Hat Ritzen was mit der Pubertät zutun?

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6 Antworten

Naja in der Pubertät passiert viel. Die Hormone spielen verrückt und man weiß nicht wie man mit all diesen Gefühlen umgehen soll. Wenn den Jugendlichen dann kein ordentlicher Weg gezeigt wird, wie sie am besten mit Stress oder Kummer umgehen können, dann fressen sie all ihre Sorgen in sich rein. Das kann dann zu depressiven Verstimmungen oder anderen psychischen Problemen führen. Und bei psychischen Problemen ist ein häufiges Symptom SvV. Ein paar wenige verletzten sich vielleicht auch selbst um Aufmerksamkeit zu bekommen, dabei sollte man aber unbedingt auch die Hilflosigkeit sehen, die diese Suche nach Aufmerksamkeit zeigt! Ich denke es liegt auch an der heutigen Zeit. Oft sind beide Elternteile berufstätig und haben nur noch wenig Zeit für ihre Kinder. Diese machen dann all die schweren Phasen der Pubertät durch und sind dabei komplett auf sich alleine gestellt. Das kann natürlich dazu führen, dass die Jugendlichen verzweifelt sind und niemanden zum reden haben, der ihnen sagen kann, dass diese Phasen normal sind und wie man am besten damit umgehen sollte. Aber, dass sich Menschen nur aus Langeweile verletzten halte ich für vollkommen falsch! Natürlich ist es keine Lösung sich selbst zu verletzten, allerdings ist das für Betroffene leider nur sehr schwer zu verstehen, da sie denken es würde helfen, was es zwar in dem Moment auch tut, aber hinterher macht es doch alles nur schlimmer. Wenn du das deiner Mutter erklären willst, dann mach ihr am besten klar, dass SvV kein Trend sondern ein Symptom von psychischen Problemen ist und sehr gefährlich werden kann!

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Das ist tatsächlich ziemlich schwach und kleinkariert von ihr. SvV kann ein Ventil für zuviele oder zuwenige Gefühle oder ein Kontrollmechanismus sein. Es ist oft eine Reaktion auf Missbrauch, Misshandlung oder ein anderes Trauma sowie massiven Stress, kam aber andere Ursachen haben. Zwar beginnt es meist im Jugendalter, aber auch früher oder später und hält je nach Person, Umfeld, Therapie und "Nutzung" ins Erwachsenenenalter an. Ich nehme mich als Beispiel: Mit elf habe ich begonnen als Reaktion auf eine missbräuchliche Umwelt und tue es bis heute, inzwischen bin ich 24. In der Klinik, in der ich zuletzt war, war der älteste SvV-Patient ein 32-Jähriger.

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@ musikmensch7

Ganz unrecht hat deine Mutter nicht, was die Pubertät betrifft. Aber das wäre zu einfach, es nur darauf zu schieben, da spielen im Hintergrund noch ganz andere Motive mit, die man vordergründig nicht gleich erkennt.

Du kannst dir noch mehr Artikel über Ritzen und die Ursachen heraussuchen und das deiner Mutter mal zeigen.

Hier hast du erst mal einen Link

http://www.stern.de/gesundheit/ritzen-bei-jugendlichen-ursache-und-hilfen---warum-menschen-sich-selbst-verletzen-3478426.html

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Also, die Sache ist die: Während der Pubertät stöpselt sich einfach alles im Gehirn um, was zu seltsamen Verhalten und Ideen führt.

Und dann gibt es da noch so ein Problem, dass auftretten kann: Depressionen, was dann auch in einigen Fällen zum ritzen führen kann.

Jedoch gibt es auch Jugendliche, die sich denken: "Boah, meine Eltern nerven voll (was übrigens auch Pubertätsbedingt ist). Ich ritz mich jetzt, dann haben sie Mitleid und nerven vielleicht nicht mehr so." o.ä.

D.h. auch beim Ritzen bilden sich mehrere Schienen: Es gibt das depressionsbedingte Ritzen und das pubertäre Ritzen, was tatsächlich durch die Verwirrung im Kopf, und der manchmal daraus resultierenden Langeweile kommt.

Es ist immer eine Frage des Menschens.

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Naja, die Aussage Deiner Mutter hat irgendwie schon auch ihre Berechtigung weil;

Grad in der Pubertät sind junge Menschen, durch die insgesamte Hormonumstellung, die ja während dieser Zeit im Körper passiert, schon sehr "labil". Ich würde es schon fast als psychisch instabil bezeichnen!

Man ist in dieser Zeit auch für alles Extreme empfänglich, was halt ANDERS ist und probiert sich in jeder Beziehung aus. Man rebelliert so zusagen gegen die Erwachsenen!

Ein ganz geringer Teil pubertierender Jugendlicher hat tatsächlich psychische Probleme. Das Wort "Depression" und die sehr ernste Erkrankung, die sich dahinter verbirgt, wird leider in der heutigen Zeit zu einem Unwort und jeder kann und sollte eigentlich froh sein, wenn traurige Momente nur pubertätsbedingt sind, weil das ist in der Zeit vollkommen normal!

Deine Mutter hat sich vielleicht nur etwas sehr einsilbig ausgedrückt. Aber denk bitte mal über meine Worte nach und wenn Du die Pubertät erst mal hinter Dich gebracht hast, wirst Du vielleicht froh sein, KEINE Narben - die ein ganzes Leben lang bleiben - an Deinem Körper zu haben!

Alles Gute für Dich und liebe Grüße an Deine Ma ;-)

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Kommentar von musikmensch7
27.11.2015, 20:37

Was meinst du mit: und wenn du die Pubertät erstmal hinter dich gebracht hast etc...?

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das ist sicher nicht so. sage deiner mutter mal sie solle "borderline-persönlichkeitsstörungen" googlen

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