Hat meine gute Freundin recht?

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24 Antworten

Da Deine Freundin "JEDER" gesagt hat, kann sie niemals Recht haben.

Darüber hinaus ist Mobbing ohnehin keine Frage von "Schuld" - zumindest nicht auf der Opfer-Seite. Wenn meinem Nachbarn meine Frisur nicht passt und er mich deswegen dumm anmacht, dann hat er dazu kein Recht, und ich bin auch nicht schuld daran, dass er ein schlechtes Benehmen an den Tag legt. Meine Frisur geht ihn nichts an. Seine Meinung darüber darf er gerne für sich behalten.

Was Deine Freundin vielleicht meinte, war, dass viele Mobbing-Opfer Auffälligkeiten an den Tag legen, die vermeidbar wären. Trotzdem hat niemand das Recht irgendwen zu mobben. Die Verantwortung für das Mobbing hat immer der "Mob". Das Opfer hat die Verantwortung dafür, sich angemessen zu wehren.

P.S.: Ich halte mich durchaus für einen gescheiten Psychologen.

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Kommentar von EstherNele
27.12.2015, 00:28

 Die Verantwortung für das Mobbing hat immer der "Mob". Das Opfer hat die Verantwortung dafür, sich angemessen zu wehren.

Klasse auf den Punkt gebracht!

Leider passiert es zu oft, dass man das Opfer therapieren und es aus der Situation herausholen will (Schulwechsel, Wechsel der Klasse, usw.) und das Opfer dadurch zusätzlich belastet, da dieses mit derartigen Veränderungen ja klarkommen muss.

Ich bedaure sehr, dass nur wenige (Lehrer, Schulleiter, aber auch Vorgesetzte) den Mut haben, den / die MOBBER wirklich zu bestrafen oder wegzuweisen. 
Aus Angst vor möglichem Sympathie- und Imageverlusten bleiben die Quellen derartigen unsozialen Verhaltens unangetastet. 

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  • NEIN -- da liegt deine Freundin leider ganz eindeutig falsch.
  • Mobbing kann jeden treffen und wen es trifft, ist oftmals Zufall. Hauptsache, die Meute hat ein Opfer, einen gemeinsamen Feind. Wer das ist, spielt eigentlich keine besonders wichtige Rolle.
  • Gleichwohl ist es schon so, dass bestimmte Eigenschaften und Verhaltensweisen wahrscheinlichere Mobbingopfer abgeben als andere und dass man sich mit bestimmten Verhalten durchaus geradezu selbst zum Mobbingopfer machen kann. Dies betrifft aber nicht alle, sondern eben nur manche.
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Sie hat Unrecht. Schon allein deshalb, weil man hier nicht von Schuld sprechen kann. Kein guter Psychologe würde dieses Wort verwenden, auch kein mittelguter.

Gewiss ist es so, dass Mobbing eher bestimmte Persönlichkeiten trifft. Oder Menschen, die sich wenig wehren, wenig Freunde haben usw. Nur haben sie keine Schuld daran, dass sie diese Voraussetzungen mitbringen.

Solche Ausrede wie von deiner Freundin bringen Mobber gern, um sich als "unschuldig" darzustellen. Sind sie nicht, sie sind und bleiben Täter.

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Deine Freundin hat nicht recht, und der Ausspruch macht mich sehr wütend.  Da ist das Opfer plötzlich der Täter, Selbst wenn das Opfer eine lange Nase hat, hässlich wie die Nacht ist, dämlich und blöd, so gibt das niemandem das Recht, jemanden zu mobben. Die Täter bleiben Täter und sind für ihre Taten verantwortlich.

Leider hat man das nicht selten, dass Lehrer ein Mobbingopfer in die psych Beratungsstellen überweisen: Gina wird gemobbt, sie braucht Therapie.

heißt es dann. Natürlich braucht ein Mobbingopfer Therapie, weil es durch das Mobben traumatisiert sein kann,

Aber das Opfer hat nicht dafür zu sorgen, dass das Mobben aufhört. Es sind die Lehrer, Eltern etc... die den Tätern ganz massive Grenzen setzen müssen.

Dieser Ausspruch erinnert mich an die Ausrede von sexuellen Gewalttätern: sie hat mich provoziert. Sie wollte es ja auch. Ihr kurzes Röckchen war zu aufreizend.
Ja, aber all das gibt dem Täter nicht das Recht, die Verantwortung auf das Opfer zu schieben.

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Schwierig.

