Hat Lehrerin mich gedemütigt?

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11 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Deine Lehrerin hat sich auf alle Fälle nicht so verhalten, wie ich es mir von einer Pädagogin, die sie nun mal ist, wünschen würde. Die Frage, warum man etwas, das man im Unterricht schon lange durchnimmt, nicht kann, mag berechtigt sein, aber der Vergleich mit anderen Schülern und die abfällige Kommentierung deiner Leistung waren überflüssig.
Nimm dir das nicht so zu herzen. Viele Lehrer scheinen irgendwann nicht mehr zu wissen, wie sie richtig mit Schülern umgehen, bzw. ist es bei der Vielzahl der Schüler kaum möglich, bei jedem den richtigen Ton zu treffen. Sie wird sich dabei nichts gedacht haben, und das solltest du auch nicht. Sieh' dir den Stoff in Zukunft einfach noch mal an, jeden Abend nur kurz oder in der Pause vorm Unterricht, damit du wenigstens ein bisschen was behältst und sie keinen Grund mehr für solche Kommentare hat.

Ach Gottchen...*lach* Soviel zum Thema "wie macht man sich Weicheier"...Wie du dir das vorstellst? Sind wir zugegen während des Unterrichts? Kennen wir die Lehrerin? Den Schüler? Oder müssen wir hier urteilen anhand einer vagen Aussage? Sorry...^^

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@Idiealot

Also wenn der Fragesteller ein Mensch ist, der weint, wenn er an der Tafel keine Leistung bringen kann, dann schätze ich ihn nicht so ein, dass er einer ist, der sonst die große Klappe hat.
Bei mir war's mal ähnlich. Ich war in einer allgemein sehr lauten und aufmüpfigen Klasse, war selbst aber immer ruhig und kaum auffällig. Das hat viele Lehrer aber nicht interessiert. Wenn ich einmal 'nen Zettel an jemanden geschrieben oder weiter gereicht habe, wenn ich mal was nicht dabei hatte, im Unterricht aus dem Fenster gesehen habe oder mal eine schlechte Note hatte, dann wurde ich genau so behandelt wie die, die so was ständig machten, laut waren und sich dabei noch cool und witzig vorkamen. Lehrer verlernen recht schnell, zu differenzieren, da es den Unterricht aufhält, auf jeden einzeln einzugehen, aber das führt eben manchmal dazu, dass sie sich einem Schüler gegenüber unverhältnismäßig verhalten, und diesen Fall sehe ich hier.

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@Hiordis

Harsche Kritik, klare Worte, Aufzeigen von Fehlverhalten, Annahme der Kritik, Umgang damit...auch das sollen die Lernen in der Schule. Mir ist so eine Lehrerin aber dreimal lieber die auch mal klare Worte findet also eine die sich nur als pädagogisches Lieschen dort aufhält und gnadenlos ihren Lehrplan runterspult.

Im übrigen geht hier auch überhaupt nich daraus hervor OB diese Lehrerin durchaus Mitleid empfand obgleich ihrer Wortwahl? Du schreibst Lehrer verlernen recht schnell zu differenzieren. Ich persönlich halte Lehrer für Ferienkreismeister und als Beamte völlig deplaziert aber das steht auch nicht zur Debatte. Ist ein schwieriger Job wenn man sich die Schüler von heute ansieht.

