Hat nicht der Mensch die Religion schlechter gemacht als die Religion den Menschen?

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8 Antworten

 aber war nicht eigentlich der Mensch der der die Religion erst ins falsche Licht gebracht hat.

In einigen Fällen mag das der Fall sein, besonders bei den Überfällen in Myanmar wird das sehr deutlich, wo Muslime von Mönchen vertrieben verletzt und mitunter getötet werden, obwohl das der Lehre des Buddha zu 100% widerspricht und absolut rein gar nichts damit zu tun hat.

Aber da hebt sich der Buddhismus ab. 

Er ist nämlich keine monotheistische Religion, den bei diesen beginnen die Probleme.

Man kann nicht einfach bei jedem religiös motivierten Krieg sagen, das wären Menschen die die Schuld tragen, die Religion hätte damit rein gar nichts zu tun, so wie es immer gerne getan wird.

Ich sehe das besonders im Christentum und Islam sehr kritisch.

Die Bibel wie auch der Koran bieten zu viele Möglichkeiten der Interpretation.

Niemand sagt einem, wie man die Schriften verstehen soll. Sind Aufrufe zur Gewalt im Koran wirklich nur für die Verteidigung ? Dürfen Christen nun Schweinefleisch essen ? Ist Sabbat Samstag oder Sonntag ? Ist die Burka nun religiös oder nicht ?

Ist das haram, ist jedes Sünde ?

Wir haben die Beispiel (ja selbst hier bei GF) jeden Tag vor Augen und sehen sie doch nicht. 

Man kann nicht wissen, wie die Schriften ausgelegt waren und wie sie gemeint sind. Christen können nicht wissen, ob Matthäus bei einer seiner Kapitel nicht vielleicht etwas betrunken war, oder Mohammed überhaupt eine göttliche Empfängnis bekam

Alles sind nur Behauptungen, und doch werden sie ohne zu hinterfragen geglaubt.

Aber ich schweife ab, das Problem ist, die Schriften kann jeder auslegen wie er will.

Es gibt keine "wahre" Interpretation der Bibel und des Koran, weil niemand dabei war und diejenigen die die Bücher geschrieben haben, gefragt hat, wie jenes gemeint war. 

Das ist ein fundamentales Problem und auch nicht lösbar. Deshalb wird es diese Probleme, solange es noch Religiosität gibt, auch weiterhin geben.

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Ich denke nicht, dass man das verallgemeinern kann, aber wenn ich bedenke, was Christus laut der Bibel gelehrt hat und was trotzdem getan wurde und wird, dann denke ich, hast Du zumindest in Bezug auf das Christentum wahrscheinlich recht. Bedenkt man, dass die meisten Moslems friedlich mit Andersgläubigen zusammen leben, so trifft Deine Aussage zumindest auch auf jene zu, die den Islam dazu offenbar missbrauchen, Terror zu verbreiten. Das nur mal als zwei Beispiele.

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Diese Behauptung wird immer wieder aufgestellt, und ich wundere mich immer aufs neue darüber.

In meinen Augen ist es nämlich genau umgekehrt: die (meisten) Menschen sind BESSER als ihre Religion oder ihr Gott! Sie befolgen zum Glück nicht die unmenschlichen Gesetze ihrer Götter.

Der Tanach/das AT sind voll von grausamen "Befehlen" Gottes. Die Juden halten sich aber nicht daran, d.h. sie metzeln weder "Heiden" nieder, noch steinigen sie Ehebrecher, ungehorsame Kinder oder Homosexuelle. Der Staat Israel hat eine menschenrechtskonforme Verfassung geschafft und lässt sogar Gayprides zu. 

Mit dem Koran ist es schon komplizierter, dessen unmenschliche Anweisungen und Gerichtsbarkeit werden heute noch von vielen Muslimen umgesetzt. Aber auch diese machen ihre Religion nicht schlechter als sie ist, sondern nehmen sie so, wie sie ist. Immerhin gibt es daneben auch Muslime, die von menschenverachtenden Koranstellen Abstand nehmen und sie nur für die damalige Zeit für gültig erklären. Diese versuchen also durchaus, ihre Religion zu verbessern.

