Hat man Anrecht auf Schadensersatz wenn...

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6 Antworten

Bist du bei der Firma angestellt? Dann wohl nicht. Als freier Mitarbeiter schon.

Habs auch gelernt: Niemals persönliche Kontakte und besonders keine Freunde für die Firma ansprechen! Man ist IMMER Schuld.

Athriaxo 14.06.2011, 01:14

Doch ich bin freier Mitarbeiter ... so zu sagen wurde ich als Consultant heran gezogen ...

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user1192 14.06.2011, 16:09
@Athriaxo

Ja, dann muss das natürlich bezahlt werden... Wenn es keinen Vertrag gab, wird es schwer, das genau zu sagen. Aber auf jeden Fall muss was gezahlt werden.

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Einen Auftrag kann man jederzeit entziehen, ein Projekt jederzeit verwerfen.

Selbst wenn es einen schriftlichen Auftrag gäbe, kannst du nur das ersetzt verlangen, was tatsächlich geleistet wurde. Vormodelle, Skizzen oder Kostenkalkulation etwa.

Warten auf den Startschuss, gedankliche Vorarbeit, als Clown dastehen, Fähigkeiten einzusetzen (wofür?), Kontakte zu pflegen ist kein entstandener Schaden, sondern unternehmerisches Risiko eines Auftragnehmers. Genauso wie immer die Möglichkeit bestand, dass dir wegen Erfolglosigkeit oder Fehlkalkulation der Auftrag nachträglich entzogen wurde - würdest du wegen des immensen Reputationsschadens auch dann Schadensersatz verlagen können?

Selbst eingeplanter und nun entgangener Gewinn, Kauf einer Maschine, Material, Einstellung eines Mitarbeiters ist dein Risiko.

Athriaxo 14.06.2011, 01:10

Die Fähigkeiten wurden z.B. für den Entwurf eines Game Design Document und die organisation eines Teams für die Entwicklung eingesetzt, so auch Zeit.

Auch unabhängige Consultants wurden eingeschaltet wie z.B. Steuerberater und recruiting Consultants...

Und der Auftrag wurde nicht nachträglich entzogen, sondern erst wurde die Entwicklung bestätigt und dann hieß es: "Wir müssen einen Investor finden"

Jetzt kann ich natürlich nicht nochmal 2 Monate warten ob die nun einen Investor finden oder nicht, ich habe mich schließlich schon 2 Monate vorher frei gehalten für den Auftrag ...

Ich bin Game Designer und der Auftrag hätte mich 1 Jahr lang voll eingenommen, darum konnte ich also in der Zeit auch nichts anderes anfangen!

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verträge müssen nicht unbedingt schriftlich sein. allerdings ist es schwierig, mündliche verträge zu beweisen. ich würde mir überlegen, ob ich argumente dafür habe, dass die firma was zu bezahlen hat: vielleicht hast du irgendwelche unterlagen bezüglich der details, aus denen hervorgeht, mit welchen kosten gerechnet wurde/ was du an geld bekommen solltes; vielleicht hast du einen zeugen für den ausspruch, dass der prototyp beschlossene sache ist; kannst du sicher sein, dass du den prototyp machen solltest, oder hätte es da eine andere möglichkeit für die firma gegeben?

falls ja, würde ich die firma ansprechen. vielleicht kann man schon in einem gespräch klar machen, dass man aufwand hatte. wenn sie sich nicht einsichtig zeigen, dann könnte man eine rechnung schreiben und ggf. mit klage drohen. aber davor wäre es gut, einen anwalt zu befragen, wie er die chancen auf eine aufwandsentschädigung sieht.

imager761 14.06.2011, 00:42

Der letzte Satz ist das einzig brauchbare deiner Ausführungen :-(

Jeder Aufwand vor einem erteilten Auftrag nennt man "Angebot abgeben" oder "Auftragsaquise" - und das ist einzig das unternehmerische Risiko eines Lieferanten.

Jeder Zuschlag, jeder Aufrag kann jederzeit widerrufen werden und nur der tatsächlich geleistete Lohn- und Matrialkostenanteil kann ersetzt verlangt werden, nicht die Enttäuschung oder entgangener Gewinn.

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Schokolinda 14.06.2011, 00:57
@imager761

ja, du schlaumeier. es ging nur nicht um aquise, sondern darum, ob ein auftrag erteilt wurde oder nicht. entwicklung eines prototyps ist nicht identisch mit aquise.

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Schokolinda 14.06.2011, 12:19
@Schokolinda

und jetzt schreib ich es selber auch noch falsch und gleich 2x. es heisst akquise.

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Athriaxo 14.06.2011, 01:15

Ja ich werde wohl gleich morgen mal einen Anwalt zu Rate ziehen!

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zunächst mal brauchst du beweise in schriftlicher form das sie das auch gesagt haben falls die firma das abstreitet und dann nunja ist schwierig. am besten hätte man vorher über gehalt und dergleichen verhandeln sollen. tut mir leid aber das sieht nicht gut aus.. du könntest nochmal mit der firma ein ernstes wort reden..

Athriaxo 14.06.2011, 00:59

Schriftlich in Form von E-Mail Korrespondenz, das ja aber keinen förmlichen Vertrag...

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Athriaxo 14.06.2011, 01:02
@Athriaxo

Ja über Gehalt wurde auch verhandelt aber eben für die Zeit der Entwicklung des Prototypen und die hat ja noch nicht angefangen ... :/

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Wenn du schriftlich von denen den Auftrag hast kannst du einen Anwalt aufsuchen. Wenn da nicht irgendein juristisches Schlupfloch ist, dann wird die Firma dir was zahlen, vielleicht auch Außergerichtlich.

user1192 14.06.2011, 00:21

Auch als Angestellter? Denn dann wurde die Arbeitszeit ja eh bezahlt.

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Athriaxo 14.06.2011, 01:01

Schriftlich in Form von E-Mail Korrespondenz, das ja aber keinen förmlichen Vertrag...

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Kann so nicht beantwortet werden, weil niemand weis wie der Auftrag/Vertrag gestaltet ist.

Leon97531 14.06.2011, 01:03

So seh ich das auch, und darin sollten bei einem solchen Projekt auch genauesten Gebühren, Strafen, Aufwandentschädigungen etc. gestaffelt aufgeführt sein welche gestellt werden können bei Nichteinhaltung des Vertrages.

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Athriaxo 14.06.2011, 01:12

Also richtigen Auftrag gab es nicht, nur E-Mail Korrespondenz in welcher gesagt wurde, dass es "beschlossene Sache ist den Auftrag mit mir zu machen"...

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