Hat man als Aerobictrainerin heute überhaupt noch Zukunft?

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ich machs schon einige paar jahre

aerobic,bbp, step, pilates und alles was unter die rubrik kursstunden fällt ist nach wie vor in und wird auch so bleiben. klar gibt es immer wieder für ein paar jahre trends wie z zt zumba oder pilates, vor 10 jahren war es power dumbell und spinning.der grund liegt einfach darin, dass das gesundheitsbewusstsein in der bevölkerung immer noch hochkonjunktur hat. und kurse werden vorwiegend von frauen besucht, während männer sich lieber an den geräten zu schaffen machen.

ich hab angefangen weil ich sehr viel spass dabei hatte. so lange du es nebenbei machst, macht es auch noch spass.du darfst aber nicht vergessen, dass du auch auf der mattestehen musst, wenn es dir mal nicht so gut geht,du aber gleichzeititg "gute laune", "spass", "freude an der bewegung" etc rüberbringen musst - und das kontinuierlich über 1-2 stunden (ne bedienung, muss nur die 2 minuten vor dem gast steht, nett und gut gelaunt sein!).

bezahlung..... auf den ersten blick ist die nicht schlecht. aus betriebswirtschaftlicher sicht hast du aber weniger wie ne putzfrau: du bekommst nur die minuten, die du aktiv vor den leuten stehst bezahlt. bei stundenwechseln sind oft 5-10 min pause, dafür bekommst du nichts,wenn dich leute vor oder nach der stunde noch ansprechen - auch wenn das nur small talk ist - musst du dich halt hinstellen, bekommst aber auch nichts. für die zeit die du im studio noch für den papierkram aufwendest bekommst du auch nichts. du bist selbständig, bekommst aber keine anfahrtspauschale. du musst dich zuhause vorbereiten. am anfang brauchst du für eine gehaltene stunde gut und gern 3-4 stunden vorbereitung. hast du routine dann kannst du kräftigungsstunden auch mal aus dem ärmel schütteln. für choreographiestunden brauchst du immer wieder mal 2stunden ( neue schritte ausprobieren etc). summier mal zusammen: 1 stunde vorbereitung, anfahrt 30 min,20min mindestens vorher im studio sein (umziehen,small talk, cds herrichten etc),2 kursstunden a 50 minuten, 10min pause, statistiken im studio, umziehen/duschen 30 min, heimfahren 30 min = 280minuten = 4stunden 40 minuten... rechne jetzt mal deinen stundenlohn aus. da du selbständig ist musst du davon von deine krankenversicherung, nen notgroschen und auch noch was für die rente und steuern abknapsen. um da auf ein normales einkommen zu kommen musst du viele stunden in der woche machen... - der job läuft zum großteil am abend und am wochenende - ist nicht jedermanns sache - hat es draußen 30 grad und keiner (oder zu wenige) kommen zu deiner stunde bekommst du meist NICHTS (nicht mal deine kosten), in guten studios zwischen 10 und 50%. - schulungen , ausbildungen musst du regelmäßig machen. das ist nicht billig und immer am wochenende - cds kosten zw 20 und 35€ - bist du verletzt oder krank heisst das keine einnahme - du bist quasi freiwild.... wenns blöd läuft,sind deine kursstunden von heut auf morgen weg. (zb studio strukturiert um und schafft alle kurse ab) - man wird älter und instruktor ist letztendlich ein knochenjob, spätestens nach 10 jahren vollzeit merkst du es. viele machen nen fitnesstrainer dazu, oder versuchen selbst ausbilder zu werden oder versuchen nur noch langsamere stunden zu machen etc

viele negativpunkte, ich weiß, ist aber nur so weil die meisten leute die das anfangen nur die positiven seiten sehen und an nachteile überhaupt nicht denken.

ich habs eine zeitlang als hauptjob gemacht, hatte aber einen ehemann mit festgehalt im rücken..ich habs super gern gemacht. aber irgendwann kommt der punkt an dem man an die eigene rente, festgehalt, sicherheit etc denken muss. habs dann ne zeitlang neben meinem halbtagsjob 3mal die woche gemacht. mittlerweile arbeite ich wieder vollzeit und mach nur noch einen abend fest, mach aber gelegentlich vertretungen. das hat den vorteil, dass man sie annehmen kann, wenn man zeit und lust hat.

ich würde es als nebenjob neben einem festgehalt immer empfehlen. macht spass, man lernt viele leute kennen, die leute kommen zu dir, weil sie sich bewegen wollen und sind sehr dankbar. im hauptjob würde ich es nicht empfehlen.

Eine Bekannte von mir macht das als Nebenjob. Damit kommt sie ganz gut klar. Warum läßt sich deine Freundin nicht als Kauffrau für Fitness (oder wie das heißt) ausbilden? Dann hätte sie bestimmt größere Chancen eine gute Stelle zu bekommen.

Die Trainertatigkeit ist nicht zum Vollzeit-Verdienst geeignet. Da kannst Du Dir ja ausrechnen, wie viele Stunden Deine Freundin unterrichten müsste, um davon leben zu können. Ich habe es selbst über ein paar Jahre als Nebentätigkeit gemacht. Das ist ein schöner Zusatz-Verdienst. Man wird für sein Hobby relativ gut bezahlt, denn du hast ja auch noch Kosten wie Kleidung, Schuhe und Musik-CDs. Die Ausbildung ist auch nicht so günstig. Da wäre es gut, wenn man sich mit einem Sportstudio zusammen die Kosten teilt und sich dafür verpflichtet, für eine bestimmte Zeit dort als Trainer zu bleiben. Wenn wirklich viel Interesse da ist, dann kann man mit einer weiteren Ausbildung später als Personal-Trainer versuchen sich selbständig zu machen. Die Arbeitszeiten sind dann aber auch sehr individuell. Regelmäßige Fortbildungen sind für eine gültige Trainer-Lizenz auch verpflichtend. Da kann man sich ja die neuesten Trends dann aneignen.

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