Hat man jetzt automatisch ein unbefristeten Vertrag?

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16 Antworten

Jetzt mische ich mich auch noch ein.

Wenn ich das richtig verstehe lief die Befristung Deiner Frau am 30. Juni ab.

Gestern ist Deine Frau wieder zur Arbeit gegangen und dort wurde ihr mitgeteilt, sie bekomme nur eine weitere Befristung für drei Monate statt für ein Jahr.

Deine Frau lehnt den Drei-Monats-Vertrag ab und die Chefin hat sie aufgefordert weiter zu arbeiten, hat ihr aber noch keinen neuen Arbeitsvertrag gegeben, so dass sie jetzt ohne schriftlichen Vertrag dort arbeitet.

Ich gehe mal von dieser Ausgangslage aus, wenn ich falsch liege, bitte ich um Korrektur.

Sollte oben geschriebenes zutreffen, hat Deine Frau jetzt einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Da sie keine schriftliche Verlängerung hat, die sowieso im Voraus hätte gemacht werden müssen, braucht sie jetzt keinen befristeten Vertrag (egal wie lange) unterschreiben.

Kündigen braucht Deine Frau auch nicht, zumal es dann eine Sperre des ALG gäbe, da sie ja dann ihren Job selbstverschuldet verloren hätte.

Die Chefin hat ja wohl klar erkannt, dass sie selbst jetzt nicht kündigen kann, wenn sie keinen Kündigungsgrund hat. Wo nimmt die Frau eigentlich die sechs Wochen Kündigungsfrist her? Steht die in der vorigen Befristung?

Zusammengefasst: Deine Frau braucht nicht kündigen und soll weiter zur Arbeit gehen. Wenn die Arbeitgeberin sie nicht weiter betriebsbedingt beschäftigen kann, soll sie die Kündigung aussprechen. Das ist nicht das Problem Deiner Frau.

EstherNele 18.07.2017, 12:16

Ich bin nicht ganz deiner Meinung. Was ist mit der Lücke von 14 Tagen?

Zwischendurch hat sie dann ja wohl den Status beschäftigungslos. Denn angestellt ist sie nach dem Ende der Befristung eben nicht mehr. Auch wenn der FS diesen Zeitraum Urlaub nennt - was sie ja wahrscheinlich auch so gemacht haben - die Frau hat zu diesem Zeitpunkt kein Beschäftigungsverhältnis mehr.

Eine Fortführung - und vor allem die für den § 625 BGB nahtlose - greift also schon mal nicht mehr.

Stell dir doch mal folgendes Szenario vor: ich beende mein befristetes Arbeitsverhältnis, finde aber in den nächsten Wochen keinen Job und tauche einfach wieder bei meinem alten AG auf.

Es gibt genügend Arbeitsstellen /Arbeitsorte, die sind 1. offen zugänglich und 2. ist nicht immer ein Chef vor Ort.

Ich denke da bloß mal an Arbeitsverhältnisse in der Landwirtschaft, Gärtnerei, einer kleinen Kantine, usw.

Da musst du nicht mit Schlüssel oder Pförtner zu deinem (alten) Arbeitsplatz.

Wenn das so ginge - du stellst dich einfach zu den alten Kollegen, arbeitest ein paar Stunden mit und - schwupp! - hast du einen unbefristeten Vertrag - dann hätten das schon eine Menge mehr Leute gemacht.

Außerdem ... warum fragt die Frau nicht in der Arbeitsagentur nach der Rechtslage? Immerhin hätte sie sich mindestens 3 Monate vor Ablauf der Befristung arbeitssuchend melden müssen bzw. sich am ersten Werktag nach dem Ende der Befristung eben arbeitslos melden müssen.

Ich würde es genau anders herum sehen:
die Frau hat gearbeitet, die Chefin hat sie nicht weggeschickt, sondern "ihre Arbeitsleistung angenommen" und ihr einen Vertrag angeboten.
Die Frau hat durch ihr Weiterarbeiten dem Vertragsangebot - dem befristeten Vertag über drei Monate - zugestimmt.

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Hexle2 18.07.2017, 12:47
@EstherNele

 

 

Die Frau hat durch ihr Weiterarbeiten dem Vertragsangebot - dem befristeten Vertag über drei Monate - zugestimmt.

Da bin ich absolut nicht Deiner Meinung.

Im § 14 Abs. 4 Teilzeit- und Befristungsgesetz steht:

"Die Befristung eines Arbeitsvertrages bedarf zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform".

Die Verlängerung der Befristung hätte vorher gemacht werden müssen. Dadurch dass die Arbeitgeberin die Arbeitnehmerin weiter arbeiten ließ, obwohl sie keine schriftliche Vereinbarung über eine Befristung hatte, ist ein unbefristeter Arbeitsvertrag entstanden.

Wenn das so ginge - du stellst dich einfach zu den alten Kollegen, arbeitest ein paar Stunden mit und - schwupp! - hast du einen unbefristeten Vertrag - dann hätten das schon eine Menge mehr Leute gemacht.