Sehr schwierig. Ich muss sagen, als jemand, der 8 Jahre seines Lebens Mobbing ausgesetzt worden war (übrigens aus dem Grund, weil ich eine große Narbe sichtbar trage, die durch einen Unfall entstand ;) ) würde ich zwar sagen: Oh gott, nein! Die Täter sind Schuld, dass es Mobbing gibt!

Aber ich bin aus mir herausgewachsen und schaue über diese Sache objektiv: Mobbing wird durch eine Kleinigkeit ausgelöst und steigert sich gerne zur puren Folter, wenn man nichts unternimmt.

Damals habe ich wenig unternommen und mich angreifen lassen. Es war schwer gegen emotionalen Terror zu kämpfen. Welcher normale Mensch schafft das auch allein? 

Aber aus dem Mobbing raus zu kommen: das schafft man, gut. Es dauert zwar eine Weile, aber sobald man keine Lust mehr hat ständig gepiesackt zu werden, da geht es leicht :) 

Deswegen würde ich hier sagen:

Man ist zwar nicht (in den meisten Fällen, es gibt immer Ausnahmen und ich kenne genügend) Schuld, wenn man sich plötzlich einer Mobbing Situation findet, aber man ist selber Schuld, wenn man es zu lässt.

Es gibt Mittel und Wege sich gegen emotionalen Terror zu wehren. Oftmals hilft es sogar, wenn man sich andere Leute zur Seite holt, denn dann ist man wenigstens nicht mehr allein. Aber es ist dennoch ein Prozess, ob lang oder kurz - es hat seine Zeit und geht leider nicht von heute auf morgen.

Puh, irgendwie bin ich nicht ganz glücklich mit meinem Text, aber lasse ihn stehen als Denkanstoß oder Anregung zur Diskussion!

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Kommentar von Phantom15
26.12.2015, 15:00

Erstklassiger Text und Respekt das du es geschafft hast, dem zu entkommen.

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Nicht unbedingt, aber eine solche Argumentation wird natürlich gerne vom Mobber selbst als Entschuldigung für seine Handlung verwendet.

Natürlich könnte der gemobbte aktiver versuchen aus seiner Position als Gemoppter herauszutreten. Jedoch ist er sich oft nicht der Intrigen bewußt bzw. der Mobber tritt so aktiv/aggresiv auf das der gemobbte kaum Möglichkeiten zur Gegenwehr besitzt.

Beispiel:

Der Mobber wirft verdeckt einem Mann Kindesmissbrauch vor.

Der Mann wehrt sich und rotiert wie ein Ventilator...."Der muss aber viel zu verheimlichen haben...Wo Rauch ist da ist auch Feuer.....wenn er nichts gemacht hätte,Warum......

Der Mann bleibt ruhig und nimmt sich einen Anwalt......Boahh, was verschweigt er noch alles?.....Kann er nicht zu seinen Taten stehen?....Das arme Opfer und der Täter schweigt.....

Der Gemobbte ist immer Opfer!

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Es gibt viele Theorien warum jemand gemobbt wird.

Generell wird eigentlich nur gemobbt, wenn sich jemand anders verhält und nicht der "Norm" entspricht, was eigentlich sehr schade ist, da alle Menschen Individuen sind.

Meiner Meinung nach ist keiner Schuld, dass er/sie gemobbt wird. Die meisten leben einfach ihren eigenen Stil aus und das passt den anderen wiederrum nicht.

Jeder  hat eine andere Meinung zum Thema Mobbing aber ich denke bei einer Sache sind wir uns alle einig: Es ist falsch jemanden aufgrund seiner Andersartigkeit runterzumachen. Mobbing ist sch****! Und wer mobbt, zeigt dass er selbst der Schwächere ist, weil er sich besser über sich selbst fühlt, indem er andere verletzt. Traurige Welt.

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Nein, sie hat nicht recht. Es gibt Leute, denen macht das einfach Spass, andere Leute zu kränken, zu beleidigen und zu demütigen. Die Opfer können meistens nichts dafür, sie machen nichts falsch. Sie sind wahrscheinlich nur sensibler als andere, leiden deshalb mehr als andere unter dem Mobbing und genau das gefällt Leuten, die andere mobben.

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Naja, es gehört halt schon immer einer dazu der sich mobben lässt. Selbst schuld kann man aber nicht sagen weil es ganz oft an mangelndem Selbstbewusstsein liegt und daran ist man sicher nicht immer nur selbst schuld.

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Warum sagt er das jetzt?, Wieso geht er so komisch?, Wieso zieht er sich so an?, Wieso macht er sich jeden Tag diese Frisur?

Das sind fragen die sich ein Mobber wahrscheinlich auch stellt und irgendwo sind sie ja berechtigt, aber nicht berechtigt ist es diese Person dann Hinunterzumachen, weil jeder tun und lassen dürfen sollte was er will solange er damit niemanden weh tut!

