Hat man jetzt automatisch ein unbefristeten Vertrag?

16 Antworten

Jetzt mische ich mich auch noch ein.

Wenn ich das richtig verstehe lief die Befristung Deiner Frau am 30. Juni ab.

Gestern ist Deine Frau wieder zur Arbeit gegangen und dort wurde ihr mitgeteilt, sie bekomme nur eine weitere Befristung für drei Monate statt für ein Jahr.

Deine Frau lehnt den Drei-Monats-Vertrag ab und die Chefin hat sie aufgefordert weiter zu arbeiten, hat ihr aber noch keinen neuen Arbeitsvertrag gegeben, so dass sie jetzt ohne schriftlichen Vertrag dort arbeitet.

Ich gehe mal von dieser Ausgangslage aus, wenn ich falsch liege, bitte ich um Korrektur.

Sollte oben geschriebenes zutreffen, hat Deine Frau jetzt einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Da sie keine schriftliche Verlängerung hat, die sowieso im Voraus hätte gemacht werden müssen, braucht sie jetzt keinen befristeten Vertrag (egal wie lange) unterschreiben.

Kündigen braucht Deine Frau auch nicht, zumal es dann eine Sperre des ALG gäbe, da sie ja dann ihren Job selbstverschuldet verloren hätte.

Die Chefin hat ja wohl klar erkannt, dass sie selbst jetzt nicht kündigen kann, wenn sie keinen Kündigungsgrund hat. Wo nimmt die Frau eigentlich die sechs Wochen Kündigungsfrist her? Steht die in der vorigen Befristung?

Zusammengefasst: Deine Frau braucht nicht kündigen und soll weiter zur Arbeit gehen. Wenn die Arbeitgeberin sie nicht weiter betriebsbedingt beschäftigen kann, soll sie die Kündigung aussprechen. Das ist nicht das Problem Deiner Frau.

Ich bin nicht ganz deiner Meinung. Was ist mit der Lücke von 14 Tagen?

Zwischendurch hat sie dann ja wohl den Status beschäftigungslos. Denn angestellt ist sie nach dem Ende der Befristung eben nicht mehr. Auch wenn der FS diesen Zeitraum Urlaub nennt - was sie ja wahrscheinlich auch so gemacht haben - die Frau hat zu diesem Zeitpunkt kein Beschäftigungsverhältnis mehr.

Eine Fortführung - und vor allem die für den § 625 BGB nahtlose - greift also schon mal nicht mehr.

Stell dir doch mal folgendes Szenario vor: ich beende mein befristetes Arbeitsverhältnis, finde aber in den nächsten Wochen keinen Job und tauche einfach wieder bei meinem alten AG auf.

Es gibt genügend Arbeitsstellen /Arbeitsorte, die sind 1. offen zugänglich und 2. ist nicht immer ein Chef vor Ort.

Ich denke da bloß mal an Arbeitsverhältnisse in der Landwirtschaft, Gärtnerei, einer kleinen Kantine, usw.

Da musst du nicht mit Schlüssel oder Pförtner zu deinem (alten) Arbeitsplatz.

Wenn das so ginge - du stellst dich einfach zu den alten Kollegen, arbeitest ein paar Stunden mit und - schwupp! - hast du einen unbefristeten Vertrag - dann hätten das schon eine Menge mehr Leute gemacht.

Außerdem ... warum fragt die Frau nicht in der Arbeitsagentur nach der Rechtslage? Immerhin hätte sie sich mindestens 3 Monate vor Ablauf der Befristung arbeitssuchend melden müssen bzw. sich am ersten Werktag nach dem Ende der Befristung eben arbeitslos melden müssen.

Ich würde es genau anders herum sehen:
die Frau hat gearbeitet, die Chefin hat sie nicht weggeschickt, sondern "ihre Arbeitsleistung angenommen" und ihr einen Vertrag angeboten.
Die Frau hat durch ihr Weiterarbeiten dem Vertragsangebot - dem befristeten Vertag über drei Monate - zugestimmt.

0
@EstherNele

 

 

Die Frau hat durch ihr Weiterarbeiten dem Vertragsangebot - dem befristeten Vertag über drei Monate - zugestimmt.

Da bin ich absolut nicht Deiner Meinung.

Im § 14 Abs. 4 Teilzeit- und Befristungsgesetz steht:

"Die Befristung eines Arbeitsvertrages bedarf zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform".