Der Fall liegt hier anders. Die Chefin hat die Arbeitnehmerin zur Arbeit aufgefordert

 Die Chefin verlangt von ihr das sie weiterhin da arbeitet.

Da ist nicht mit "der Arbeitgeber wusste nicht dass die Arbeitnehmerin gearbeitet hat und wollte das auch nicht"

Lies Dir das hier mal durch:

https://www.impulse.de/recht-steuern/rechtsratgeber/befristeter-arbeitsvertrag/2188756.html

Hier kommt noch dazu, dass der Arbeitsvertrag am 30. Juni abgelaufen ist. Da hätte die Arbeitgeberin der Arbeitnehmerin am ersten Arbeitstag im Juli die Befristung geben müssen.

So hat sie sie wissentlich ohne Arbeitsvertrag arbeiten lassen und sogar zur Weiterarbeit aufgefordert obwohl ihr bewusst war, dass die AN keinen schriftlichen Arbeitsvertrag hat.

Warum hat die AG die AN wohl zur Kündigung aufgefordert?

 

 

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Bley1914 19.07.2017, 17:46
@EstherNele

Hat der Chef sie denn  abgemeldet DRV und KK.?. bzw. Chefin?

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DerHans 25.07.2017, 14:13
@EstherNele

Ein befristeter Arbeitsvertrag (auch eine Fortsetzung) bedarf der SCHRIFTFORM.

Ein mündlicher Arbeitsvertrag kann folglich nur ein unbefristeter Vertrag sein, der hier durch konkludentes Handeln entstanden ist.

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dandy100 18.07.2017, 12:33

Wieso hat sie denn jetzt einen unbefristeten Arbeitsvertrag?

"gestern war sie arbeiten und die haben ihr morgens gesagt die bekommt nur ein 3 Monat Vertrag."

Durch das Weiterarbeiten hat sie das doch akzeptiert, wenn sie damit nicht einverstanden ist, hätte sie gehen sollen bzw die Sache erstmal klären

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ChristianLE 18.07.2017, 13:30
@dandy100

Wieso hat sie denn jetzt einen unbefristeten Arbeitsvertrag?

 

Weil ein befristeter Vertrag zwingend schriftlich abgeschlossen werden muss (§ 14 (4) TzBfG).

Selbst wenn die Chefin mündlich ankündigt, dass es sich um einen befristeten Vertrag handeln wird, ist das nicht ausreichend.

Jeder mündliche Vertrag ist unbefristet.

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Weil sie -dadurch das sie gestern gearbeitet hat- ihr Vertrag unbefristet verlängert hat (ohne etwas zu unterschrieben).

Das ist vollkommen richtig. Arbeitsverträge müssen nicht zwingend schriftlich abgeschlossen werden. Sie können auch - so wie hier - durch konkludentes (= schlüssiges) Verhalten begründet werden: Deine Frau geht arbeiten und niemand hindert sie daran. Da eine Befristung schriftlich fixiert werden müsste (§ 14 Abs. 4 TzBfG), hat deine Frau nun automatisch einen unbefristeten Arbeitsvertrag.

Jetzt sagt die Chefin sie muss kündigen weil die Chefin es nicht selber machen kann.

Ich vermute mal, dass das Kündigungsschutzgesetz Anwendung findet. Dann kann/darf der AG nicht so ohne weiteres kündigen.

Aber wenn sie kündigt dann kriegt sie kein ALG.

Entschuldige, aber warum sollte deine Frau so blöd sein und das tun? Sie hat immerhin einen unbefristeten Vertrag!

Und die Kündigung Frist läuft dann noch 6 Wochen.

Wenn nichts anderes nachweisbar vereinbart ist, gilt die gesetzliche Kündigungsfrist. Die beträgt vier Wochen zum 15. oder zum Monatsletzten.

Was kann man machen?

Entweder weiter arbeiten gehen oder kündigen.

Ein BEFRISTETER Vertrag ist nur SCHRIFTLICH möglich.

Ein mündlicher Vertrag ist aber ebenfalls gültig und ist automatisch unbefristet, Natürlich kann dieser dann "betriebsbedingt" gekündigt werden.

Dabei gilt die gesetzliche Kündigungsfrist.

Der Vertrag ist Ende Juni abgelaufen. Da deine Frau nun gestern trotzdem arbeiten war und die Chefin die nicht heimgeschickt hat, ist hier automatisch ein unbefristetes Arbeitsverhältnis entstanden.

Wenn sie dort nicht arbeiten will, warum ist sie gestern dann arbeiten gegangen? Das war etwas vorschnell.

Jetzt muss sie kündigen.

Rudmat 18.07.2017, 10:24

Weil sie erst ein Jahres Vertrag angeboten bekommen hat und mach den Urlaub nur drei Monate, die wollen sie jetzt in der Urlaubslücke noch ausnutzen.

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Nicht kündigen. Da schließe ich mich den vorherigen Antworten an.

Sie sollte sich krank schreiben lassen und ihr solltet euch dann rechtlich beraten lassen. So seid ihr auf der sicheren Seite. Wie es aussieht möchte der AG deine Frau nur einschüchtern. Sie soll stark bleiben und sich auf keinen Fall einschüchtern lassen. Sie ist im Recht. 