Vielleicht fragst du dich jetzt: "Warum macht sich das Mobbing-Opfer dann diese Frisur?" weil das Mobbing-opfer nicht weiß das diese Frisur nicht gut aussieht, und wenn wir mal ehrlich sind, wäre das auch nicht weiters schlimm... allerdings gibt es immer wieder Menschen die sich selbst besser aussehen lassen wollen, indem sie andere schlechter aussehen lassen...

Beispiel:

Junge wird wegen seiner Frisur blöd angeredet (z.B. Hey Schmalzlocke, schau mich nicht so blöd an)

Wenn ihm das öfters passiert versucht er zwanghaft wieder sein Ego aufzubauen (z.B. Er sagt Dinge die nicht zum Thema passen und die gruppe merkt das er sein Ego pushen will)

In folge dessen wird er nun weiter und härter gemobbt, eigentlich kann der junge ja nichts dafür, weil alles was er getan hat menschlich war... trotzdem macht ihm die Gruppe fertig!

Im Endeffekt ist das Opfer nur selten selbst schuld, aber wenn es um oben genanntes geht oder wenn ein Kind zu Dick ist oder sonst was mit dem aussehen nicht stimmt, kann es ja nichts dafür...

Hoffe ich konnte helfen 

lg

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Hallo,

das hat Deine Freundin relativ krass formuliert, trifft im Grunde genommen aber dern Kern der Sache. Für mich ist das jedoch keine Frage von Schuld oder Unschuld. Wenn in solchen Fällen Schuldgefühle entstehen, dann nur aufgrund mangelndem Selbstbewusstseins ("Ich wusste ja, dass ich das so verdient habe"). Jeder hat es selbst in der Hand, inwieweit er Mobbing an seiner eigenen Person zulässt. Eine Schuld im eigentlichen Sinne halte ich aber für falsch dargestellt. Schuldig aufgrund mangelnden Selbstbewusstseins gibt es für mich nicht.

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Kommentar von EstherNele
26.12.2015, 23:44

Jeder hat es selbst in der Hand, inwieweit er Mobbing an seiner eigenen Person zulässt.

Da bin ich aber nicht ganz deiner Meinung. 

Ich kann mich den mobbenden Personen nicht immer entziehen, ich kann es auch nicht immer unterbinden. Und ich kann den "Grund" dafür  auch nicht immer aus der Welt schaffen.

In der Klasse meines Sohnes war eine Schülerin, die war leistungsstark, sie war eine ruhige, freundliche Person, sie hatte eine ganz kindliche, fast androgyne Figur mit 18 oder 19 - aktive erfolgreiche Geräteturnerin.

Sie war eigentlich eine Hübsche, ohne Schminke, nicht aufgebrezelt. Die Jungen in der Klasse mochten sie, weil sie fair, unproblematisch und kollegial war - sicher auch Eigenschaften, die der Sport im Verein über Jahre hinweg fördert.

Die Mädchen haben sie regelrecht gehasst - allen voran die mit den reichsten Eltern, die am meisten aufgebrezelt zur Schule kam und sich ihre "Gefolgschaft" durch Shoppingtouren gesichert hat.

Die Schule sah sich außerstande, die Situation zu verändern, da sich das meiste im Pausen- und Freizeitbereich abgespielt hätte.

(Die Betroffene hat es mit einer bewundernswerten Gelassenheit weggesteckt, ihre Devise "Neid muss man sich erarbeiten, nur Mitleid gibt es umsonst.")

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Kommentar von ThorstenBW87
27.12.2015, 07:02

Hallo, Danke für Deinen interessanten Input! Meine Aussage sollte natürlich nichts verallgemeinern, und es ist natürlich auch so, dass es gewiss Ausnahmen gibt. Ich sprach eher von der überwiegenden Anzahl an Leuten, die eine Möglichkeit HABEN, etwas zu verändern. Viele wagen diesen Schritt aber überhaupt nicht erst aus Angst, das alles noch schlimmer wird, sondern bleiben weiterhin in einer Opferrolle. Im Fall, den Du beschreibst, ist aber ja anscheinend bereits ein Versuch der Betroffenen unternommen worden, sich von extern Hilfe zu beschaffen. Und darum ging es mir: wenigstens den Versuch etwas gegen das eigene Mobbing zu unternehmen. Ob dies dann wirklich gelingt, das steht unter einem anderen Stern.

