Hat man eine Absicherung/jegliche Kenntnis/Sicherheit über das eigene Schicksal?

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11 Antworten

Der Mensch plant, das Schicksal lacht, heißt es so schön.

Was mit dir passiert liegt natürlich nur zum Teil in deiner Hand. Naturkatastrophen, Schicksalsschläge, historische Ereignisse, da kann man wenig machen. Auch dein Lebensweg ist zu einem großen Teil vom Zufall abhängig, in welchem Land, in welcher Familie zu geboren wirst, wie du behandelt wirst, welche Menschen du triffst und welche Möglichkeiten du bekommst.

Nichts desto trotz kannst du deinen Lebensweg mitbestimmen. Du kannst Ziele verfolgen, Prioritäten setzen, Entscheidungen treffen. Du kannst sich entscheiden, mache ich diesen Job oder nicht. Trenne ich mich von dieser Person oder nicht. Ziehe ich um oder nicht. Wähle ich den oder den. Und noch viel mehr.

Dein Kompass für Entscheidungen sollten deine Werte und Ziele sein. Grundüberzeugungen, die du hast. Aber entscheiden musst du. Auch nicht entscheiden ist im Grunde eine Entscheidung mit Konsequenzen.

Ich kenne das Gefühl, aus einer Fülle an Möglichkeiten heraus nicht zu wissen, was das beste am ende ist. Jeder sagt dir was anderes. Letztlich musst du dich für das entscheiden, wofür du a) in dem Moment die besten vernünftigen Argumente hast und was sich b) vom Gefühl her am besten anfühlt.

Da du niemals nie mehr Informationen hast als in dem Moment und niemals wissen kannst, was wirklich daraus wird, und das jedem Menschen immer so geht, darfst du keine Angst vor Fehlern haben. Du wirst sie sowieso machen, wie jeder andere Mensch auch. Fehler kannst du nicht vermeiden, manche Entscheidungen stellen sich am ende als falsch heraus.

Du kannst dann später nur korrigieren und es anders machen. Aber recht viel andere Möglichkeiten hat der Mensch nicht, weil man nicht in die Zukunft schauen kann und auch nie erfahren wird, was hätte passieren können wenn man anders gehandelt hätte.

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Kommentar von styli1000
09.11.2016, 18:18

Herzlichsten Dank für deine Antwort! Leider ist es oft bei großen Entscheidungen so, dass man blind durch die Tür schreiten muss ohne zu wissen, was dahinter ist... ...bei Entscheidungen, die einmalig sind und sich nicht korrigieren lassen, und leider sind das die meisten (wichtigen) Entscheidungen im Leben. Andererseits könnte und würde auch alles aus dem Ruder geraten, wenn man tatsächlich in die Zukunft sehen könnte und wüsste, was wozu führt.

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Kommentar von styli1000
09.11.2016, 19:50

Ich meinte mit Zeit und Alter als einem wichtigen Faktor... Denn man wird nicht jünger und daher muss man sich zu jeder Zeit entscheiden, was man macht, man darf seine Zeit nicht verschwenden, sonst kann man viel verpassen, das meinte ich ;) Danke sehr :)

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Kommentar von styli1000
05.12.2016, 07:41

Eben genau das meinte ich, marty55 :) Deswegen ist es wichtig, wo man jetzt in meinem Alter (19) einsteigt bzw. anfängt, unter anderem deswegen habe ich diese Frage gestellt ;) Nun, ich bin immernoch einigermaßen ratlos...

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Vertraue auf Deine unbewusst-heuristischen Fähigkeiten (in der Pychologie spricht dabei von einer sog. adaptiven Toolbox) - Fähigkeiten die auf erlernten, empirischen und erkentnissbezogenen Mustern, Scripts und Regeln beruhen, auf Intuitionen (Bauchgefühle), auf sog. Metakognitionen (wie Wissen, Überzeugungen oder Weisheit). Diese Fähigkeiten wachsen in der eigenen Entwicklung und im Älter werden. Vertraue also auf Dein Unbewusstes!