Viel Glück wünsche ich euch!

Entweder ich habe etwas ganz wichtiges überlesen oder es gibt noch ein ganz anderes Problem ...

Der Vertrag endete am 30.06.2017.
Das heißt, das, was der FS eben mal als Urlaub bezeichnet, ist kein Urlaub im Sinne des Gesetzes (bezahlte Freistellung zum Zwecke der Erholung innerhalb eines existierenden Arbeitsverhältnisses), denn das bestand ja ab 01.07.2017 gar kein Arbeitsverhältnis mehr.

Ich kenne die Anwendung des § 625 BGB nur derart, dass bei einem direkt auf den letzten Arbeitstag folgenden Angebot meiner Arbeitsleistung (heißt: ich gehe zur Arbeit und will arbeiten) und Annahme meiner Arbeitsleistung durch den AG (Ich werde vom Arbeitgeber nicht weggeschickt, sondern darf arbeiten) diese Umwandlung des Arbeitsverhältnisses in ein unbefristetes möglich ist. Das geht aber bloß, wenn ich am Werktag, der direkt auf meinen letzten Arbeitstag folgt, beim AG zum Arbeiten auf der Matte stehe.

Hier gibt es aber eine zeitliche Lücke von 14 Tagen. Damit käme ohnehin keine Weiterführung mehr in Frage, sondern eben ein neuer, ein zweiter Arbeitsvertrag bei genau diesem AG.

Das mit der Lücke wird ja schon so gewertet, wenn dein alter Vertrag am Freitag, den 30. eines Monates, endet und der neue Vertrag am 02. des Folgemonates beginnt.

Dieses Spielchen machen AG nämlich auch gerne mal, weil man mit derlei "Unterbrechungen" die Klausel zu den Kettenverträgen umgehen kann.

Ich habe auf die Schnelle aber auch nichts Verwertbares gefunden, was eine Aussage darüber zulässt, was letztlich aus diesem einen Tag Arbeiten entsteht. Möglicherweise ein neuer Arbeitsvertrag, aber der § 625 greift hier nicht.

PeterSchu 18.07.2017, 13:39

"...aber der § 625 greift hier nicht."

Das mag stimmen, aber unabhängig vom vorherigen befristeten Vertrag: ein befristetes Arbeitsverhältnis muss zwingend vorher schriftlich vereinbart werden. Geschieht das nicht, so muss man von einem mündlich vereinbarten unbefristeten Arbeitsverhältnis ausgehen. Da spielt eine "Lücke dazwischen" überhaupt keine Rolle.

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EstherNele 18.07.2017, 15:17
@PeterSchu

Mich würde interessieren, wo diese Definition von "vorher schriftlich" steht.

Ich gehe da mit mit einem User, der in etwa geschrieben hat ..."vorher vereinbart und innerhalb einer bestimmten Frist (zum Schreiben, wie auch immer) schriftlich vertraglich geregelt ..."

Ich bin nämlich der Meinung, das es bedeutet: vorher die Befristung klären und auch nur schriftlicher Vertrag, also kein befristetetes Arbeitsverhältnis per Handschlag. Ich habe nicht erst einmal (und meine Kollegen auch) eine Einstellungszusage zu einem befristeteten Arbeitsverhältnis erhalten, haben manchmal 2 Tage später begonnen zu arbeiten und im Verlauf der ersten Arbeitswoche unsere Arbeitsverträge bekommen.

So passiert nicht erst bei einer Firma.

Wenn das quasi gesetzwidrig wäre, dann müssten sich sehr viele Firmen mit diesem Teil des Arbeitsrechtes nicht auskennen.

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ChristianLE 18.07.2017, 15:14

Möglicherweise ein neuer Arbeitsvertrag, aber der § 625 greift hier nicht.

 

Es greift aber der § 14 (4) TzBfG, wonach befristete Verträge schriftlich abzuschießen sind.

Der § 625 greift evtl. nicht, was aber nichts daran ändert, dass es ein unbefristetes Arbeitsverhältnis gibt.

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rechtl. gesehen hat sie jetzt einen unbefristeten Vertrag.

dass die chefin geschlafen hat ist das  IHR Problem. Sie soll aber auch garnix unterschreiben.....auch nich tkündigen!

Vor Gericht bekommt deine Frau in jedem Fall RECHT.

wenn das notwendig ist  einen Anwalt einschalten

Bitte nocheinmal - nix - unterschreiben, auch keine andere Befristung.

Sie hat  jetzt einen unbefristeten Vertrag

mit allen rechten



die anstellung ging bis 30.06.17 , das wars !

das sie nach ihrer freizeit dort einfach ins haus gegangen ist , warum ?

sie hat - nach ihrer aussage - doch gar keine vereinbarung über einen neuen vertrag .

die option des befristeten jahresvertrages , da wurde wohl nur unverbindlich mal drüber geredet ... im ernsthaften fall , verhandelt man ja darüber .

der fachmann - arbeitsrecht - wird sich noch melden .


ChristianLE 18.07.2017, 10:49

die anstellung ging bis 30.06.17 , das wars !

