Hat man mit sozialer Phobie eine Chance im Leben?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Tust ja gerade so, als ob das eine unheilbare Krankheit wäre. Ist es nicht. Behandelbar, ziemlich gut sogar. Kostet halt nur Mühe so eine Therapie durchzustehen, aber mit einer "Sozialphobie" kann man ansonsten gut leben. Eine offizielle Diagnose ist das sowieso nicht.

Die meisten Leute, die meinen eine Sozialphobie zu haben, haben eine Persönlichkeitsstörung wie z.B. die Borderline-Persönlichkeitsstörung. Oftmals ist das auch angelerntes Verhalten und wie jedes angelernte Verhalten kann man das auch wieder verlernen.

Also um deine Frage zu beantworten: Solche Fälle sollen ja nicht ihr Leben einfach abhaken, sondern eine Therapie machen und dann relativ normal weiterleben. Wenn du dich am Fuß schneidest, hackst du dir ja auch nicht das ganze Bein ab und stellst Fragen wie "Wie soll man dann noch Marathon laufen, wenn man doch kein Bein mehr hat?". Nee, sondern Pflaster drauf, heilen lassen und dann fürn Marathon trainieren. Mit psychischen Krankheiten ist das im Prinzip nicht anders, nur trauen sich die meisten nicht zu Psychologen, weil sie wohl denken, dass sie in einem Kriegsgebiet leben oder öffentlich gesteinigt werden oder sonstige blödsinnige Ausreden haben, um ja nicht hinzugehen. Schade, da man ja in Deutschland wirklich nicht mit sowas leben muss.

LG

Sei nicht so pessimistisch :D Ich bin auch nicht oft drausen und habe angst das leute schlecht über mich denken aber das Ignoriere ich meinstens und ich sehe das nicht als phobie. Ich würde mir das deiner stelle einwenig veruchen auszureden und dagegen was tun. Und Beruf würde ich sagen etwas mit büroarbeit. Mach ich auch, da hast du deine ruhe und arbeitest alleine oder mir wenigen leuten. Ok da muss man mal telefonierein aber das klappt schon Und das mit einer freundin, stress dich da nichtso das wird schon glaub mir :)

Soziale Phobie ist in den meisten Fällen "therapierbar", doch wichtig ist, eine richtige "Diagnose".

Eine Sozialphobie kann auch Nebeneffekt bei einer Belastungsstörung sein. 

Je früher etwas getan wird, die Menschen ins Leben zurückzuholen, desto besser sind die Chancen, dass der soziale Rückzug nicht zum Dauerzustand wird.

Ist die Familie das "Problem", wäre eine betreute Wohngruppe eine Möglichkeit, Menschen wieder zu integrieren. 

Normalerweise ist der Leidensdruck und auch die reale soziale Bedrohung (Aussteurerung bis runter in die Grundsicherung ehem. Sozialhilfe) so groß, dass diese Menschen eine Behandlung aufsuchen, idR bei sehr sehr schweren Ausprägungen mit Medikamenten, stationärer Therapie in einer Fachklinik (zB Dornier Klinik, Klinik Roseneck u.ä.) mit nachfolgender ambulanter Psychotherapie.

Nach Abschluss einer geeigneten und ausreichend lang durchgeführten Psychotherapie sind diese Menschen in der Regel in der Lage, sich ein "normales" Leben, wie sie es leben möchten, zu organsieren, inkl. Beruf und Familie (meit dann sogar völig medikamentenfrei).

Es gibt IMMER eine Chance! Du bist nicht konkliktfähig,was die Auseinandersetzung mit anderen Menschen betrifft.Das aber kann man lernen.Dazu benötigst du eine Verhaltenstherapie. In akuten Fällen werden Menschen auch im psychisch betreuten Wohnen untergebracht.Das geht über den psychosozialen Dienst.

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