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Hi,- du hast deine Frage schon selbst beantwortet. - Genauso isses. Am Ende ist das Leben in der Summe immer eine Mischung aus Plan und den dann folgenden sog."nicht-intendierten" Ereignissen aufgrund einer unvorher- und -übersehbaren Zahl von (intervenierenden) Variablen gewesen. Ein Plan ist nur der Stoß auf die weiße Kugel am Poolbillardtisch. Klar gibt es gute, weniger gute und sehr gute Spieler. Aber mal ehrlich: Manchmal in meinem Leben war ich zumindest froh, kein "sehr guter Spieler zu sein" weil das Unerwartete am Ende sehr wahrscheinlich besser war als der ursprüngliche Plan. :-))

Gruß

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Kommentar von styli1000
09.11.2016, 23:03

Jetzt bin ich neugierig, wenn du möchtest kannst du mir ja genaueres über das geplante und unerwartete privat schreiben, ich würde es lesen :)

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In einem Zweispalt zwischen dem Herzen und dem Verstand, folge dem Herzen.                                          (Swami Vivekananda)

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Wenn man sich zwischen zwei Dingen nicht entscheiden kann, ist es immer vorteilhafter den schwereren Weg zu nehmen.

Der schwerere Weg besitzt den großen Vorteil, dass er (meistens) eine Art Rückversicherung besitzt. Man kann nicht so schnell etwas rigoros falsch machen, weil man viel mehr alles durchdenkt. Außerdem vergeht dabei Zeit, was ebenfalls nicht ganz unwichtig ist. Und wenn man die Aufgabe über mehrere Tage verteilt, kann man sich innerhalb der Pausen und Nächte immer nochmal Gedanken über alles machen. Nicht selten kommen einem gerade in den Ruhephasen die tollsten Ideen.

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schicksal kommt immer aus einer anderen ecke, als es der mensch denken kann!

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Man weiß es gar nicht. Ich hab bisher die besten Erfahrungen gemacht, wenn ich mich bei meinen Entscheidungen auf Gott verlassen habe. Was ganz sicher nicht weit führt, ist, wenn man zu lange unentschlossen bleibt, denn durch Warten wird man auch nicht schlauer. Man sollte natürlich vorausdenken, aber man kann nur in der Gegenwart handeln.

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Schicksal sind doch die Ereignisse und Lebenssachen, auf die einer glaubt keinen Einfluß zu haben: entweder weil Andere Macht über dich haben oder weil du die Bedingungen und die Umstände nicht durchschaust oder verstehst.

Ich denke, je mehr du dir die auf dich wirkenden Gesetzmäßigkeiten und Triebkräfte bewußtmachen kannst, desto schwächer und kleiner wird der Anteil der schicksalhaften Zwänge und desto näher kommst du an das, was Psychologen 'Selbstverfügung' nennen.

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Kommentar von Rosenblad
10.11.2016, 19:21

"Selbstverfügung" (oder auch Selbstbestimmtheit) wäre dann der bewusst moderierte und gelenkte Teil dessen was man in der Psychologie einen "Agenten der eigenen Akte" bezeichnet. Der dritte "Hilfsfaktor" (neben unbewussten und bewussten Parametern) wäre wohl dann der sozial-subsidiäre Aspekt - also die Unterstützung seitens der Familie, des Partners, von sehr guten Freunden in solchen Entscheidungsfragen.

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Das weiß man überhaupt nicht.

Da muß man sich auf Erfahrungen und Bauchgefühl verlassen.

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Inschallah.

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Kommentar von styli1000
09.11.2016, 18:07

Was bedeutet das? Ich könnte googlen, aber ich frage, um zu erfahren, was du mir damit sagen mochtest.

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Kommentar von styli1000
05.12.2016, 07:43

Das ist dann die genaue Mitte, was ist, wenn eben durch die eigene Handlung (Das Anbinden in dem Fall) das, was passiert wäre, soch ändert, und man am Ende mit schlechten Ergebnissen ausgeht?

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schicksal passiert immer!

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