 

Und ab 17.07. ging es weiter. Laut § 625 BGB nun sogar unbefristet.

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Mich würde interessieren, ob der Urlaub mit dem Arbeitgeber vereinbart war.. gibt es einen genehmigten Antrag?

DarthMario72 19.07.2017, 13:51

Was für ein Urlaub? Der ursprüngliche Vertrag endete am 30. Juni. Bis dahin gab es noch keinen neuen Vertrag, für den man Urlaub hätte beantragen müssen.

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faiblesse 19.07.2017, 19:00

In der Frage steht aber auch, dass die Chefin ihr vorher einen Jahresvertrag versprochen hat.
Das war ja wohl noch im Juni.
Demzufolge würde ich vermuten, dass der Urlaub vereinbart war, weil sich ja zu dem Zeitpunkt beide einig waren, dass es noch ein Jahr weiter geht.
Erst anschließend, also nach dem Urlaub, hat sich die Chefin Unentschieden.

So habe ich das verstanden.

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Die Argumentation der Chefin ist nicht schlecht, sie überzeugt aber nicht. Deine Frau ging davon aus, aufgrund eines neuen Jahresvertrages zu arbeiten, damit greift die stillschweigende Verlängerung nicht. Der Arbeitstag beruhte auf einen Irrtum und hat nicht diese Rechtsfolge. 

Rudmat 18.07.2017, 10:25

Wie kann sie es der Chefin erklären oder sagen?

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AnglerAut 18.07.2017, 10:43
@Rudmat

Sie sagt ihrer Chefin, dass sie sich im Irrtum über die Umstände befand und wegen der zuvor besprochenen Abmachungen zur Arbeit erschienen ist.

Daher hat dieser Arbeitstag nichts mit einer stillschweigenden Verlängerung zu tun.

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dandy100 18.07.2017, 10:31

...nützt aber nichts, denn auf den versprochenen Jahresvertrag hat sie kein Recht; eine Firma darf sich eben auch umentscheiden und doch nur für drei Monate verlängern - wenn sie das nicht annimmt und deshalb selber kündigt, bekommt sie eine Sperre

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ChristianLE 18.07.2017, 10:48
@dandy100

nützt aber nichts, denn auf den versprochenen Jahresvertrag hat sie kein Recht

 

Sie hat das Recht auf einen unbefristeten Vertrag (§ 625 BGB).

Hier liegt ein mündliches Arbeitsverhältnis vor. Da befristete Arbeitsverhältnisse zwingend schriftlich abgeschlossen werden müssen, kann sich der Arbeitgeber nicht auf einen befristen Vertrag berufen, bzw. irgend etwas ändern.

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AnglerAut 18.07.2017, 10:52
@ChristianLE

Der Arbeitnehmer will in diesem Fall aber den Vertrag nicht, warum argumentierst du immer von der anderen Seite ?

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ChristianLE 18.07.2017, 13:24
@AnglerAut

Doch, will er, allerdings keinen Vertrag für 3 Monate.

Zumindest geht dies aus einem Kommentar hervor.

Letztendlich geht es um die Aussage der Chefin, dass die Frau nun kündigen müssen.

Genau das ist hier der Fall

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DarthMario72 18.07.2017, 14:51

Die Argumentation der Chefin ist nicht schlecht, sie überzeugt aber nicht.

Ganz im gegenteil, sie ist rechtlich absolut korrekt!

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AnglerAut 18.07.2017, 15:24
@DarthMario72

Du irrst dich. Auch der Versandhändler kann sich nicht auf das 14 tätige Widerrufsrecht berufen, das steht nur dem schwachen Verbraucher zu. Genauso kannst du Urteile gegen AG nicht auf AN übertragen.

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ChristianLE 19.07.2017, 13:23
@AnglerAut

das steht nur dem schwachen Verbraucher zu.

 

Korrekt! und der schwache Arbeitnehmer wird hier sicher den unbefristeten Vertrag zugesprochen kommen und nicht den befristeten.

Wenn der AN erreichen will, dass der Vertrag generell unwirksam ist, dürfte das schwierig werden.

Allein die Tatsache, dass die Frau auf Arbeit gegangen ist, lässt den Schluss zu, dass sie an der Stelle interessiert war.

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DarthMario72 19.07.2017, 13:49
@AnglerAut

Dein Vergleich zwischen Versandhändlern und Arbeitgebern ist der berühmte Äpfel-und-Birnen-Vergleich.

Eine Befristung des Arbeitsvertrags hätte zwingend 1. vor Beginn und 2. schriftlich erfolgen müssen (§ 14 Abs. 4 TzBfG). Das ist nicht geschehen ist, folglich kann es sich nur um einen unbefristeten Vertrag handeln. 

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AnglerAut 19.07.2017, 15:32
@DarthMario72

Ich bestreite weiterhin, dass der AG einen AN in einen Vertrag zwingen kann, dadurch dass er ihn unter falschen Versprechen einmalig zur Arbeit lockt. Wenn du mir so ein Urteil zeigst, gebe ich dir recht.

