Hat man es als Schwarzkopf in Deutschland schwerer?

19 Antworten

Hallo!

Ich stimme dir zwar darin zu, dass Vorurteile gegenüber Menschen aus dem Nahen Osten sowie eine Abneigung gegenüber dem Islam weit verbreitet sind in Deutschland. Jedoch würde ich nicht sagen, dass man deswegen als Muslim mit Migrationshintergrund schlechtere Chancen in Schule oder Beruf hat. Immer mehr Bürger mit Migrationshintergrund erreichen das Abitur. Menschen mit türkischem oder arabischem Migrationshintergrund sitzen in der Chefetage, im Bundestag, sind im Fernsehen oder in der Fußballnationalmannschaft präsent.

"Wenn ein Muslim bzw. Schwarzkopf durch negative Dinge auffällt, wird auf seine Herkunft hingewiesen, wodurch das Schubladendenken bestärkt wird. Wenn währenddessen ein Schwarzkopf zu etwas Positivem beiträgt, heißt es meist der Deutsche."

Kann ich so nicht bestätigen. Wenn Mesut Özil ein wichtiges Tor für die Nationalmannschaft schießt, dann wird oft geschrieben "der Deutsch-Türke". Oder bei Karim Bellarabi "der Deutsch-Tunesier". In gewissen Fällen spielt der Migrationshintergrund beziehungsweise die Nationalität aber tatsächlich auch eine Rolle. Beispielsweise wenn es um Übergriffe auf Frauen seitens nordafrikanischer Männer geht. Dies ist nun mal ein milieuspezifisches Problem. Inwiefern es aus pädagogischer Sicht gutzuheißen ist, dass die Herkunft in Zeitungsartikeln erwähnt wird, darüber lässt sich natürlich streiten. Wenn solche Zeitungsartikel dazu führen, dass sich in Deutschland eine xenophobe Haltung verbreitet, dann ist das ein negativer Effekt. Dennoch bin ich der Ansicht, dass Probleme thematisiert und diskutiert werden müssen, statt dass man sie ignoriert und unter den Tisch fallen lässt.

Ich wünsche mir sowohl Veränderungen seitens der "deutschen Kerngesellschaft" als auch seitens der "(türkisch-)muslimischen Parallelgesellschaft". Wir müssen aufeinander zugehen, statt uns voneinander abzugrenzen und den Protagonisten zuzujubeln, die die Spaltung provozieren. Ich finde die Pegida-AfD-Haltung, der Islam sei eine Terrorideologie und gehöre nicht zu Deutschland ebenso abstoßend wie die neokonservativen Pseudo-Osmanen, die es hipp finden, "antiwestlich" zu sein. Es herrscht also noch eine Menge Nachholbedarf.

LG


Ich bin Ausländerin und habe dunkle Haare, Augen und mein Erscheinungsbild schreit nach " Die kommt nicht von hier " - bin auch keine Europäerin sollte es wichtig sein zu wissen.

Mein Sohn ist ebenfalls dunkel geraten und wir sind beide in DE geboren.

Er besucht ein Gymnasium und hat viele Freunde. Er oder ich wurden noch nie wegen unserer Herkunft schräg angemacht. 

Ich wurde noch nie negativ angesprochen - im Gegenteil - ich werde ständig bei Grillfesten in der Schule gefragt ob die etwas extra für uns tun können sollte Schweinefleisch ein Problem sein oder werde immer darauf hingewiesen das hier und dort alles ohne Schweinefleisch hergestellt wurde.

Mein Sohn hat sich noch nie als Aussenseiter empfunden und ist selbstverständlich in die Gesellschaft integriert.

Weißt Du, ich sage immer: Man sieht was man um sich herum sehen will. 

Wenn Du Dich ständig verfolgt oder beleidigt fühlst und die Ansicht hast man betrachtet Dich als Sonderling dann wirst Du damit auch irgendwann recht haben, weil Deine Gestik und Mimik exakt dies ausdrücken.