Die Verlängerung der Befristung hätte vorher gemacht werden müssen. Dadurch dass die Arbeitgeberin die Arbeitnehmerin weiter arbeiten ließ, obwohl sie keine schriftliche Vereinbarung über eine Befristung hatte, ist ein unbefristeter Arbeitsvertrag entstanden.

Wenn das so ginge - du stellst dich einfach zu den alten Kollegen, arbeitest ein paar Stunden mit und - schwupp! - hast du einen unbefristeten Vertrag - dann hätten das schon eine Menge mehr Leute gemacht.

Der Fall liegt hier anders. Die Chefin hat die Arbeitnehmerin zur Arbeit aufgefordert

 Die Chefin verlangt von ihr das sie weiterhin da arbeitet.

Da ist nicht mit "der Arbeitgeber wusste nicht dass die Arbeitnehmerin gearbeitet hat und wollte das auch nicht"

Lies Dir das hier mal durch:

https://www.impulse.de/recht-steuern/rechtsratgeber/befristeter-arbeitsvertrag/2188756.html

Hier kommt noch dazu, dass der Arbeitsvertrag am 30. Juni abgelaufen ist. Da hätte die Arbeitgeberin der Arbeitnehmerin am ersten Arbeitstag im Juli die Befristung geben müssen.

So hat sie sie wissentlich ohne Arbeitsvertrag arbeiten lassen und sogar zur Weiterarbeit aufgefordert obwohl ihr bewusst war, dass die AN keinen schriftlichen Arbeitsvertrag hat.

Warum hat die AG die AN wohl zur Kündigung aufgefordert?

 

 

5
@EstherNele

Hat der Chef sie denn  abgemeldet DRV und KK.?. bzw. Chefin?

0
@EstherNele

Ein befristeter Arbeitsvertrag (auch eine Fortsetzung) bedarf der SCHRIFTFORM.

Ein mündlicher Arbeitsvertrag kann folglich nur ein unbefristeter Vertrag sein, der hier durch konkludentes Handeln entstanden ist.

0

Wieso hat sie denn jetzt einen unbefristeten Arbeitsvertrag?

"gestern war sie arbeiten und die haben ihr morgens gesagt die bekommt nur ein 3 Monat Vertrag."

Durch das Weiterarbeiten hat sie das doch akzeptiert, wenn sie damit nicht einverstanden ist, hätte sie gehen sollen bzw die Sache erstmal klären

0
@dandy100

Wieso hat sie denn jetzt einen unbefristeten Arbeitsvertrag?

 

Weil ein befristeter Vertrag zwingend schriftlich abgeschlossen werden muss (§ 14 (4) TzBfG).

Selbst wenn die Chefin mündlich ankündigt, dass es sich um einen befristeten Vertrag handeln wird, ist das nicht ausreichend.

Jeder mündliche Vertrag ist unbefristet.

4

Weil sie -dadurch das sie gestern gearbeitet hat- ihr Vertrag unbefristet verlängert hat (ohne etwas zu unterschrieben).

Das ist vollkommen richtig. Arbeitsverträge müssen nicht zwingend schriftlich abgeschlossen werden. Sie können auch - so wie hier - durch konkludentes (= schlüssiges) Verhalten begründet werden: Deine Frau geht arbeiten und niemand hindert sie daran. Da eine Befristung schriftlich fixiert werden müsste (§ 14 Abs. 4 TzBfG), hat deine Frau nun automatisch einen unbefristeten Arbeitsvertrag.

Jetzt sagt die Chefin sie muss kündigen weil die Chefin es nicht selber machen kann.

Ich vermute mal, dass das Kündigungsschutzgesetz Anwendung findet. Dann kann/darf der AG nicht so ohne weiteres kündigen.

Aber wenn sie kündigt dann kriegt sie kein ALG.

Entschuldige, aber warum sollte deine Frau so blöd sein und das tun? Sie hat immerhin einen unbefristeten Vertrag!

Und die Kündigung Frist läuft dann noch 6 Wochen.

Wenn nichts anderes nachweisbar vereinbart ist, gilt die gesetzliche Kündigungsfrist. Die beträgt vier Wochen zum 15. oder zum Monatsletzten.

Was kann man machen?

