Hat man ein Anrecht auf die Aushändigung seiner Laborwerte?

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3 Antworten

Ich würde mich mit so einer Auskunft von der Labordame nicht zufrieden geben. Das ist ja eine Aussage aus dem letzten Jahrhundert. Ich würde dem Labor den Vorschlag machen, Dir eine Kopie anzufertigen und das Papier für die Kopie selber zu bezahlen. Wenn sie darauf nicht eingeht, dann entweder den Laborleiter/leiterin verlangen und die Sache mit ihm/ihr ausdiskutieren. Wenn das alles immer noch nicht hilft, Krankenkasse einschalten. 

Genau das werde ich machen. Sollten sie darauf nicht eingehen, werde ich sie darüber informieren, dass ich mich umgehend bei der Krankenkasse beschwere.

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@LiselotteHerz

Ja, tu das. Mich würde grundsätzlich interessieren, wie die KK zu so einem Verhalten des Labors steht. Da wird der mündige Bürger ja zu einem unmündigen Kind degradiert, wenn man (dazu noch als fachkundiger Patient) keine direkten Infos zu seinen Labordaten bekommt. Unglaublich! Ich glaube, da würde auch ein eventuelles Argument des Labors auf "Eigentum an den Daten" nicht haltbar sein.

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@Joschi2591

Ich habe zwischenzeitlich bei der TK angefragt - siehe mein Kommentar zu einer der Antworten.

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Sagt doch gestern die Frau an der Anmeldung, da müsste sie erst meine Ärztin telef. fragen, ob sie das erlaubt. Ich habe ihr dann mal gesagt, dass ich der Patient bin und meine Ärztin da gar nichts zu verbieten oder zu erlauben hat. Ich habe mich dann auf mein Telefonat bei der Kasse berufen - am Montag kann ich meine Befunde abholen - aber erst mal musste ich mich da aufregen. Es ist nicht zu glauben.

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@LiselotteHerz

Kann ich verstehen. Ich hätte mich auch tierisch aufgeregt und würde diesem Labor auf Lebenszeit den Rücken kehren. Und ich würde noch etwas machen: ich würde zeitnah an den Laborleiter/Geschäftsführer(in) einen Beschwerdebrief schreiben und mich sehr bestimmt, aber höflich über die Dame am Empfang beschweren. Wäre interessant zu erfahren, ob, wie und was die Geschäftsleitung antwortet. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man sich nicht alles gefallen lassen muß, egal, ob Behörde, Versicherung, Stromversorger, Banken etc. Gerade kürzlich habe ich von meiner Hausbank 20 € als Entschädigung für mehrfache Schlampereien und Verzögerungen bei Überweisungen und online banking erhalten. Ich war total überrascht, hatte mich vorher aber auch monatelang über die Bank geärgert und sie mit Beschwerdebriefen beschäftigt und mit Bankwechsel gedroht. Immerhin: von einer Bank etwas "geschenkt" zu bekommen: das passiert bei langjährigen Kunden fast nie. Aber auch ohne diese Entschädigung: ich kann nur dazu raten, den Mund aufzumachen. Ein Stromanbieter, dem ich vor Jahren seine mangelnde Höflichkeit mir gegenüber als Neukunde vorgeworfen hatte, hat aufgrund meiner Beschwerde sein Erstschreiben Neukunden gegenüber verändert und mich sogar zu einer Firmenbesichtigung eingeladen. Jetzt ist das Schreiben höflicher formuliert. Also: es lohnt sich in jedem Fall, die teilweise selbstherrlichen Betriebe zurückzustutzen.

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Es sind DEINE persönlichen Ergebnisse. Also solltest DU sie auch persönlich bekommen. Du hast schließlich ein Recht an Deinen eigenen Daten.

Sehe ich auch so; ich hoffe, ich muss mich mit denen nicht anlegen.

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na ja, als krankenschwester solltest du das vermutlich besser wissen als wir, aber ich gehe davon aus, wenn ein arzt an einen anderen arzt überweist, dann ist der artz der erste, der den befund erhält und nicht der patient..

Mir kam eben die Idee, bei meiner Krankenkasse nachzufragen. Lt. Techniker müssen die  mir eine Kopie geben. Ich habe demnächst einen Termin beim Urologen und es wäre Wahnsinn, hier Doppeluntersuchungen durchzuführen. Außerdem muss ich wissen, wie hoch mein TSH-Wert ist. -- Das ist kein Arzt, das ist ein Labor!

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