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Also, nur weil Deine Frau weitergearbeitet hat, hat sie den Vertrag nicht angenommen - das ist eine völlig unsinnige Behauptungen dieser Chefin; Deine Frau hat nichts unterschrieben, also ist der Vetrag auch nicht gültig.

Allerdings hat die Chefin damit recht , dass sie Deine Frau nicht einfach kündigen kann, das müsste sie nämlich vor dem Arbeitsamt rechtfertigen, was nur möglich ist, wenn man nachweisen kann, dass es keinen Bedarf mehr für einen Mitarbeiter gibt, weil  z.B das Arbeitsaufkommen abgenommen hat.

Das ist aber nicht der Fall und Deine Frau würde ja auch weiterhin beschäftigt werden, allerdings nur mit einem Dreimonatsvertrag und nicht mit dem versprochenen Jahresvertrag - auf den hat Deine Frau aber leider kein Recht.

Es ist zwar nicht die feine englische Art, aber eine Firma darf sich auch umentscheiden. Deine Frau müßte tatsächlich selber kündigen, wenn das für nicht akzeptabel ist und bekäme dann natürlich eine Sperre.

Tja, so ist das heutzutage - man ist als Arbeitnehmer total ausgeliefert


ischdem 18.07.2017, 10:37

NEIN DAS IST FALSCH

es gibt noch in Germany Recht und Gesetz.....und und nicht private Juristen

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Poet83 18.07.2017, 10:55
@dandy100

ich warte auch noch auf konkrete und auf Argument basierende Antwort von dem. Bin weiterhin gespannt.

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ChristianLE 18.07.2017, 10:57
@dandy100

Deine Aussagen sind widersprüchlich.

Erst schreibst Du, dass sie den Vertrag nicht angenommen hat, bzw. dieser ungültig ist, dann schreibst Du plötzlich, dass die Frau nur Anspruch auf einen 3-Monatsvertrag hat.

Dann wäre der 3-Monatsvertrag also doch gültig? Wie denn nun?

Grundsätzlich sind befristete Arbeitsverträge schriftlich zu fixieren, was nicht zuletzt mit der Nachweispflicht zusammenhängt.

Das gibt es hier nicht.

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SirKermit 18.07.2017, 11:02
@dandy100

Erstens muss ein Vertrag nicht durch Unterschrift zustande kommen, ein Arbeitsvertrag muss schriftlich innerhalb einer First bestätigt werden und zweitens ist durch das konkludente Handeln (der Arbeitsplatz wird eingenommen) ein ebensolcher Vertrag entstanden.

Konkludent heißt in diesem Falle schlüssiges Handeln. Nach Ende des alten Arbeitsvertrages wurde weiter gearbeitet und es entstand ein neues Arbeitsverhältnis. Ob das nun gewollt war oder zu welchen Bedingungen, steht auf einem anderen Blatt.

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Poet83 18.07.2017, 11:19
@SirKermit

Ja und dann tritt § 625 BGB in Kraft. In dem Fall würde ich sagen, dass die Frau einen unbefristeten Vertrag inne hat.

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EstherNele 18.07.2017, 12:24
@SirKermit

@ SirKermit

Ich sehe das mit dem von dir zitierten Weiterarbeiten kritisch.
Sie hat einen Vertag, der am 30.06.2017 geendet hat.

Und dann arbeitet sie am 17.07.2017  WEITER?

Was der FS als Urlaub bezeichnet hat, mag ja Familienurlaub gewesen sein, aber arbeitsrechtlich war es für die Frau kein Erholungsurlaub innerhalb eines Beschäftigungsverhältnisses, sondern einfach beschäftigungslose Zeit.

Und damit beginnt am 17.07. allerhöchstens ein neues Arbeitsverhältnis.

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dandy100 18.07.2017, 12:36
@Poet83

Ne, wieso das denn?

gestern war sie arbeiten und die haben ihr morgens gesagt die bekommt nur ein 3 Monat Vertrag.

Man hat ihr doch direkt mitgeteilt, dass sie keinen unbefristeten Vetrag bekommt. Wenn sie damit nicht einverstanden gewesen wäre, hätte sie nicht weiterarbeiten dürfen, so aber hat sie das aber doch akzeptiert

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ChristianLE 18.07.2017, 13:34
@dandy100

Wenn sie damit nicht einverstanden gewesen wäre, hätte sie nicht weiterarbeiten dürfen, so aber hat sie das aber doch akzeptiert

 

Vielleicht hat sie sich in der Situation schon nicht einverstanden erklärt, hat aber trotzdem weitergearbeitet?

Grundsätzlich hätte der AG sie hier nach Hause schicken müssen.

Er hier nochmal der Hinweis auf das Schriftformerfordernis eines befristeten Vertrags. Der AG kann hier mündlich auch mehrfach eine Befristung ankündigen. Das ist aber nicht wirksam.

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ChristianLE 18.07.2017, 13:36
@EstherNele

Und damit beginnt am 17.07. allerhöchstens ein neues Arbeitsverhältnis.

 

Das kann man drehen und wenden, wie man will, was allerdings nicht daran ändert, dass ein mündliches Arbeitsverhältnis immer unbefristet ist.

