Hat man eigentlich gute berufliche Perspektive, wenn man Geschichte studiert?

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Es gibt sehr viele Menschen, die Geschichte studieren, weil es ein recht "leichter" Studiengang ist. Wenn man viel liest und sich mit den Themen auseinandersetzt, sind gute Leistungen immer möglich. Im Vergleich dazu gibt es Fächer, die deutlich schwieriger sind, ich habe z.B. den direkten Vergleich zwischen Geschichte und Latein.

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Geschichte wird für mich später nur eine geringe Rolle spielen, weil Lateinlehrer extrem gesucht sind und ich deshalb kaum Geschichte unterrichten werde, aber es ist wirklich unglaublich interessant. Ich würde sogar sagen, dass man die Welt mit anderen Augen sieht, wenn man sämtliche Berichte, Aussagen etc. kritisch analysieren kann. Und genau das macht man als Historiker - Quellen auf ihren Wahrheitsgehalt prüfen. Zudem ergänzt es sich bei mir optimal mit Latein, ich hätte nie gedacht, dass man für Geschichte so viel Latein brauchen kann. Englisch ist auch sehr wichtig, letztlich kommt einem jede Fremdsprache zugute, die man gelernt hat, egal ob Altgriechisch, Französisch, Spanisch etc. Alles ist brauchbar!

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Wenn man gut wissenschaftlich arbeiten kann, stehen einem mit einem Abschluss in Geschichte einige Optionen offen, vor allem eben der Verbleib an der Uni. Wenn man in Bibliotheken oder Verlagswerken unterkommt, hat man evtl. keinen direkten Bezug mehr zum Studium, aber das hat man als Lehrer auch nicht mehr.

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Da viele Geschichte studieren, ist das Angebot der Veranstaltungen auch sehr groß, was einem einige Vorteile bringt - man kann sich das aussuchen, was einen interessiert. Ich habe eigentlich nur ein Geschichtsstudium begonnen, weil ich ein zweites Fach zu Latein benötigt habe, aber ich bin wirklich positiv überrascht worden. Geschichte ist weder langweilig noch unnütz - es ist äußerst interessant und verändert das eigene Weltbild!

das DH kommt übrigens von mir und nicht von der Fragestellerin, weil ich Deine Aussführungen aufschlussreich finde.

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Da hast Du völlig Recht. DH

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@erweh

Ich muss zugeben, dass ich nach fast jeder Veranstaltung oder nach fast jedem Bibliotheksaufenthalt ins Staunen komme ob dem, was ich neu gelernt habe. Mit dem Schulfach Geschichte hat das nicht im Geringsten zu tun: Es ist einfach Forschung pur - Fakten sind nur Beiwerk.

Danke für die DHs! :-)

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@Lotta1990

´@Draschomat: Wie sieht es denn eigentlich der mit Archelogie aus??? Das finde ich auch interessant. Ich möchte bald mit meinem vollabi beginnen und bin am überlegen, ob ich französich oder latein als zweite fremdsprache wählen soll. Aber die fehlende fremdsprachenkenntnisse kann man doch während des studiums nachholen. Ist es ratsam jetzt französich zu wählen und später im studium latein?

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@Lotta1990

DHs sind die Daumen, die man hier für gute Beiträge geben kann (DH = Daumen hoch). :-)

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Willst du in Richtung Geschichte oder Archäologie studieren? Dann nimm auf jeden Fall Latein! Latein ist Pflicht für ein derartiges Studium, Französisch nicht (ich hatte selber nie Französisch). Französisch nützt einem bei manchen Büchern etwas, ebenso Spanisch etc., aber elementär für Geschichte sind Englisch und Latein (Letzteres besonders bei Archäologie). Auf die anderen Sprachen kann man zur Not gerne verzichten. Und an der Uni Latein nachlernen sollte eher die Notlösung sein, am besten so früh wie möglich lernen, vor allem, wenn man schon weiß, was man studieren will und dafür Latein wichtiger ist.

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Ich interessiere mich erst seit wenigen Monaten für Geschichte und merke schon, wie extrem sich meine Sicht verändert hat! Wer die Welt verstehen will, sollte sich weder Geschichte verschließen, noch darauf verbohren - die Mischung macht's und Geschichte nimmt dabei eine tragende Nebenrolle ein. :-)

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Man hat mit einem Studium immer Berufsaussichten. Manchmal sind sie nicht offensichtlich, aber mit Geschichte kommst du schon irgendwo unter. Ich kenne bsp. Historiker, die Arbeiten Referenten bei einer Landtagsfraktion. Oder du versuchst es im akademischen Apparat (z. B. in der Uni) und gehst zu den Medien (es gibt ja Geschichtszeitschriften wie z. B. Geo-Epoche o. ä.). Zudem gibt es auch einen Trend zu freiberuflichen Historikern, die z. B. zu Firmenjubiläen ins Archiv gehen und dann eine Chronik der Firma erstellen. Du siehst also, dass du mit einem Geschichtsstudium viel anfangen kannst.

DH

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naja, musste schon viel Glück haben, eine Stelle am Museum, oder Uni zu bekommen

Und hatte man auch woanders die möglichkeit was zu kriegen. wo es grad oder in zukunft sehr gut aussehen wird???

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@Dicki123

Also ich denke mal der Lehramt ist wohl das sicherste und langfristigste zukunftsperspektive für geschichtestudenten.

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