Uni besser als FH?

... komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Mein Sohn studiert Chemie und hat sich trotz Abitur bewusst für die Technische Hochschule entschieden.  Er hat auch einen Platz an zwei Universitäten bekommen. Aber an der Technischen Hochschule wird viel mehr Praktisches erarbeitet, was an der Uni nur in der Theorie durch die Hörsäle schwirrt. Er hat sich zuvor erkundigt, und es ist wohl eher andersrum, dass die Industrie lieber Studierte mit mehr praktischer Erfahrung suchen, als reine Theoretiker. Die Studenten der TH, die mein Sohn besucht, werden gern genommen. Hier unterrichten Proffs, die Bücher schreiben, die auch an Unis verwendet werden.

Mag sein, dass es da von Berufsbild zu Berufsbild Unterschiede gibt. Deshalb solltest du dich mal mit deiner Berufsberatung in Verbindung setzen, die kennen sich da aus und können dir empfehlen, wo du am besten aufgehoben bist.

Dass an Fachhochschule keinerlei Forschung betrieben wird gilt für die TH meines Sohnes auf jeden Fall nicht.

Wie bei den Schulen ist es auch bei den Unis und Hochschulen sicher von der einzelnen Einrichtung abhängig, was man dort lernt und wie anerkannt es bei den Betrieben ist. Schule ist nicht gleich Schule und Uni ist nicht gleich Uni.

Nutze Studientage und schau dir Unis und Hochschulen an, und entscheide, wo du dich wohl fühlst. Das sollte doch vorrangig sein, oder?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Nayes2020
19.06.2017, 22:29

schöner Beitrag.

es heißt natürlich nicht das FH keine Forschung betreiben. Meine FH ist zb in der Betonforschung ganz groß. 

Es ist nur der allgemeiner Tenor aller FHs im Vergleich aller Unis.

Forschung wird in beiden Betrieben. Bei dem einen aber eben mehr Bezug auf die praktische Welt.  die andere eher die theoretische Welt.

es ist eben abhängig was man persönlich will und was einen passt. das eine nicht nicht besser als das andere. nur eben anders

1

Wird ein Bachelor Abschluss an einer Universität höher angesehen als ein Bachelor Abschluss an einer Fachhochschule?

Ja, grundsätzlich passiert das schon, auch wenn es auf dem Papier der gleiche Abschluss ist. 

Ich vergleiche das gerne mit dem Abitur auf Gymnasium und Gesamtschule. Abitur ist Abitur. Gleiches System, gleiche Bedingungen außer eben einem Schuljahr mehr in der Sekundarstufe I. Dennoch wird das Abitur auf dem Gymnasium grundsätzlich von vielen höher angesehen als auf der Gesamtschule.

Das ist aber auch sehr sehr subjektiv

Wer aus dem Ruhrgebiet kommt und jeden Tag große Unterschiede zwischen Gymnasium und Gesamtschule erlebt wie auch ich, der wird da oft eine andere Meinung zu haben als Menschen, die solche Unterschiede gar nicht so extrem erleben. Bei mir gibt es überall KOOP, also eine Kooperation zwischen den Gymnasien und Gesamtschulen der Städte. Da merkt man dann um so mehr die sozialen und Bildungsunterschiede. 

Sind die Job Chancen unterschiedlich, also werden Uni Absolventen bevorzugt?

Genau zu dieser Frage habe ich vor kurzem einen Beitrag von WDR 360 gesehen. Schau ihn dir am besten vorher an, gleich spoiler ich sonst ;)

►►►Fazit:

Wie in dem Beitrag mehrmals gesagt wird, ist Unternehmen das oft gar nicht so wichtig. Manchmal sogar genau im Gegenteil, weil man als Student von der Fachhochschule deutlich mehr Praxiswissen mitbringt als jemand von der Universität. 

Du darfst aber auch nicht vergessen, dass es etwas darauf ankommt, was du nun machen möchtest. 

_________________________________________________________

Liebe Grüße

TechnikSpezi

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Nayes2020
19.06.2017, 22:16

tolles video

0

Weisst du, es ist alles Ansichtssache.

Es gibt die Ansicht, dass die Universität der traditionelle Königsweg ist und FH einfach ein moderner, zweitklassiger Abklatsch.

