Hat meine RB Spaß am springen?

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4 Antworten

Deine Grundeinstellung zum Tier ist nicht verkehrt. Bedenke aber dabei, dass auch Pferde austesten und lieber den bequemeren Weg wählen, bevor sie freiwillig mehr Leistung abgeben.

Der Haflinger hat das meines Erachtens schon durchschaut, dass er mit etwas Schauspielkunst (Theater vor der Pfütze, verweigern des Sprunges) wunderbar um gestellte Aufgaben drumherum kommt. Das hat bei der anderen Reiterin funktioniert, also wird dieses Prinzip abgeheftet und beim nächsten Mal wieder angewandt.

Ich denke schon, dass es ihm Spaß macht und dass er auch zu einem guten Teil vertraut, sonst würde er es gar nicht machen bei dir.

Weiter am Vertrauen arbeiten und "Ausrutscher" alá oh eine pferdefressende Pfütze/Schmetterling/Müllsack o.ä. unbeachtet lassen und kommentarlos hinnehmen, damit er auch spürt, dass zum einen Situation wirklich harmlos ist und zum anderen soll er keine Aufmerksamkeit bekommen um sich vor der Aufgabe zu drücken.

Was meint denn die Besi dazu? Hat sie das auch schon so erlebt?

MilleW 27.11.2016, 13:43

Also vor der Pfütze hat er kein Theater oder so gemacht.
Er ist am Galopp einfach nur einem kleinen Satz drüber gesprungen, ich habe ja nichtmal gesehen das da eine Pfütze war, aber danach habe ich mich total darüber gefreut XD
Und bei mir kommt er mit verweigern ja nicht drumherum, ich mache weiter bis es klappt, vorher machen wir auch nicht Schluss.
Und wenn er mal einen Satz zur Seite mache oder so ignoriere ich das, ich falle ja nicht so schnell, daher geht es dann einfach normal weiter als wäre nichts passiert (ist es für mich ja auch garnicht).
Und die Eigentümerin Reitet ihn nicht (hat insgesamt 4 Pferde, da hat sie dafür keine Zeit) und hat auch leihe Meinung dazu.

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Daß du nach dem letzten guten Sprung gelobt und aufgehört hast, war schon mal prima, ihm zu zeigen, wie du dich drüber freust UND daß es auch für ihn Sinn macht, brav zu springen.

Aber

Pferde sind von Natur aus Läufer

Sie werden nur von uns Menschen zum Springen erzogen.

Man kann ihnen die hopserei schmackhaft machen, klappt auch oft ganz passabel. Es bleibt aber trotzdem eher artfremd.

Wenn du also springen willst, dann am besten mit Trainer.

Und sonst: bau dir eine kleine springstrecke auf, so 2~3 nette hüpfer, die du am ende deiner Reitplatz Arbeit nimmst, dann looob und gemütlich trocken reiten, fertig.

Vielleicht kannst Du auch im Gelände mal über einen baumstamm springen, aber bitte immer in Begleitung!

Sicherheit geht vor!

Übrigens 3 Sprünge am tag sind für so ein älteres Pferdchen genug

Er soll doch noch lange leben, oder?

Mach es nicht wie die rennreiter, die unlängst wieder zum Saisonende die minder begabten rennpferde über die Hürden jagten, so daß von 12 startern nur 5 die Ziellinie erreichten....

MilleW 27.11.2016, 10:48

Naja 3 Sprünge reichen ihm nicht.
Es dauert lange bis er überhaupt schwitzt und er muss viel tun wegen seiner Lunge.
Die arbeitet laut Eigentümerin nur im Galopp richtig.
Und er hat auch viel Energie die er gerne los werden möchte.
Im Gelände geht er mir oft fast durch und wenn ich ihn angaloppiere schießt er los auch wenn er schon viel getan hat ohne das ich treiben muss (aber er lässt sich auch sofort wieder durchparieren wenn ich davon ihm verlange).

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Baroque 27.11.2016, 17:45

Warum ist jetzt ein 17jähriges Pferd schon wieder alt? Ich kann das echt nimmer hören. Immer dieses Schöngerede von frühzeitigem Verschleiß - muss das sein? Die Pferde können locker mit > 20 Jahren noch ordentlich Leistung bringen, wenn der Mensch ihnen nicht vorher die Gesundheit versaut hat ... und damit er kein schlechtes Gewissen hat, redet er einfach von älteren Pferden statt sich mal an der eigenen Nase zu fassen, ob das unbedingt sein muss, dass man sie früh verschleißt.

Auch, dass Pferde von Natur aus nicht springen würden, ist ein Ammenmärchen, das sich erstaunlich lang hält. Schonmal eine freilebende Herde gesehen, die galoppiert, sei es auf der Flucht, sei es zum Strecke machen, mal vom Trab in den Galopp fällt und da ist was im Weg. In dem Moment, wo ihnen klar ist, dass man dahinter landen kann, läuft nur ein Bruchteil der Pferde dran vorbei ... aber dennoch erzählen so viele Fehlinformierte, Pferde würden von sich aus nicht springen. Klar, Mauern, Geländehindernisse o.ä. springen ist oft etwas, was testet, ob das Pferd sich so auf seinen Menschen verlässt, dass es abspringt, obwohl es selber nicht 100% sicher ist, dass die Landefläche entsprechend beschaffen ist, dass Landen möglich ist. Aber sonst springen die auch über Felsen, Hecken etc.

