehmen will. 

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Auf jeden Fall nicht direkt.

Aber in der selben Weise wie auch Abtreibungen mit Religion zu tun haben. Religionen berufen sich oft auf die "Kostbarkeit des Lebens" und die Sünde die damit einhergeht eines zu nehmen.

Das heißt, für rationale Menschen ist es durchaus vernünftig einen Fötus, dessen Eltern nicht in der Lage aufzuziehen, zu terminieren um ihm ein Leben zu ersparen in welchem er ohne besonders viel Zuneigung aufwächst sondern aus reinem Pflichtbewusstsein irgendwie am Leben gehalten wird.

Ähnliches gilt für Sterbehilfe. Ein Mensch der sein Leben für nicht mehr lebenswert hält, aufgrund von Krankheit, Alter, Behinderung oder geringer Lebenserwartung bzw Leid, sollte selbst darüber entscheiden dürfen, ob diesem ein Ende gesetzt wird und wann.

Dagegen steht natürlich wieder die Religion, die es für wichtiger hält das Leben zu erhalten ohne dabei Rücksicht auf die Wünsche des Lebenden zu nehmen.

Ich sage nicht, dass man jedem Sterbenden solange einreden soll seiner eigenen Euthanasie zuzustimmen, bis er es schließlich tut.

Aber ich sage, dass wenn jemand bei voller geistiger Gesundheit in seiner Patientenverfügung klar gestellt hat unter welchen Umständen er leben will und unter welchen nicht, dann sollte man diese Wünsche respektieren dürfen.

Niemand auf dieser Welt hat sich dafür entschieden geboren zu werden, darum ist es nicht fair ihnen das Recht zu verwirken zu sterben.

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Ja, es hat etwas mit Religion zu tun. Weil die Frage, jemanden bei Sterben zu unterstützen, aktiv oder passiv, das grundlegende Gebot in den mosaischen sowie auch in den meisten sonstigen Religionen - Du sollst nicht töten - berührt. Die Frage nach dem Leben und dem Tod sowie die damit zusammenhängenden Fragen nach dem Dürfen und nicht Dürfen, nach dem Gut und Böse (Moral), sind seit jeher fester Bestandteil der Religionen.

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Sterbehilfe hat nichts mit Religion zu tun, aber die Kirchen mischen sich trotzdem ein.

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Nein.Aber es gibt aussichtslose Situationen wo in bestimmten Ländern Sterbehilfe erlaubt ist.

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sterbehilfe hat was mit egoismus zu tun oder mit falscher lebenserkenntnis

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Sterbehilfe hat nichts mit Religion zu tun (das will uns die Kirche nur einreden) sondern mit der Selbstbestimmung des Menschen auf einen für ihn würdigen Tod.

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Naja... Man kann ja sagen, dass Gott uns das Leben geschenkt hat und nur Gott unser Leben nehmen kann.
Aber ich finde Sterbehilfe hat eigentlich mehr mit dem Gewissen zu tun, ich meine man kann in so einer Situation eh nichts mehr machen.

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