Einzig und allein das Christentum wurde von seinen Gläubigen lange Zeit schlechter dargestellt, als es ist. Im NT steht nämlich kein Aufruf zur Verfolgung und Tötung Andersgläubiger, aber die Kirche hat die Friedensbotschaft des NT jahrhundertelang mit Füssen getreten, die Menschen unterdrückt, ausgebeutet, verfolgt, getötet, zwangsbekehrt. Das war tatsächlich ein Missbrauch der Religion, der aber Geschichte ist. Allerdings muss gesagt werden, dass sich die Kirchen nicht freiwillig von diesem Missbrauch losgesagt haben, sondern unter dem Druck der Aufklärung und humanistischen Bewegung dazu gezwungen werden mussten. Die Menschenrechte, die wir heute geniessen, haben wir also Menschen zu verdanken, die gegen Religionen gekämpft haben. Immerhin haben die heutigen Kirchen (von ein paar radikalen Sekten abgesehen) sie inzwischen integriert und vertreten eine NT-treuere, das heisst menschenrechtskompatible, Auslegung der Lehre.

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Ich bin der Meinung das Religion ein sehr schwieriges Thema ist. Jedoch wurde Religion von Menschen erschaffen hat. Das Problem was ich daran sehe ist aber, dass Religion oder die ganzen Texte die dahinter stehen eine reine Auslegungssache ist und Menschen die groß Philosophieren können, damit Menschen manipulieren können. Jedoch kann die "Religion" an sich nichts dafür, das Menschen diese Macht missbrauchen und daher sehe ich Religion als neutral an.

Aber anderst gesehen, dient Religion nur mittel zum Zweck, es ist damit um einiges einfacher Kriege damit anzuzetteln als ehrlich zu sagen, dass diese Personen nur an Macht und Geld hängen.

Und damit meine ich nicht jetzt Menschen die wirklich an Ihre Religion glauben.
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Der Mensch hat die Religionen samt Götter erschaffen, also sind sie genau so fehlerhaft wie er selbst. 
Gute Menschen können sie nutzen um Gutes zu tun, so wie schlechte Menschen auch ihr Verhalten darin bestätigt finden. Menschen lassen sich durch sie aber hervorragend manipulieren. 
Ich erinnere an dieser Stelle an die Worte von Steven Weinberg:

„Religion ist eine Beleidigung der Menschenwürde. Mit ihr oder ohne sie würden gute Menschen Gutes tun und böse Menschen Böses. Aber damit gute Menschen Böses tun, bedarf es der Religion.“

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Sehe ich auch so. Der Mensch neigt wohl dazu, Religion (welche auch immer) für seine eigenen Zwecke zu mißbrauchen. Er möchte unter dem Mäntelchen der Religion Druck ausüben, meist mit unlauterer Absicht.

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Eine Religion ist eine Weltanschauung mit dem Glauben an eine Transzendenz oder mehrere, wenn man so will, also bestimmter Zustand von Menschen.

Welches ist denn Deiner Meinung nach das "richtige" Licht?

In den Weltreligionen beispielsweise sind die Kriege in den sogenannten heiligen Büchern tief verankert.

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MoseRosental 14.08.2016, 09:00

Ich bin Christ und ich verstehe auch nicht das es anscheinend durch das Christentum Kreuzzüge gab denn eigentlich ruft Jesus immer nur den Frieden aus.

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Giustolisi 14.08.2016, 09:39
@MoseRosental

Das ist leicht zu verstehen. lies dir das alte Testament durch. Wer die Handlungsweise der Figuren in diesen Geschichten als Vorbild für das eigene Verhalten nimmt, kann damit allerlei Schandtaten rechtfertigen. Durch Jesus wurde das alte Testament ja nicht ungültig, er hat es lediglich ergänzt. Auch die Kirchen haben das alte Testament nicht für ungültig erklärt, nicht einmal die schlimmsten Teile davon. 

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Die Religion ist nur ein Gebilde unserer Maßstäbe, wenn sie uns zum Schlechten verändert, verändert sie sich mit uns.

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