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So gesehen, wenn man es stumpf betrachtet hat deine Freundin recht.
Ich hatte nie viele Freunde und hab mich auch nicht bemüht welche zu haben.
Als ich dann in die Grundschule kam hatte ich nicht mal mehr ein paar. Ich hatte keine.
Jemand aus meiner Klasse sah seine Chance mich runter zu machen und hat sie ergriffen. Ich habs mit mir machen lassen. Mich nicht gewehrt.
Es ging jahre lang weiter.
Jetzt, knapp eineinhalb jahre nach meinem Abschluss werde ich nicht mehr gemobbt. Ich bin 17, habe die Folgen zu tragen und muss immer noch verarbeiten was das Mobbing mit mir angestellt hat.
Doch ich sehe meine Schuld darin.
Ich habe es ja auch mit mir machen lassen. Habe ihnen die Gründe sogar noch gezeigt.
Ich bin ein alles in allem glücklicher Mensch und lasse mich nicht mehr beeinflussen davon. Aber natürlich. Ich werde mein Leben lang damit zu tun bekommen.

Ich würde trotzdem sagen, dass niemand so erbärmlich und doof sein muss andere zu drangsalieren.

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Kommentar von PrinzEugen3
18.03.2016, 11:04

Mach dich frei von der Vorstellung von Schuld, ich war ebenfalls früher (Grundschule und co) lieb, brav angepasst, vermutlich Eigenschaften, die meinen Eltern gefühlen; zugleich war ich aber auch ängstlich und so war ich zwar lernbegierig (in der Schule) aber selbstunsicher und wurde zum Prügelknaben, nur selten wehrte ich mich körperlich. Ich kann aus eigener Erfahrung nachvollziehen, dass man Jahre zur Regeneration (mit Verschleppen von Entwicklungsphasen) braucht. Seelische Wunden heilen langsam. Das Ergebnis mit 20 , ich freute mich über die Umarmung eines Mädchens, dem ich ein nettes Geburtstagsgeschenk überreicht hatte, konnte sie nicht richtig umarmen, fühlte mich wie ein Eisblock. Ich schuf mir dann mit Zynismus und Sarkasmus eine rhetorische Waffe für eine vermeintlich immer noch vorhandene Umwelt, okay ich bin heute wieder davon runter, sehe meine Defizite von anfang an mir gegenüber mit Milde

lg

PrinzEugen3

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...so pauschal kann man das sicher nicht sagen- und ich denke auch nicht dass ein "gescheiter" Psychologe das so bestätigt ;-)

denn ganz vereinfacht gesagt:

.....gemobbt werden kann grundsätzlich jede/r. Es gibt keine typischen Opfer.

Die Rolle des Opfers kann jedem zufallen. Die Mobber picken sich
jemanden heraus, der ihnen geeignet erscheint. Dazu braucht es nicht
viel. Es reicht, wenn jemand ein bisschen anders ist als der Rest......

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Hallo Hayat17

entweder man mobbt weil man die Person hasst oder auf sie ablenken will. 

Man mobbt jemanden weil man ihn von Grunde auf hasst. In diesem Fall kann die gemobbte Person schon was dafür.

Wenn man jemanden mobbt um von sich selbst ab zu lenken kann die gemobbte Person meistens nichts dafür oder es gibt auch Fälle bei dem das Mobbing opfer schon was dafür kann. 

Mfg

TechnicalRAC

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Mobber nutzen jede Schwäche aus. Normalerweise kann, oder sollte man gut mit Kritik umgehen können. Kann man das nicht und stürzt ab, dann ist man eigentlich schon das Opfer. Also bekomme ich gesagt ich wäre hässlich, weiß aber das es nicht so ist, dann stehe ich drüber. Bei einer labilen Person kann das zu Depressionen führen. Allerdings ist es auch auch so, das es eine Sympathiefrage ist. Mag ich eine Person nicht, dann will ich so wenig wie möglich mit ihr zu tun haben. Bei den Mobbern löst das allerdings Aggressivität aus. Und Tatsache ist auch, das Mobber Schwächesituationen stark ausnutzen. Manchmal auch, um von eigenen Problemen und Defiziten abzulenken. Hinzu kommt noch, das einige Mobber selbst mal Opfer waren. 

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Kommentar von Phantom15
26.12.2015, 15:04

Übrigens gab es mal einen Satz aus einem Tatortteil. Es ging um ein Mädchen was von drei Mitschülern schikaniert und gequält, incl. getötet wird. Ein Mädchen sagt dann, zu der Mutter des getöteten Mädchens, warum sie es getan hat. Nämlich >Sie hat es verdient<. Einfach gruselig sowas von sich zu geben. Wie kann es jemand verdienen gemobbt, schikaniert, gequält zu werden? 