Generell springen die wirklich guten und pferdegerechten Springreiter nur selten, weil sie den Pferden die Lust am Springen erhalten wollen. Also tägliches Springtraining is nicht. Die möchten nicht, dass es den Pferden zum Hals raus hängt, selbst wenn sie so arbeiten, dass die Tiere dabei gesund bleiben können und sie möchten eben, dass die Tiere gut drauf vorbereitet sind, also ist die gymnastische Arbeit am wichtigsten.

Aber was mir gewaltig aufstößt, ist die Einstellung der Besitzerin. Ja, Pferde brauchen ordentlich Bewegung und müssen immer wieder richtig tief in die Lungen atmen, um gesund zu bleiben. Aber dass sich das auf die Rittigkeit negativ auswirkt, zeugt von nicht so toller Arbeit mit dem Pferd und da bin ich als Besitzer ja schon verantwortlich: Auswahl vom Trainer, Auswahl meiner Beteiligungen, Coaching der Beteiligungen bzw. auch die mal zum Trainer schicken, wenn da was nicht passt ... um die Gesundheit kümmern, dass die wirklich locker werden können, auf ordentliches Lösen achten, bevor galoppiert wird. Da wird uns direkt eine Unfallgefahr beschrieben und das scheint dennoch nicht Hauptaugenmerk bei allem zu sein. Was hilft mir ein "verunfalltes" Pferd als Besitzer?

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Dein Pferd hat wahrscheinlich schon Spaß, hat aber vielleicht einfach keine Lust.

Bei vielen Pferd/Reiter Paare fehl aber auch das Vertrauen. Du deine RB solltet schon viele schwierige Situationen gut gemeistert haben, damit deine RB dir vertrauen kann. Das ganze kann dauern, aber am Ende lohnt es sich. 

Bei Vertrauensproblemen helfen Ausritte, Bodenarbeit und Gelassenheitstraining.

LG

Kann dir hier keiner sagen ob deine rb Spaß am springen hat. klingt jedenfalls so, als hätte das Pony Spaß daran euch zu verarschen.

Erinnert mich an eine bekannte, die ihr sensibles Pferd vermurkst hat. Sie hat nie mitm bein geritten. Wenn ihr im Unterricht dann wer gesagt hat sie soll ihr bein benutzen, fand das Pferd, da nicht daran gewöhnt, das natürlich doof. Schlussfolgerung der Besitzerin: Pferd hat Bauchschmerzen.. *augenroll*

MilleW 27.11.2016, 10:38

Warum Spaß daran uns zu veraschen?

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alcaponymo 27.11.2016, 12:13
@MilleW

5 mal springt er 60cm, auf einmal nicht mal mehr ein Kreuz... und du gehst davon aus, dass er vor irgendetwas auf der anderen Seite des sprungs angst hat.. da würde ich anstelle des Ponys genau dasselbe machen; so tun als hätte ich angst, damit ich nur um den Sprung drum herum muss statt drüber. Denn das ist ja anstrengend. 

Ist nicht böse gemeint. Du reitest ein Pony, dazu noch einen haflinger. Der hat seinen eigenen Kopf und mit seinen 17 Jahren vermutlich weit mehr Erfahrung als du. Das nutzt er zu seinem Vorteil. 

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MilleW 27.11.2016, 20:34

Das war ja ein ganz anderes Hindernis.
Beim 60cm hat er unter die Stange sehen können, da war ja nichts.
Aber beim Kreuz ging das ja nicht so gut.
Sowieso ist er länger nicht mehr gesprungen.
Und nachdem ich ein paar mal drumherum geritten bin ist er ja auch noch drüber.
Und auch wenn er seine Erfahrung zum Vorteil nutzt, ich höre nicht auf bis das was wir angefangen Haben noch einmal vernünftig geklappt hat.
Also wird er schon noch einsehen das er sich nur mehr Arbeit macht damit, falls nicht ist das auch egal.
Mir geht es ja nur darum das er Spaß am springen hat weil ich es habe.
Ich möchte nämlich nicht 'alleine' springen, sondern mit ihm zusammen.

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alcaponymo 28.11.2016, 02:27
@MilleW

Beim Kreuz sieht er auch genug.

Aber gut! bleib dran, von solchen Pferden lernt man :) ..Und irgendwann erinnert man sich lachend daran zurück. :) 

Ich mache am Boden relativ oft was mit Stangen. Mittlerweile läuft mein Pony schon alleine übers cavaletti, wenn er die Leckerlies in meiner Tasche gerochen hat. Für essen macht er alles gerne ;) vllt tickt deiner ja ähnlich 

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