Hat man "Sonderurlaub" wenn man Ü50 ist?

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3 Antworten

Mehr Anrecht als auf den gesetzlichen urlaub hat er nicht. Alles was darüber hinausgeht liegt im Ermessen der firma, mehr Urlaub kann gewährt werden, muss aber nicht. Die einzige Ausnahme wäre wegen einer Einschränkung durch Behinderung.

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Kommentar von 19Skyline88
24.11.2015, 14:18

Okay, danke für die Antwort ☺

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Ein Anrecht auf mehr Urlaub hat er nur, wenn der Tarifvertrag dieses vorsieht. Aber frage mal die Mitarbeitervertretung oder Gewerkschaft, ob es Rechtens ist, dass "ungünstige" Zeiten (Wochende, Nachtarbeit) nicht extra bezahl werden.

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Ich bin Ue50 und da gibt es keinen extra Urlaub.

Im oeffentlichen Dienst war es frueher per Tarifvertrag ueblich, dass juengere etwas weniger Urlaub bekamen, da gab es aber ab 30 Jahre schon mehr, nicht ab 50 Jahre. Das war eben fuer diese Sparte so geregelt. Dagegen haben aber Juengere geklagt, weil sie den Gleichheitsgrundsatz verletzt sahen und daher gibt es jetzt dort auch nur noch einheitliche Urlaubstage fuer jeden.

Selbst wenn also eurer Chef ihm freiwillig mehr Urlaub geben wuerde, koennten andere dagegen klagen und das gleiche einfordern.

Denn das Gesetz sagt, egal ob Teilzeitarbeiter oder Vollzeitarbeiter, man darf nicht einige Mitarbeiter besser stellen und andere nicht. Jeder kann die gleichen Rechte einfordern.

Ausnahmen waeren hier Sonderurlaub fuer Dienstzugehoerigkeit, das ist erlaubt. (bei uns gibt es ab 20 Jahre Betriebszugehoerigkeit jeweils alle 5 Jahre 3 Tage Sonderurlaub). Die lange Dienstzugehoerigkeit darf belohnt werden, aber eben nicht das Alter.

Auch Behinderte haben ein Recht auf Extra Urlaub, aber sie muessen dann als Behinderte anerkannt sein, ebenso altersunabhaengig.

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Kommentar von Familiengerd
24.11.2015, 14:53

Deine Aussage ist richtig, dass es alleine aufgrund des Alters keinen zusätzlichen Urlaub gibt; es sind aber Ausnahmen zulässig (und die gibt es auch, z.B. auch aufgrund von Tarifverträgen im öffentlichen Dienst) bei besonders anstrengenden Arbeiten bei älteren Arbeitnehmers.

Denn das Gesetz sagt, egal ob Teilzeitarbeiter oder Vollzeitarbeiter, man darf nicht einige Mitarbeiter besser stellen und andere nicht. Jeder kann die gleichen Rechte einfordern.

Da muss man differenzieren.

Zunächst einmal gibt es "das Gesetz" nicht, das "gleiche Rechte für alle" vorschreibt - auch wenn es solche Vorschriften gibt z.B. für die Bezahlung von Leiharbeitnehmern, für die kein Tarifvertrag gilt, in Kundenbetrieben oder für das Verbot der Benachteiligung von Teilzeitkräften gegenüber vergleichbaren Vollzeitkräften).

Es gibt aber den arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz (nicht zu verwechseln mit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz AGG), der es verbietet, einzelne Arbeitnehmer oder Gruppen von ihnen gegenüber der Allgemeinheit im Betrieb zu benachteiligen, wenn es dafür nicht sachliche Gründe gibt.

Andererseits ist es dem Arbeitgeber aber nicht verboten, einen einzelnen Arbeitnehmer (seinen "Liebling") gegenüber den anderen Arbeitnehmern zu bevorzugen.

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Kommentar von 19Skyline88
24.11.2015, 15:28

Vielen Dank für die hilfreichen Antworten! 😊👍

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