Versuche mal Dich als angekommen zu betrachten und sei ein Teil dieser Gesellschaft mit all Deinen Wünschen und Zielen, ich wette es könnte Dein Weltbild verändern :)

Alles Gute! LG

Hallo!

Ich stamme aus einer jugoslawischen Familie (bin katholisch) & hatte in den 90ern bzw. bis in die 2000er rein noch mit einigen auf meine Herkunft oder Stereotypen zusammenhängenden Vorurteilen zu kämpfen ----------> aber das hat sich NIE auf die Schule, die Ausbildung oder den Beruf bezogen, sondern sich immer auf den privaten Bereich bezogen.

Für Eltern von Gleichaltrigen war ich oft "dieser Jugoslawe/dieser Ausländer", der "irgendwie komisch" ist, beim Opa wohnt und das auch nicht in einem eigenen Haus, sondern einer angemieteten Wohnung. Ich war der Typ, der nicht jedes Jahr in teure Urlaubsreisen fuhr & anstatt in einem neuen Passat in Opas altem Mercedes 230E aus den 80ern mitfuhr, der nicht die teuersten Sportmarken trug & auch nicht im Sportverein war, was hier damals Quasi-Pflicht für "angesehene" war oder solche die meinen welche zu sein. Allerdings waren die Kinder dieser Leute trotzdem okay & es gab nie irgendwas wegen Jugoslawien oder so..

Seitens Mitschülern, Lehrer oder Ausbilder, Arbeitskollegen, Personaler oder sonst wie im alltäglich-öffentlichen Leben hatte und habe ich absolut nie Probleme, die auf meine Herkunft zurückzuführen sind. 

Ich sage mal so: Es ist stark "milieuabhängig". In der Realschule war ich fast ausschließlich vom Nachwuchs hiesiger "Traditionsfamilienclans" umgeben, deren Eltern (nicht die Mitschüler) entsprechend selbstherrlich bis diffamierend zu Werke gingen, auch gern mal peinliche Gerüchte streuten und andere nicht als gleichwertig anerkannt haben. Russlanddeutsche Kinder/Jugendliche wurden von denen noch mehr "diskriminiert" bzw. verunglimpft. An der Berufsschule oder auch in der Grundschule war die "Szene" hingegen entsprechend ich sag mal volkstümlicher, da hat das dann auch sehr gut harmoniert. Da ritt nie jemand auf meiner Familie oder dem Land rum, aus dem mein Opa in den 50ern gekommen ist.

Wenn ich hier z.B. "Gymnasium" lese, könnte evtl. das gleiche zutreffen wie damals bei mir in der Realschule. Außerhalb meiner Realschulklasse war nämlich meine familiäre Herkunft NIE ein Thema & es gab auch keinen, der sich darüber in irgendeiner Weise ausgelassen hatte. Ich gehörte einfach dazu.

Hoffe, ich konnte dir helfen! Alles Gute für dich :)

was an einem W124 230E schlechter oder "undeutscher" als an einem neuen Passat?

Dein Opa hatte ganz recht den zu fahren, richtig gute Wertarbeit, geringer Wendekreis, tolles Leistungsgewicht, flüsterleise und eine Federung wie eine Sänfte und hart wie ein Panzer, wenn man mal einen Volkswagen im Kreuzungsbreich mit Nachdruck beiseite schubsen muß.

Unzählige 230E fahren noch, wo sind all die Audi100 2.3 und die ganzen Passats aus den 80ern geblieben?

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@Jeansprinzessin

Naja, andere haben zumindest immer drüber gelacht.

Ich fand den 230E allerdings absolut super & das Auto war der ultimative Auslöser dafür, warum ich mir mit 22 einen W202 C180 gekauft habe :) 

Den Audi 100 hatte ich übrigens als erstes Auto gefahren, von dem du schreibst... ein tolles Auto :) Meiner war beim Verkauf zum Jahreswechsel 2010/2011 der letzte Typ 44 am Ort... von einstmals ganz vielen. In meiner Kindheit standen die an jeder Ecke.

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