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@Idiealot

Ja, und eben das meine ich. Lehrer zu sein ist gemessen am Verhalten der meisten Schüler heutzutage nicht einfach. Das verleitet schnell dazu, einen weniger einfühlsamen Ton anzuschlagen, der meist auch genau den Punkt trifft. Ich komme aus einer Klasse, die bei der Vergabe einer schlechten Note gelächelt hat, die in Diktaten Wettbewerbe laufen hatte, wer die meisten Schreibfehler unterbringen kann, und bei der Klassenleiterstunde, in der die Klassenlehrerin die Problematiken zu klären versucht hat, gefehlt oder sich mit allem anderen außer der Lehrerin befasst hat, die sich selbst Entschuldigungen geschrieben hat und so weiter. Bei dieser Klasse hätte die Lehrerin, um die es hier geht, mit ihren Worten keinen Nerv getroffen. Allerdings war auch in dieser Klasse. Der Einfachheit halber wurde ich nicht anders behandelt als der Rest, obwohl ich ruhig und unauffällig war und mich nie quer gestellt habe. Wenn ich in einem Fach und/oder bei einem Thema, das ich absolut nicht konnte, einfach weil ich es nicht verstanden habe oder weil der Lehrer dachte, er könnte einen Tag vor einer Mathe-Klassenarbeit in Chemie eine Leistungsabfrage über die letzte Stunde durchführen, dann war ich auch oft kurz davor zu weinen, und das hat den Lehrer überhaupt nicht interessiert. Wenn ich dort stand und mein Kopf heiß wurde, weil mir die Antwort nicht einfiel und die Frage so leicht klang, wenn ich einen Moment gebraucht hätte, in dem mich mal niemand anstarrt, um mich fassen und in Ruhe nachdenken zu können, aber die ganze Klasse und der Lehrer zu einem hin stiert, dann ging's mir richtig beschissen, und obwohl ich der Meinung bin, dass der Lehrer hätte wissen müssen, dass ich als Außenseiter genug damit zu kämpfen hatte, überhaupt vor dieser Klasse zu stehen, durfte ich mir meine Bewertung trotzdem noch unverblümt und ohne Gnade vor eben diesen Leuten anhören, anstatt dass der Lehrer sich hinterher oder wann auch immer mal zwei Minuten Zeit nimmt, um einem zu sagen, dass man ganz dringend was tun muss, wenn man nicht auf der Strecke bleiben will. So wär's nämlich auch gegangen. Aber wie gesagt, das interessiert viele eben nicht, und so kommen Schüler zustande, die an der Tafel weinen.

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Ich muss ehrlich gesagt sagen das du hiordis es mit deinen Worten genau triffst allerdings war ich als sie das Thema anfing nicht da und sie wollte es mir danach als ich wieder gesund war nicht noch mal erklären, und meine Klassenkameraden konnten mir es auch nicht erklären . Wie dem auch sei ich bedanke mich für deine Antwort ☺

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@violetta122

Es ist verständlich, dass eine Lehrerin sich nicht die Zeit nehmen kann, einem Schüler, der gefehlt hat, alles noch mal von Anfang an zu erklären. Dass deine Mitschüler dir den Stoff auch nicht vermitteln konnten ist dann natürlich sehr ungünstig.
Wenn so etwas noch einmal vorkommt, solltest du vielleicht doch noch mal zur Lehrerin gehen, ihr die Situation erklären und sie fragen, wie du den Stoff denn anderweitig nachholen kannst, vielleicht fragen, ob sie oder ein Kollege von ihr die Zeit hätte, es in einer Nachhilfestunde noch mal so weit zu erklären, dass du zumindest den Anfang verstehst und den Rest leichter verarbeiten kannst. Wenn Lehrer sehen, dass man sich wirklich bemüht und etwas lernen will, dann merken die sich das auch irgendwann.
Ich hab nach meiner regulären Schulzeit eine schulische Ausbildung begonnen, in der ich auch regelmäßig Matheunterricht hatte, teilweise drei Stunden hintereinander. Länger als eine halbe Stunde konnte ich mich im Unterricht nie konzentrieren, weil Zahlen bei mir ein großer Schwachpunkt sind, und das hat man auch gemerkt. Mein Lehrer wusste allerdings, dass ich dafür am Nachmittag noch sehr sehr viel mit einer Schülerin gelernt habe, die das besser verstanden hat, und war immer sehr nachsichtig, wenn ich für etwas länger gebraucht habe. Solche gibt's auch ^^

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Ich finde das du hiordis die beste Antwort gegeben hast vielen Dank dafür 😊

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Klar, man redet von gedemütigt, nur weil man es nicht kann. Du solltest Dich besser vorbereiten und evtl. Nachhilfe nehmen. Heulen geht gar nicht, dass zeugt nur von Schwäche. Im späten Berufsleben musst Du auch Dinge können und da wirst Du auch nicht gedemütigt, sondern man setzt voraus, dass Du das auch beherrscht.