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jajn. ja wenn er oder sie sich das gefallen lässt.

oder eine bissige ,stichlige art hat, die andere verletzt. da sollte man doch diplomatisch bleiben.

nein,wenn er oder sie so wenig selbstbewusstsein hat und nur ein guter schüler ist,dann kommen die anderen damit nicht klar und mobben ihn/sie.was ist daran nicht ok er oder sie ist eben gut damit müssen die anderen klar kommen.

also von daher ein jajn auf deine frage.und nein jeder guter  psychologe wird das nicht immer bestätigen.es gibt so viele verschiedene fälle das kann man nicht verallgemeinern.also jeder scho ma gar nicht!

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Nicht unbedingt, manche werden schon gemobbt, weil sie kein Geld für Markenklamotten und das neueste Handy haben, sie sind also nicht schuldig.

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Nein - es ist in meinen Augen eine erbärmliche Ausrede, um sich nicht einer Gruppe Mobbender entgegenstellen zu müssen oder wenigstens den Kontakt mit ihnen auf ein absolutes Minimum zu beschränken.

Würde deine gute Freundin den gleichen Spruch anbringen, wenn es um Vergewaltigung ginge?
Beide greift (wenn auch auf verschiedenen Ebenen) massiv in das körperliche und seelische Wohl der betroffenen Person ein.

Ich wäre schnell bei einem anderen Psychologen, wenn der mir mit "bist doch auch dran schuld" käme.
Ich würde sogar bei der Ärztekammer anfragen, ob das überhaupt professionelles Verhalten ist.

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Die Person die gemobbt wird legt ja ein bestimmtes Verhalten an den Tag, oder ein herausstechendes Merkmal (Klamotten, soziales Umfeld,vetritt eine bestimmte Einstellung zu etwas) was ihm Angreifbar macht. Mangels Selbstvetrauen der Person und seiner festen Überzeugung diese Merkmale nicht zu ändern oder ändern können wird er anders angesehen und wird so zum Mobbing Opfer,

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Naja ganz Unrecht hat deine Freundin da nicht, denn zum Mobbing gehören immer zwei: der "Täter", der mobbt und das "Opfer", dass sich mobben lässt... 

In diese Opferrolle kommt man oft nicht ohne Grund, sondern man gibt dem Mobber schon in gewisser Weise eine Angriffsfläche (oft ist es mangeldes Selbstwertgefühl bzw. Selbstbewusstsein und damit die Tatsache sich nicht zu wehren) auf der er angreifen kann... 

und ich denke, dass auch viele Psychologen diese Ansicht vertreten...

Aber aus der Opferrolle kann man ausbrechen, auch wenn es Überwindung kostet! 

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Kommentar von EstherNele
26.12.2015, 23:30


In diese Opferrolle kommt man oft nicht ohne Grund, sondern man gibt dem Mobber schon in gewisser Weise eine Angriffsfläche (oft ist es mangeldes Selbstwertgefühl bzw. Selbstbewusstsein und damit die Tatsache sich nicht zu wehren) auf der er angreifen kann... 

Wieso ist mein Mangel an Selbstbewusstsein ein Grund, mich zu mobben?  Es sollte noch nicht einmal ein Anlass sein !!!
Das ist nämlich nichts, was den anderen, den Mobber, in irgendeiner Weise betrifft.

Gemobbt wird nicht hauptsächlich aus "selbstverschuldeten " Gründen, sondern weil jemand anders ist, weil er anders aussieht, weil nicht der Norm, und zwar der der mobbenden Gruppe, entspricht.

In der Schule meiner Kinder habe ich - bis zum Abitur - ein paar Beispiele kennengelernt: Junge hat in der 12. Klasse noch eine Zahnspange, Mädchen hat mit 19 noch eine ganz kindliche, fast androgyne Statur (wurde von den Mädchen gemobbt), der mit dem Sprachfehler, aber auch der vermutlich Hochbegabte, der vom Lehrer immer als leuchtendes Beispiel hingestellt wurde ... usw. .

Alle konnten zu dem Zeitpunkt nichts für den Grund ihres Gemobbtwerdens. 

Es ist bei weitem nicht immer eine Eigenschaft, auf die der Gemobbte einen Einfluss hat - und noch weniger: verursacht.

Gemobbt wird, weil man "unter sich" bleiben will, weil man Angst hat vor jemandem als echter Konkurrenz - es gibt jede Menge Gründe.

Mobbing ist immer eine zutiefst unsoziale Verhaltensweise und wird, wenn der /die Mobber erwischt werden, nicht umsonst bestraft (zumindest in der Arbeitswelt.)


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