Entweder weiter arbeiten gehen oder kündigen.

rechtl. gesehen hat sie jetzt einen unbefristeten Vertrag.

dass die chefin geschlafen hat ist das  IHR Problem. Sie soll aber auch garnix unterschreiben.....auch nich tkündigen!

Vor Gericht bekommt deine Frau in jedem Fall RECHT.

wenn das notwendig ist  einen Anwalt einschalten

Bitte nocheinmal - nix - unterschreiben, auch keine andere Befristung.

Sie hat  jetzt einen unbefristeten Vertrag

mit allen rechten



Wenn man in der Mitarbeitervertretung ist und man hat nur einen Jahresvertrag: Hat man dann Anspruch auf einen unbefristeten Vertrag?

...zur Frage

Kündigung öffentlicher Dienst Vertrag teils befristet, teils unbefristet?

Hallo zusammen,

ich habe eine Frage zu den Kündigungsfristen nach TVöD. Und zwar habe ich einen befristeten Vertrag seit dem 17.6.2015. Am 11.8.2015 habe ich dann einen Änderungsarbeitsvertrag bekommen, seitdem sind ca. 65% der Stunden unbefristet und 35% befristet. Ich möchte zum 31.7.2016 kündigen. Bei der Kündigungsfrist für den befristeten Anteil bin ich mir sicher: ich arbeite über ein Jahr in dem befristeten Vertrag, also ist die Kündigungsfrist hierfür 6 Wochen zum Monatsende. Aber wie sieht das mit dem unbefristeten Vertrag aus? Im Vertrag steht eindeutig: .."wird ab dem 11.08.2015 unbefristet weiterbeschäftigt"... also ist die Beschäftigungszeit für den unbefristeten Vertrag unter einem Jahr, demnach Kündigungsfrist 1 Monat zum Monatsende?! Bin mir grad total unsicher.... hoffentlich kann mir jemand helfen!

Viele Grüße kitte1706

...zur Frage

Meine Chefin weiß Bescheid, Angst?

Hallo,
Ich fange ab dem 1.8 eine Ausbildung an, und meine jetzige Chefin dachte ich möchte meine Ausbildung bei ihr machen, weil ich am Anfang ja gesagt hab, damit ich mein Arbeitsplatz nicht verliere
Gestern fragt sie so ja was ist jetzt wegen Ausbildung, dann hab ich gesagt das ich wo anderst meine Ausbildung gefunden hab weil mir der weg einfach zu weit ist, und sie meinte ja gut dann sind alle ihre Fragen beantwortet sie hätte mir eh kein fahr Geld gezahlt.

Aber jetzt hab ich Angst das sie mich kündigt, weil sie eh weiß das ich kündige, und die sind so gemein und machen das, aber was soll ich dann machen? Im Juni geh ich 2 Wochen in Urlaub, und bis zum 1.8 würde ich keine Arbeit finden :(

Oder wenn ich krank werde dann denken die ich mach mit Absicht krank und dann kündigen die mich😩

Was mach ich dann?

...zur Frage

wie lange kündigungsfrist bei unbefristeten vertrag

Guten Morgen zusammen,

Meine Frage steht oben habe einen unbefristeten Vertrag Aber nicht schriftlich das heisst nach meinem befristeten Vertrag Würde ich unbefristet weiter übernommen habe aber nicht mehr unterschrieben Deswegen ist meine Frage wie lange meine Kündigungsfrist wäre Den Chef möchte ich nicht fragen sonst weiss er ja das ich kündigen will

...zur Frage

Vertrag zu spät abgeschickt, bekomme ich trotzdem meinen Lohn oder nicht?

Hallo,

Ich (15) hatte vor einem Monat mit dem Zeitungen verteilen angefangen. (Arbeite nur jeden Samstag, also 4 mal in einem Monat.) Hatte auch bevor ich angefangen habe den Vertrag bekommen. Nun ist der Monat schon rum und ich müsste normalerweise das Geld schon bekommen. Allerdings hatte ich wie gesagt den Vertrag noch nicht abgeschickt, wo ich unter anderem die Bankdaten hinschreiben musste.

Ich habe es erst gestern per Post abgeschickt.

(War also 5 Wochen ohne Vertrag arbeiten)

Der Grund, weswegen es so lange dauerte war einfach, dass ich noch was mit den Versicherungen machen musste.

Steht mir der Lohn vom letzten Monat noch zu?

Mfg

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?