Es gibt aber auch die Ansicht, dass Uni-Absolventen einfach Theoretiker, Tagträumer und Luftköpfe sind während FH-Absolventen Praktiker sind, die wissen, wie's im Berufsleben läuft.

Ich zum Beispiel habe an einem privaten Gymnasium Abitur gemacht und studiere an einer Universität Wirtschaft... und ich kann dir sagen, die Anfeindung und der Hass der mir teilweise bislang entgegengeschlagen wurde ist schon beachtlich...

Häufig vor allem eben von Leuten, die eine Lehre gemacht haben und dann kommen so Sätze wie "du hast doch gar keine Ahnung vom Leben" oder "du geniesst doch einfach das Leben und hast noch nie harte Arbeit erlebt" und solche Phrasen...

Also komplett konträr zu dem was du in deiner Fragestellung geschildert hast.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo Elissa12,

Ich komme von der Schweiz, jedoch denke ich, dass das bei euch ganz ähnlich abläuft. Ist das nicht der Fall, dann bitte ich dich, mir das mitzuteilen.

Als erstes muss man sagen, dass bei einem Studium an einer Universität eine Matura (Abitur) vorweisen muss und bei einer Fachhochschule eine Berufsmaturität (weiss nicht wie das bei euch genannt wird). Die Berufsmaturität ist hierbei eine Stufe unter der Maturität.

Eine Fachhochschule hat zum einen ganz andere Abschlüsse als eine Universität. Es gibt da Dinge, die man nebenberuflich abschliessen MUSS und vorher eine Lehre auf diesem Gebiet abgeschlossen haben muss. Ein gutes Beispiel ist die Ausbildung an der Fachhochschule für Pflegepersonal. Diese studieren dann nicht in diesem Sinne, sondern arbeiten weiter und gehen ein paar Tage die Woche in die Schule und bilden sich weiter.

Aber es gibt auch die ganz üblichen Abschlüsse an der Fachhochschule. Wie zum Beispiel ein Informatikstudium. Diese sind meist praktischer, also mit mehr Praktikas und Projekten. Wo man in der Uni eher die Theorie zu hören kriegt.

Gruss,

ErebosM

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

dann liest du aber viel mist und nur einschlägiges.

hättest du dich besser mit befasst wüsstest du das es ganz gewiss nicht pauschal beantwortbar ist.

es kommt drauf an welche Branche du gehen willst und was genau du machen willst.

willst du forschung betreiben und eine Geisteswissenschaft studieren, wird die Uni besser sein.

willst du aber praktisch arbeiten und beispielseise eine Ingeneurwissenschaft studieren, macht ein FH abschluss mehr sinn. es ist mehr auf die Praxis bezogen und die komplette Hochschule ist so aufgebaut das man mehr Kontakt zu der Arbeitswelt hat. also man kann viel besser Kontakte knüpfen.

willst du aber eine Ingenieurswissenschaft studieren, aber trotzdem in die Forschung gehen, Beispiel Entwicklung, dann wirst du vielleicht mit einem Uni Abschluss besser beraten.

die Zeiten sind vorbei wo man hochnäsig behaupten kann Uni absolventen hätten es leichter. Im gegenteil ich sehe es in meinem Fachbereich wie schwer es teils Leute aus einer TU haben. Auf einer FH hat man meist einfach den Vorsprung in der Arbeitswelt.

und am Ende zählt das Bewerbungsgespräch und die zusätzlichen Erfahrungen und Praxiswissen. nicht das unnötige theoretische Fachwissen, welches in der Praxis keine Anwendung findet

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Chauze
19.06.2017, 22:23

Du stellst die Realität gut dar, aber in einem Punkt muss ich dir widersprechen. Ich habe FH-Diplom und meine erste Arbeitsstelle war in der industriellen Forschung. Hier waren viele von uns FH-Absolventen.

Und auch für die Entwicklung ist man als FH-Ingenieur gut genug. Ich arbeite seit über 10 Jahren in der Hardware-Entwicklung und ich bin oft genug mit Grundlagenthemen beschäftigt. 

Das Ergebnis sieht man am Ende an seinen Patentanmeldungen, dass man nicht nur kopiert sondern Ingenieurleistungen bringt.

0

Was möchtest Du wissen?