Genau so ist es!

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In der Schule ist man aber nicht, um zu können, sondern um zu lernen, genau so wie du vor deinem Beruf eine Ausbildung machst, in der man dich auch nicht für Fehler bei Dingen, die du gerade noch lernst, so zur Sau machen sollte, als wenn du sie schon längst beherrschen müsstest.
Wenn eine Lehrerin merkt, dass ein Schüler im Stoff nicht mitkommt, dann ist es ihre Aufgabe, das Problem zu suchen und möglichst gut zu lösen, und nicht, ihn an der Tafel mit dem Rest der Klasse zu vergleichen und blöde Kommentare abzugeben. Man steht da, fühlt sich unsicher im Stoff, alle beobachten einen und sehen, wie man da interviewt wird und die Antworten nicht kennt. Das ist an sich schon besch*ssen genug.

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@Hiordis

Er/Sie wurde nicht zur Sau gemacht. Er/Sie hat einfach klassisch versagt weil nichts gelernt wurde und das darf man auch mal ansagen. Denn auch das kann eine lehrreiche Aktion sein ;-) Im übrigen durchaus auch pädagogisch sinnvoll zum Thema "positives und negatives Feedback".

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@Idiealot

Wie ich schon schrieb: Die Situation, an der Tafel abgefragt und dabei von allen beobachtet zu werden, und dann nicht antworten zu können, ist an sich schon ein sehr negatives Feedback. Dass die Lehrerin das in Form der Frage, warum er/sie das dann nicht kann, kommentiert, ist nicht schlimm. Vergleiche zu anderen Schülern soll man allerdings nicht ziehen. Ein Vergleich der Leistung passiert in Form von Noten - wenn man eine schlechte hat, dann weiß man, dass man schlechter ist als man sein sollte. Wenn die Lehrerin allerdings fragt "Ihr könnt das alle, oder?", dann stellt sie den Schüler an der Tafel als dümmer als den Rest hin, und zwar ganz gezielt, und das ist zu viel, gerade für eine Pädagogin.

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Eine Abfrage während des Unterrichts ist völlig normal und beinhaltet immer das Risiko, dass ein Schüler, der dann mal nichts weiß, sich blamiert. Aber dieses Risikos muss man sich als Schüler bewusst sein, wenn man nicht gelernt hat. Wenn man sich wie du mit "Mut zur Lücke" vorbereitet, kann das halt ins Auge gehen.

Dass die Lehrerin nach der Abfrage eine Bewertung abgibt ("Das war wohl nix") ist normal. Da hast du in einer solchen Prüfungssituation ja sogar ein Recht drauf. Andersrum haben auch deine Mitschüler ein Recht darauf, zu erfahren, wie die gezeigte Leistung zu bewerten ist - als Maßstab für die eigenene Leistungen. D.h. deine Lehrerin kann nicht nach einer solchen Überprüfung einfach schweigend zur Tagesordnung übergehen.

Freilich hätte man das etwas einfühlsamer und freundlicher verpacken können. Man hätte das auch in drastischeren Worten ausdrücken können.

=> Ich kann zwar verstehen, dass du dich sehr unwohl gefühlt hast, aber der Lehrerin könnte ich nichts vorwerfen. Für das Ergebnis muss du dir selbst den Schuh anziehen.

LG und Kopf hoch!
MCX

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