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PeterSchu 18.07.2017, 13:45
@EstherNele

"Und damit beginnt am 17.07. allerhöchstens ein neues Arbeitsverhältnis."

Ja und? Da zu diesem Arbeitsverhältnis nicht vorab eine Befristung schriftlich vereinbart wurde, ist dieses Arbeitsverhältnis als unbefristet zu betrachten.

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DarthMario72 18.07.2017, 14:49

Also, nur weil Deine Frau weitergearbeitet hat, hat sie den Vertrag nicht angenommen - das ist eine völlig unsinnige Behauptungen dieser Chefin

Genau das ist aber passiert - der Vertrag ist durch konkludentes Handeln zustande gekommen.

Deine Frau hat nichts unterschrieben, also ist der Vetrag auch nicht gültig.

Nirgends steht, dass Arbeitsverträge schriftlich abzuschließen wären.

Bitte antworte in Zukunft nicht mehr, wenn du von dem Thema keine Ahnung hast.

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dandy100 19.07.2017, 00:01
@DarthMario72

Nirgends steht, dass Arbeitsverträge schriftlich abzuschließen wären.

Ne, aber doch wohl zumindest mündlich!

Die Frau des Fragesteller hat sich jedenfalls in keiner Weise einverstanden erklärt - weder schriftlich, noch mündlich.

Und spar Dir Dir Deine arroganten Kommentare!

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DarthMario72 19.07.2017, 12:17
@dandy100

Nirgends steht, dass Arbeitsverträge schriftlich abzuschließen wären.

Ne, aber doch wohl zumindest mündlich!

Nein, auch das ist falsch. Arbeitsverträge kommen auch durch konkludentes (= schlüssiges) Handeln zustande. Sie war arbeiten, niemand hat sie weggeschickt -> fertig ist der gültige Arbeitsvertrag. Eine Befristung hätte gemäß TzBfG vorher schriftlich vereinbart werden müssen. Das ist nicht geschehen, demnach handelt es sich um einen unbefristeten Arbeitsvertrag.

Die Frau des Fragesteller hat sich jedenfalls in keiner Weise einverstanden erklärt - weder schriftlich, noch mündlich.

Durch ihr Handeln hat sie das getan.

Und spar Dir Dir Deine arroganten Kommentare!

Du empfindest das als arrogant? Aus der Tatsache, dass deine Antwort jeder rechtlichen Grundlage entbehrt, hatte ich geschlossen, dass du dich in dem Thema nicht auskennst. Solche falschen Ratschläge helfen nicht weiter, sondern verwirren nur unnötig. Deshalb meine Bitte, dich bei solchen Themen zurückzuhalten.

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dandy100 19.07.2017, 13:08
@DarthMario72

.."Sie war arbeiten, niemand hat sie weggeschickt -> fertig ist der
gültige Arbeitsvertrag. Eine Befristung hätte gemäß TzBfG vorher
schriftlich vereinbart werden müssen. Das ist nicht geschehen, demnach handelt es sich um einen unbefristeten Arbeitsvertrag"

Nein!.

Man hat ihr sofort morgens mitgeteilt, dass sie keinen unbefristeten Vetrag bekommt. Wenn sie damit nicht einverstanden gewesen wäre, hätte sie gar nicht anfangen dürfen zu arbeiten, sondern die Sachlage erstmal klären müssen.

Ein unbefristeter Arbeitsvertrag kommt dann zustande, wenn ein Arbeitgeber nach Ablauf des Arbeitsvertrages die Weiterabeit stillschweigend duldet - das ist aber nicht geschehen, denn sie ist  bei Arbeitsantritt ausdrücklich darauf hingewiesen worden, dass man ihr nur eine Dreimonatsvertrag anbieten kann, gegen den sie nicht protestiert hat! Das hat sie erst nach Feierabend getan

Von einem Zustandekommen eines unbefristeten Vertrags kann also überhaupt keine Rede sein!

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ChristianLE 19.07.2017, 13:20
@dandy100

das ist aber nicht geschehen, denn sie ist  bei Arbeitsantritt ausdrücklich darauf hingewiesen worden, dass man ihr nur eine Dreimonatsvertrag anbieten kann

 

Was zu beweisen wäre...

In der Fragestellung steht nur, dass sie morgens darauf hingewiesen wurde. Das kann bei Dienstbeginn, oder auch zur Frühstückspause gewesen sein.

Unabhängig davon entsteht aus einem "Hinweis" kein befristeter Arbeitsvertrag. Eine Vertragsänderung (Befristung) greift doch nur dann, wenn sich beide Parteien einig sein.

gegen den sie nicht protestiert hat!

 

Auch das weiß man nicht.

Im Idealfall hätte der AG den AN erst einmal auffordern müssen, die Arbeit zu unterbrechen, bis eine Einigung zustande gekommen ist.

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DarthMario72 19.07.2017, 13:46
@dandy100

Von einem Zustandekommen eines unbefristeten Vertrags kann also überhaupt keine Rede sein!

