Hat meine gute Freundin (29) recht?

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8 Antworten

Natürlich müssen niedergelassene Ärzte so viel verdienen, dass sie damit ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Nur sagen Arztrechnungen nichts darüber aus, welche Nebenkosten er jeweils hat. Von daher ist das keine Frage, die man so pauschal beantworten kann.

Um mal einen Bericht aus einem alten Spiegel zu zitieren: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-84061010.html

So verdiente etwa ein Lotse mit Führungsverantwortung bislang bis zu 134
000 Euro pro Jahr. Hinzu kommen zahlreiche Zulagen und die Vergütung
von Überstunden. Jetzt erhalten diese Mitarbeiter ein bis zu 15 400 Euro
höheres Tarifgehalt. Damit auch in den Vorzimmern weiter gute Stimmung
herrscht, werden die Chefsekretärinnen mit einem Extrazuschlag von rund
18 000 Euro bedacht. Das entspricht einem Plus von gut 37 Prozent.

Eigentlich hätten seine Kollegen nur ein Problem, lästert ein ehemaliger
Fluglotse: "die langen Lieferzeiten für Harley Davidsons".

Bevor jetzt Lotsen-Bashing angesagt ist: Ich möchte weder den einen noch den anderen Berufszweig verteufeln, aber du darfst ja gerne mal zum ortsansässigen Eso-Homöopathen gehen und dir mal seine Rechnungen zeigen lassen. Ein Braco wird auch nicht für ein Butterbrot "heilen": http://www.welt.de/vermischtes/article137008215/Spueren-Sies-Sein-Blick-soll-heilen-koennen.html

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nein, die meisten Ärzte sind emphatische Menschen, wie du und ich. 
Tatsache ist aber, das unser Gesundheitssystem nicht das beste ist. In Krankenhäusern wäre ich manchmal vorsichtig, was "notwendige" Medikamente angeht, da die meisten von Pharmafirmen finanziert werden, was aber nicht an den Ärzten liegt sondern an der allgemeinen Organisation. Im Allgemeinen gilt aber das Krankenhäuser es eher kostet, als das sie verdienen wenn du als Kassenpatient da liegst.

Tro

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Natürlich nicht. Arzt zu werden ist ein langer steiniger Weg. Vom Studium über Krankenhauspraktika bis sonstwohin. Es ist wesentlich "leichter" mit einem Technischen/Wirtschaftlichen Studiengang mal Geld zu verdienen und geht viel schneller. Normal wird man Arzt wenn man Menschen helfen will. Klar gibt es auch andere Ärzte aber ich denke die Aussage ist absolut falsch. Schau dir mal an was du alles machen musst bis du eine eigene Praxis aufmachen darfst als Arzt.

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So würde ich das nicht sagen, es gibt durchaus Ärzte die versuchen durch deine Behandlung möglichst viel Gewinn zu machen aber das kann man auf keinen Fall verallgemeinern; sie wollen und werden dir auf jeden Fall immer helfen.

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Bei einigen Ärzten ja. Patientin sind die Existenzgrundlage von Ärzten. Jede Person bekommt für ihre Dienstleistung bezahlt. Warum also ein Arzt nicht? Das ist in sich noch nicht negativ.

Außerdem gibt es eine ganze Reihe von Ärzten, für die der Beruf Berufung ist. Man kann nicht alle über einen Kamm scheren.

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Nein. Zumindest die meisten Ärzte machen das, um Leben zu retten.

Es gibt Jobs, in denen verdient man ähnlich und die kann man auch machen, wenn man Arzt werden könnte und diese sind lange nicht so stressig!

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Ein niedergelassener Arzt verdient an einem Kassenpatienten, den er mehr als 1 mal im Quartal sieht eigentlich kein Geld.

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Die Aussage ist so nicht haltbar. Sie setzt voraus, dass deine Freundin alle Ärzte kennt und ihre persönliche Einstellung (die in diesem Falle übereinstimmend lauten müsste, wir wollen nur Geld verdienen).

Da deine Freundin also lediglich einzelne Ärzte kennt und bestenfalls deren persönliche Einstellung, so zieht sie eine Schlussfolgerung aus ihren Erfahrungen oder glaubt Gerüchten anderer.

Ich denke die Wahrheit ist mannigfaltig. Ärzte unterliegen dem hypokratischen Eid und sind von Berufs wegen Heiler, interessiert sie der Patient gar nicht, dann erreichen sie nicht ihr Ziel. Gleichwohl mag es Umstände, geringer Kontakt bei Vielzahl von Patienten geben, die dazu führen, dass der Arzt den einzelnen kaum kennenlernt.

Patient ist auch immer nicht Patient, bei einem sollte sich der Arzt Zeit nehmen, für den anderen reicht vielleicht auch mal das Verschreiben von wiederholten Augentropfen.

Ob ein Arzt überwiegend gewinnorientiert oder helfend agiert hängt von dem Arzt als Menschen selbst ab, wie ernst er seinen Beruf nimmt, wie seine Umstände, Erfahrungen sind, auch Ärzte ändern sich sowohl zur einen wie auch zur anderen Seite.

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