Von was denn sonst? Anstatt "Nein" zu sagen und irgendwelche Behauptungen aufzustellen, belege deine Meinung bitte mit Rechtsquellen.

Eine Befristung hätte zwingend 1. vor Beginn und 2. schriftlich erfolgen müssen. Da das nicht geschehen ist, kann es kein befristeter Vertrag sein. Das ergibt sich eindeutig aus § 14 Abs. 4TzBfG.

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Deine Frau muss nicht kündigen !

Sie hat ihren Vertrag erfüllt und ist wieder arbeiten gegangen.... leider aber

ohne gültigen Arbeitsvertrag !

Entweder sie stellt die Arbeit sofort ein, oder die beiden einigen sich !

Deine Frau sollte AUF KEINEN FALL selber nachträglich kündigen !

ChristianLE 18.07.2017, 10:25

Sie hat ihren Vertrag erfüllt und ist wieder arbeiten gegangen.... leider aber

ohne gültigen Arbeitsvertrag !

 

Den Arbeitsvertrag gibt es schon, auch wenn dieser momentan mündlich ist.

Grundsätzlich wurde ihr ein Jahresvertrag versprochen, was schon als verbindlich angesehen werden kann, zumal sie gestern arbeiten war und nicht heimgeschickt wurde.

Wenn sie dort nicht mehr arbeiten möchte, bleibt nur die Kündigung.

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ischdem 18.07.2017, 10:26

sie hat alle Rechte und Pflichten eines unbefristeten Arbeitsvertrages !

ein Arbeitsvertrag soll schriftlich - so das Gesetz - aber muss nicht !

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DarthMario72 18.07.2017, 14:53

leider aber

ohne gültigen Arbeitsvertrag !

Das ist falsch. Der Arbeitsvertrag ist durch konkludentes Handeln zustande gekommen: Sie geht arbeiten und niemand schickt sie nach Hause. Fertig ist der unbefristete Arbeitsvertrag!

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Wie kann der Vertrag unbefristet sein, wenn der Vertrag doch nur 3 Monate gültig ist?

Sehr suspekt alles. Deine Frau soll zum Arzt gehen und mal richtig sich krankschreiben lassen. Dann geht ihr zum Anwalt für Arbeitsrecht.

MancheAntwort 18.07.2017, 10:21

wer lesen kann.... ist klar im Vorteil !

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ischdem 18.07.2017, 10:40
@Poet83

Poet83  @du bist im Unrecht und deine Ratschläge sind falsch "krankschreiben" ...bitte keine Beleidigungen

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Poet83 18.07.2017, 10:50
@ischdem

Dann kläre mal auf anstatt dumm provokativ zu sein

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Rudmat 18.07.2017, 10:31

Sie hat den 3 Monats Vertrag nicht unterschrieben, hat ein Tag nach den abgelaufenen vorherigen Vertrag, gearbeitet und ist somit jetzt unbefristet ohne was zu unterschreiben. So verstehe ich das jetzt

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Poet83 18.07.2017, 10:38
@Rudmat

Das ist ja der Punkt. Was ist hier denn überhaupt gewollt. Will die Frau nun einen unbefristeten Vertrag oder die versprochende 1 Jahres Vertrag? Wenn durch die Arbeitsaufnahme der Arbeitsvertrag unbefristet verlängert wurde, was soll der Blödsinn mit den 3 Monaten - das wurde doch durch die Arbeitsaufnahme (wie die obige Situation beschreibt) obsolet.

Steht denn im ursprünglichen Arbeitsvertrag, dass das Arbeitsverhältnis unbefristet fortgeführt wird, wenn keiner der beiden Parteien das Vertragsverhältnis kündigt?

Ich finde die Lage sehr unübersichtlich.

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na sie sollte auf keinen fall kündigen da sie jetzt einen unbefristeten vertrag hat. für diesen gelten nur die gesetzlichen regelungen.

Rudmat 18.07.2017, 10:17

Meine Frau will da ja nicht weiterhin arbeiten

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martinzuhause 18.07.2017, 10:19
@Rudmat

kündigt sie, bekommt sie aber kein ALG. also sollte sie warten bis der AG sie kündigt.

und vllt mal im internet nach den gesetlichen regeleungen für einen arbeitsvertrag sehen

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MancheAntwort 18.07.2017, 10:20
@Rudmat

wenn sie nicht will, soll sie nicht hingehen, da sie keinen aktuellen AV

hat !

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martinzuhause 18.07.2017, 10:21
@MancheAntwort

sie hat natürlichen einen aktuellen av. sie hat dort gearbeitet und damit ist ein av mit den gesetzlichen regelungen zustande gekommen. geht sie nicht mher hin kann der AG schadenersatz fordern

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martinzuhause 18.07.2017, 10:24
@MancheAntwort

und am ersten arbeiutstag im juli entstand da sofort ein neuer durch schlüssiges verhalten.

der An ging zur arbeit und der Ag hat den AN arbeiten lassen.

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ischdem 18.07.2017, 10:30
@MancheAntwort

MancheAntwort @ faLsch ..sie andere rechtl. Antworten und in das Gesetz das etwas anderes sagt.

"Halbwissen ist schlimmer als Nichtwissen"

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ChristianLE 18.07.2017, 10:30
@MancheAntwort

Der aktuelle AV ist Ende Juni fristgerecht erfüllt worden....

 

Und was ist mit der Arbeitsleistung, die sie gestern erbracht hat?

Wirf bitte mal einen Blick in den § 625 BGB.

Sie war gestern arbeiten, der Arbeitgeber hat dies stillschweigend akzeptiert. Folglich ist hier ein neues Arbeitsverhältnis entstanden.

Es müsste hier nur geklärt werden, ob dies aufgrund der mündlichen Absprachen 3 Monate, ein Jahr oder tatsächlich unbefristet läuft.

2
AnglerAut 18.07.2017, 10:48
@ischdem

Eine stillschweigende Verlängerung setzt voraus, dass es keine Absprache gibt. Hier hat der Arbeitsgeber dem Arbeitgeber einen Jahresvertrag in Aussicht gestellt und so die Arbeitnehmerin dazu gebracht, zur Arbeit zu erscheinen.

Dies ist nicht der Tatbestand einer stillschweigenden Verlängerung ...

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ChristianLE 18.07.2017, 10:52
@AnglerAut

Der befristete Vertrag hätte aber schriftlich fixiert werden müssen.

Wenn dem Arbeitnehmer zwischen Tür und Angel mitgeteilt wird, dass der Vertrag nun nur 3 Monate gilt, dürfte das kaum rechtmäßig sein.

Theoretisch hätte der AG den AN erst einmal wieder nach Hause schicken müssen.

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AnglerAut 18.07.2017, 10:52
@ChristianLE

Der Arbeitnehmer will den Vertrag nicht. Ihr redet am Fall vorbei.

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martinzuhause 18.07.2017, 10:56
@AnglerAut

der AN hat den vertrag aber nun mal. an den nun mal bestehenden vertrag haben sich beide zu halten. oder der AN kündigt eben - mit allen folgen dann

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AnglerAut 18.07.2017, 11:03
@martinzuhause

Du argumentierst mit einer Rechtsprechung, die auf den Arbeitnehmer schützen soll und darauf basiert, dass die Informationslage unausgeglichen ist.

Diese Urteile kannst du doch nicht einfach umdrehen. Der Arbeitgeber kann den AN nicht dadurch verpflichten, dass er ihn unter falschem Vorwand zur Arbeit lockt, wo sind wir denn.

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martinzuhause 18.07.2017, 11:06
@AnglerAut

der AN kann doch auch kündigen. er wollte doch einen neuen vertrag. auch wenn nur ein jahresvertrag abgesprochen war. nun hat er eben einen unbefristeten. den kann er doch kündigen

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AnglerAut 18.07.2017, 11:09
@martinzuhause

Der AN will jetzt gar keinen Vertrag mehr und er will auch nicht kündigen, weil er dadurch Nachteile hätte. Er wurde unter dem Vorwand zur Arbeit gelockt, dann gab es den einjährigen Vertrag nicht, daraus folgt nicht ein unbefristeter.

Der AN kann jetzt einfach zuhause bleiben, er hat keine Verpflichtung gegenüber dem AG.

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martinzuhause 18.07.2017, 11:11
@AnglerAut

dann sollte der AN aber auch anchweisen können das ihm ein 1-jähriger vertrag zugesichert war.

ansonsten hat er sich an den bestehenden vertrag zu halten

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AnglerAut 18.07.2017, 11:14
@martinzuhause

Der Arbeitnehmer kann das entweder nachweisen oder den neuen Vertrag wegen Irrtums anfechten. Wobei erst einmal der AG vor Gericht gehen müsste um Schadenersatz einzuklagen, was ich für nahezu ausgeschlossen halte.

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ChristianLE 18.07.2017, 13:27
@AnglerAut

Der AN will jetzt gar keinen Vertrag mehr und er will auch nicht kündigen, weil er dadurch Nachteile hätte.

 

Wenn der AN gar keinen Vertrag haben wollte, warum hat er dann gestern seine Arbeitsleistung erbracht?

Hier nochmal der Verweis auf § 625 BGB.

"Unwissenheit schützt vor Strafe nicht".

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ChristianLE 18.07.2017, 13:42
@Poet83

Das ist nicht eindeutig. Aus einem Kommentar geht nur hervor, dass die Frau dort nicht arbeiten möchte.

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Kurz für mein Verständis. Deine Frau wollte einen 1-Jahresvertrag, bekommt aber nur einen 3 Monatsvertrag?

Jetzt hat sie aber einen unbefristeten Vertrag. Das ist doch super! Oder?

Die Chefin hat mit der Aussage recht. Lasst euch aber bloß nicht beschwatzen, dass deine Frau den 3 Monatsvertrag unterschreibt.

Naja das mit kündigt mich ist wirklich nicht so einfach. Jemand der unbefristet da ist kann man nicht so einfach kündigen. Dann am besten was neues suchen und dann einen Aufhebungsvertrag und einen nahtlosen Übergang.

Bei allem anderen bekäme sie eine ALG Sperre

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